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Glossarstatt eines Sachregisters
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Analytische Philosophie
Ein geisteswissenschaftliches Pendant zur mathematischen Physik ist die zur gleichen Zeit aufblühende analytische Philosophie, die sich nur mit den gesprochenen Sätzen als solchen und mit Sprachspielen befasst, aber nicht mehr mit dem Inhalt und Sinn des Gesagten. (I/B17 Ist Sachverstand von Übel? oder Der Untergang der abendländischen Denkkultur)
Attributationsmechanismus
Methode, mit Nichtwissen umzugehen, indem man von sich auf andere schließt.
(II/7L Das Gehirn und sein Ich)
Autismus
Sich dagegen in sein Gegenüber nicht hinein versetzen zu können, das Fehlen von Empathie, ist das Hauptmerkmal des Autismus. (I/B7a Was heißt "beobachten"?)
Beobachter
Der Beobachter ist die Ursache der Differenz zwischen Sein und Schein.
(II/5a Parmenides im Klartext)
Beobachterunabhängige Realität
Natürlich gibt es eine beobachterunabhängige Realität, aber natürlich auch nur solange, wie sie nicht beobachtet wird.
(III/3 Das Verstehen des Verstehens, Pkt.8)
Beobachtung
Beobachtung als bewusste Wahrnehmung heißt also, den Sinneseindrücken mehr oder weniger automatisch Namen und Eigenschaften zuzuordnen sowie Beziehungen zwischen ihnen herzustellen, die dem subjektiven bewährten Verständnis des Beobachters dienen, z.B. im Sehen von Sternbildern, mit deren Hilfe sich Kundige orientieren. (I/B7a Was heißt "beobachten"?)
betriebsblind
heißt u.a. die Bedingungen des eigenen Denkens und Tuns nicht zu sehen und sie daher nicht korrigieren zu können (führt in Betrieben zu uneffektiven Arbeitsabläufen); betriebsblind ist auch die stillschweigende Annahme, das eigene Wissen und Denken würde auch für andere gelten, ob Personen oder Sachen. So z.B. Einstein: die Relationen, die ein Beobachter sieht/herstellt, wären auch für das Verhalten der physikalischen Objekte selbst von Bedeutung (spezielle Relativitätstheorie). (in I/B7a, I/B8a, I/B11a u. II/16)
Beweise/Beweis
Beweise haben ihren Wert (ihre Aussagekraft) nur in einem Kontext, der auf sie hinweist.
(II/6L Buchbesprechung "Geheimnisvoller Kosmos Gehirn")
Eine Ideologie will immer nur sich selbst "beweisen" - denn sie hat es nötig.
Doch jeder Beweis ist nur soviel wert, wie der Geist, in dem er geführt wird.
(4 Autor/Aphorismen)
Charismatische, das
Das Charismatische von Menschen hat eben oft mit einem mentalen Defekt zu tun, der sie einseitig prägt und der den Normalsterblichen fasziniert, der ja nichts von dem Mangel weiß, den sein Idol antreibt und dem dieser Mangel zumeist auch selbst verschlossen ist.
(ehemals in II/17 "Das Problem der Authentizität", inzwischen dort entfernt)
Denkmuster
Es sind also nicht die Fakten sondern die durch unser Herkommen bedingten Denkmuster, welche die Probleme machen.
(I/C5 Für eine Akzeptanz ganzheitlicher Effekte)
Dialog mit der Natur
Überhaupt ist es klug, immer im "Dialog" mit ihr (der Natur) zu bleiben, denn wir können viel von ihrer zwar stillen aber sehr alten Weisheit lernen. (III/10 Sprache und Herrschaft)
Dialog mit der Wissenschaft
Inwieweit eine Dialogabsicht und Dialogfähigkeit tatsächlich existiert, muß sich jedoch erst erweisen, soll "Wissenschaft im Dialog" nicht nur ein schönes Motto bleiben. Ihrer Aussage, "Physiker suchen das Gespräch", steht die Lebenserfahrung vieler an der Physik Interessierten gegenüber.
(I/C2 Brief an den Präsidenten der DPG Prof. A.M. Bradshaw vom 22.01.2000)
Dopplerprinzip
...besagt das inzwischen vielfach bewährte Dopplerprinzip, dass sich die Relativbewegung von Quelle und Beobachter auf die Zahl der wahrgenommenen Schwingungen eines Mediums (Luft/Wasser/Licht) konkret = messbar auswirkt, wodurch jeder Doppler-Effekt ein Spiegel der Relativgeschwindigkeit von Quelle und Beobachter ist! (I/14 Einstein und Doppler)
Einheit allen Seins
Die Einheit allen Seins kann eben nichts von allem sein, was man kennt, d.h. sie ist transzendent.
(II/13 Das Bewußtsein des Seins)
Einheit der Natur
... denn alles ist "schwer", gleich was es ist, und alles erzeugt Schwere - das ist es, was die reale Einheit der Natur ausmacht, die es endlich zu erkennen und zu akzeptieren gilt! (I/B5 Kurztexte: Das Wort zum Einsteinjahr 2005)
Einheit von Forschung und Lehre
bei der nur nach dem neuesten Stand der Forschung gelehrt wird.
(3 Meta-Einführung der wichtigsten Themen)
Einsteins "Genie"
Einsteins vielgepriesenes physikalisches "Genie", das der Welt immer noch soviel Kopfzerbrechen bereitet, entpuppt sich so als ganz normaler autistischer Defekt, verbunden mit einer für Autisten nicht unüblichen Sonderbegabung im Mathematischen, sind sie doch sowieso auf Zahlen fixiert. (I/B17 Ist Sachverstand von Übel? oder Der Untergang der abendländischen Denkkultur)
emergentes Phänomen
Schon die Bildung von Antimaterie, die zum "Urknall" führt, ist ein emergentes Phänomen der großen Zahl, das eine neue Ordnung schafft, welche man der zugrundeliegende Materie nicht ansieht, die sie jedoch regiert. (II/18 Mein Weltbild/1. Meine Kosmologie)
Erfahrung
Erfahrung ist immer eine Erfahrung durch Urteile aufgrund der individuellen Urteilsfähigkeit, der vorhandenen Erkenntnismittel und des gespeicherten Wissens und ist deshalb notwendig immer mit der Individualität einer Person verbunden. (II/18 Mein Weltbild/5. Was ist Wahrheit?)
Erhaltungssätze
Auch wenn Sachen ihren Zustand nicht von sich aus haben, so ist es doch ihr Bestreben, ihren Zustand von sich aus zu erhalten, weshalb Erhaltungssätze nicht weiter ableitbar sind. (I/A9 Kausalität contra Determinismus)
Erkenntnis
Erkenntnis ist ein durch Sprache ins Bewußtsein gehobenes und ausformuliertes Verständnis.
(II/4L Was uns veranlaßt, eine Aussage für "wahr" zu halten)
Erkenntnistheorie
Die Erkenntnistheorie ist die Schnittstelle zwischen Natur- und Geisteswissenschaften, lehrt sie doch Sein und Schein zu unterscheiden - zumindest sollte die das. (II/16 Anmerkungen zur Erkenntnistheorie)
Fernwirkungen
Die oft zu hörende Behauptung, der große Physiker Newton hätte an Fernwirkungen geglaubt, demaskiert nur die eigene Überzeugung von der Ursächlichkeit der trägen Materie, während sie für Newton lediglich der Mittelpunkt einer um sie herum verteilten zentripetalen Wirkfähigkeit war.
(I/B5L Die Gravitation als Argument für eine ganzheitliche Sichtweise)
finales Denken
Wichtig erscheint mir, daß oft Wünsche - bewußt oder unbewußt - bezüglich des Endergebnisses (von Faktenselektion und Dateninterpretation) vorliegen. Diese Situation möchte ich "finales Denken" nennen. (W. Dittrich)
(II/9 Das Natürliche des Nichtverstehens)
Frieden
Denn ohne einen Frieden mit der Erde, wird es auch keinen Frieden unter den Menschen geben.
(II/18 Mein Weltbild/6. Der Schlüssel zum Frieden)
Geistige, das
Das Geistige ist die nach innen genommene Auseinandersetzung mit der Welt.
(III/1a Die Generierung des Geistigen)
Genetische Gefangenschaft
Die genetische Gefangenschaft des sich selbst reproduzierenden Einzellers wurde durch (Genaustausch und) Sexualität überwunden.
(III/5 Anmerkungen zur Soziobiologie)
Genie
Nicht das "Genie" rechtfertigt seine Taten, sondern seine Taten müssen das "Genie" rechtfertigen.
(I/B7a Was heißt "beobachten"?/Einsteins blinder Fleck)
Gleichheit von träger und schwerer Masse
Jeder Körper hat nur eine Masse, welche ein Maß seiner Materie ist, die sich - je nach Art der Einwirkung - entweder als träge oder schwer erweist. Das erklärt ganz zwanglos die quantitative Gleichheit beider Phänomene.
(I/B6 Das angebliche Problem der schweren und trägen Masse)
Gott
Wenn das Universum ohne Grenze in Zeit und Raum ist, bleibt kein Platz für einen Gott, der außerhalb steht.
(I/C1 Was war vor dem Urknall?)
Beide Prinzipien - des Seins und des Schöpferischen - werden deshalb mit Recht als die Attribute des Immerwährenden angesehen, das wir als "Gott" zu bezeichnen pflegen. (III/8 Gott und die Welt oder: Die Würde der Dinge)
Diese Aussage ist jetzt zu ergänzen: Gott ist uns die Metapher des Jenseitigen, als der (allen Dingen immanenten) Realität, die alle Denkbarkeit übersteigt und die wir nur in ihren (Aus-)Wirkungen und unseren Wertungen derselben, jedoch nicht in ihrem Sosein erfahren - "es sei denn, wir werden in ein Licht gerückt, das Gott selber ist". (II/11 Meister Eckhart und das Sein an sich)
Grammatik
Die Grammatik spiegelt die geistige Situation des Subjekts.
(II/8 Ursprung und Inhalt der Grammatik)
Grenzgeschwindigkeit
Keine Sache kann von sich aus schneller werden als die sie beschleunigende Ursache, weil dies sonst eine Folge ohne Ursache, also ein Verstoß gegen die Kausalität wäre.
(I/C4L Der Tunneleffekt und eine Weltraumfahrt, die diesen Namen verdient)
Größen
Doch alle Mess-Größen sind nur Teil-Aspekte, unter denen Menschen mit der für sich einen und ganzen Realität umgehen, um sie zu beherrschen, und keine Sachen.
(I/B8 Einstein als Zwilling)
Information
Information ist die plausibelste (Be-)Deutung von Daten.
(II/7K Das Gehirn und sein Ich)
Intelligenter Designer
Insofern ist der Schöpfergott oder der intelligente Designer die mythische Personifizierung dieser ewigen Potenz der Selbsthervorbringung und nicht ein außerhalb der Schöpfung stehendes menschenähnliches Wesen. (II/18 Mein Weltbild/2. Der geheime Schöpfer)
Intelligentes Denken
Intelligentes Denken und Handeln dient in erster Linie dazu, persönliche Vorteile zu gewinnen, Wohlbefinden zu fördern und die persönliche Stabilität zu stärken. So wird dem eigenen Leben gedient. (W. Dittrich) (II/10a Intelligenz - ihre natürliche und wissenschaftliche Verwendung)
Irrtümer
Irrtümer werden für persönliche Fehlleistung gehalten, während geglaubt wird, daß die eigene Meinung "objektiv" und daher unpersönlich sei.
(II/3 Buchbesprechung: Mitterer/Das Jenseits der Philosophie)
Konstruktivismus
Der Konstruktivismus will also eine Theorie des Wissens sein und nicht eine Theorie des Seins. (W. Dittrich) (III/4 Buchbesprechung: Einführung in den Konstruktivismus)
Kritischer Rationalismus
Daher möchte ich mich nicht mit einem kritischen Rationalismus begnügen, sondern halte einen selbstkritischen Rationalismus für erforderlich.
(I/A1 Philosophie und Naturwissenschaft im Dialog zusammenführen)
Kulturkampf - kein Zitat
Kampf zwischen zwei Auffassungen von Wahrheit, z.B. zwischen den "ewigen" Wahrheiten, die religiöse Führer vorgeben zu vertreten, und zwischen den pragmatischen Wahrheiten des positiven Rechts, auf denen die gesellschaftliche und staatliche Ordnung beruht. Aber auch durch unterschiedliche Auffassungen von Wahrheit bei Natur- und Geisteswissenschaftlern ergibt sich ein Kulturkampf, was zur Folge hat, dass sich beide gegenseitig weitgehend ignorieren. Während erstere sich auf punktuelle "Beweise" stützen, bei deren Zustandekommen und Interpretation vor allem Physiker ihren eigenen Anteil nicht wahr haben wollen, versucht der Geisteswissenschaftler das Ganze seines Fachs bzw. der Philosoph das Ganze überhaupt zu bedenken, einschließlich seiner eigenen Rolle. (L8 Meine Kolumnen 2002/2003, Text 14)
Lichtgeschwindigkeit
Wie der Name schon sagt ist die Lichtgeschwindigkeit die Geschwindigkeit des Lichts (in Bezug auf seine Quelle) und ggf. des elektromagnetischen Feldes, während andere physikalische Realitäten ihren eigenen Bedingungen unterliegen.
(I/C4 Der Tunneleffekt und eine Weltraumfahrt, die diesen Namen verdient)
Masse
Masse ist metrologisch das Maß eines mechanischen Widerstands (und keine Sache).
(I/A7 Grundlage einer Theorie des Messens)
Maßstäbe
Maßstäbe werden nicht gemessen sondern gesetzt. Sie sind etwas Geistiges, mit deren Hilfe wir verstehen.
(I/A6 Messen als Erkenntnisakt)
Mathematische Physik
Hauptsache man hat Gleichungen, mit denen man alles berechnen kann, ohne es auch noch verstehen zu müssen. Wie bequem und denkökonomisch zugleich! (I/B17 Ist Sachverstand von Übel? oder Der Untergang der abendländischen Denkkultur)
Mentalismus in der Physik - Versuch einer Definition
Mentalität: geprägte Denkungs- und Wertungsart eines denkenden und fühlenden Wesens. Mentalismus: die (zumeist unbewusste) Projektion der eigenen Mentalität auf Nichtdenkendes und Nichtfühlendes, in der Physik auf die unbelebte Materie, wodurch infolge des Verkennens ihrer Andersartigkeit geglaubt wird, sie zu verstehen!
Beispiel: Menschen beziehen den Zustand ihrer Ruhe und Bewegung letztlich immer auf die Erdoberfläche, was für sie als auf der Erde lebende Wesen für ihre Orientierung natürlich vernünftig ist. Der seiner Rolle als Beobachter nicht bewusste Mentalist geht stillschweigend davon aus, dass auch (vor allem von der Erde stammende) unbelebte physikalische Gegenstände hätten unsere geozentrische Denkweise übernommen, obgleich ihnen dazu sämtliche Voraussetzungen fehlen. So würde z.B. sich der Takt von GPS-Uhren an ihrer Bewegung relativ zur Erde orientieren (aber an welcher Erde: ihrer rotierenden Oberfläche oder ihrem Korpus als solchem?). Doch die im Orbit kreisenden Uhren unterliegen - wie jeder physikalische Gegenstand - einzig den vor Ort anwesenden Kräften, z.B. der mit der Höhe abnehmende Gravitation, wie es auch die ART berücksichtigt, einschließlich den bei ihnen ankommenden Steuersignalen. Ebenso geschieht die Beschleunigung von Raumsonden völlig unabhängig von ihrer Relativbewegung zur Erde. Nur eine solche Sichtweise ist eine physikalische, die diesen Namen verdient. Einsteins Lorentztransformationen dagegen sind Ausdruck seines Mentalismus schon deshalb, weil sie die nur durch und für den Beobachter existierende Wahrnehmung raum-zeitlicher Relationen zwischen beliebigen und einander entfernten Gegenständen und deren Berücksichtigung im Verhalten den Dingen unterstellt (es sei denn, Einstein selbst ging es wirklich nur um die Synchronisierung von Koordinatensystemen, also vom Beobachter benutzter Bezugssysteme). Doch reale tote Objekte sind dumm und unwissend, verharren von sich aus nur in ihrem Zustand (Newton). - Erläuterungen dazu s. u.a. I/B7a Was heißt "beobachten"?
Michelson-Experiment
Was erklärt die relativistische Erklärung (des Michelson-Experiments) denn mehr oder besser, noch dazu, wo sie eine starke Hypothese benötigt, nämlich die Relativität von Zeit und Raum, während die Erklärung durch die Nichtexistenz des Äthers gerade eine solche erübrigt?
(I/B11 Bedarf das sog. "Michelson-Experiment" einer relativistischen Erklärung?)
Naturgesetze
Naturgesetze sind Ausdruck des Soseins der Natur.
(I/B4L Allgemeine Grundlagen der Mechanik)
Newtonkritik, Quelle der
Die immer wieder aufkommende Kritik an Newton hat verschiedene Quellen. Grundsätzlich denke ich, daß die Kritiker Newton weder gelesen, geschweige verstanden haben. Motivierte Kritik kommt aus der deterministischen Ecke, denen der Newtonsche Realismus mit seinen immanenten Ursachen zutiefst zuwider ist. Und dann haben noch jene an Newtons Lehre oder an ihn selbst etwas auszusetzen, denen seine Rationalität ihrem Irrationalismus im Wege steht.
(I/A2 Prinzipien und Axiome)
Objektiv
Objektiv kann immer nur etwas sein, was einem Objekt und ihm allein zugehört.
(I/A4L Das Realprinzip als Erkenntnisstrategie)
Paradigma
Vornehme Umschreibung für Zeitgeist (durch Thomas S. Kuhn)
(I/A5 Strategien physikalischer Theorien)
"Ein Paradigma ist das Brett, das alle vor dem Kopf haben. ... Voraussetzungen, die keiner mehr hinterfragt." (Ernst Peter Fischer, Wissenschaftshistoriker) (III/1 Das Ende der Paradigmen und Theorien)
Philosophen, Anliegen der
Dem Humanum durch ungeschönte Wahrheiten Platz zu schaffen, sollte das erste Anliegen der Philosophen sein.
(III/11 Der Weg zum Humanum)
Philosophie, immerwährende
Solche Aussagen gehören zur immerwährenden Philosophie, in der das Geistige zum Bewußtsein seiner eigenständigen Natur kommt und aufhört, sich von mythischen Mächten oder von Objekten der Außenwelt beherrscht zu sehen.
(II/5a Parmenides im Klartext)
Prinzipien und Axiome
Prinzipien und Axiome sind das der Vernunft Selbst-Verständliche, mit dessen Hilfe sie versteht.
(L8 Meine Kolumnen 2003/2004, 1. Kolumne: Sokratischer Relativimus)
Prinzip der Relativität
Was besagt nun ein Prinzip der Relativität erkenntniskritisch betrachtet tatsächlich? Es besagt, dass die Bewegung von Objekten keine Eigenschaft ist, die ihnen selber zukommt. Es bedarf immer eines Beobachters, der die Lage eines Objektes in Beziehung zu einem anderen Objekt setzt, das ihn als Bezugspunkt oder Bezugssystem dient. Das ist die wahre Relativität der Bewegung: ihre Abhängigkeit von einem Bezug, den ein Beobachter setzt.
(I/B15 Haben wir Einsteins "Prinzip der Relativität" schon wirklich verstanden?)
Problem der Physik
Das Problem der Physik ist, daß ihr rationale Kriterien fehlen, z.B. in Form einer allseits anerkannten soliden Metrologie.
(I/B3 "EPPUR SI MUOVE" - Zwischen Instrumentalismus und Realismus)
Probleme
Probleme sind oft genug die Folge einer unangepassten Denkweise. - div. Fundstellen
Problemlösung durch Hypothesen
Wer Probleme durch Hypothesen "löst" hat das Problem, seine "Lösung" und deren Probleme. Wer Probleme vermeidet, hat nichts von allen drei. (I/A3 Deduktion aus Erfahrung)
Pseudophysik
Und in meiner Sicht bleiben physikalische Größen physikalische Größen, mit denen wir uns die Welt rein geistig aneignen, und werden nicht zu physikalischen Pseudogegenständen mit den physikalischen Pseudoeigenschaften "Ruhe" und "Bewegung", mit denen heute so gern argumentiert wird. Diese Pseudophysik hat die Physik von ihrem wahren Gegenstand - der Materie in jeder Form - m.E. am meisten entfremdet hat, weshalb sie neu erfunden werden müsste,...
(II/18 Mein Weltbild/1. Meine Kosmologie/Anmerkungen)
So ist "Masse" eine Eigenschaft von Materie, nämlich das Maß ihrer Trägheit, die nur aufscheint, wenn auf die Materie eingewirkt wird, ist aber nicht schon die Materie selbst. "Geschwindigkeit" ist das Maß einer Ortsveränderung von Materie, aber keine Eigenschaft die eine Sache schon für sich selber hat. Sie scheint nur auf, solange der Beobachter ein Objekt in Beziehung zu einem von ihm gewählten Bezug sieht. Und die Zeit als das Maß der Dauer ist genausowenig ein physikalischer Gegenstand, wie alle anderen physikalischen Größen auch. Und Raum ist immer gerade dort, wo nichts ist. Soweit z.B. Größen und sekundäre Eigenschaften als das objektiv Gegebene behandelt werden, haben wir es mit einer Pseudophysik zu tun. Man kann mit ihr vielleicht ganz wunderbar rechnen, doch ein Verständnis der Dinge zu vermitteln ist ihr nicht möglich. (div. Dateien)
Rationalität
Rationalität ist ein Werkzeug der Kognition, aber allein noch kein Garant von Richtigkeit, denn das Ergebnis rationaler Operationen hängt von den Prämissen ab, weshalb es so wichtig ist, sich um diese zu kümmern.
(III/3 Das Verstehen des Verstehens, Pkt.7)
Raum und Zeit
Ich sehe die Dimensionalität als ein Verständnismuster von Beziehungen (Ordnungen) in die wir die Dinge setzen. Dabei wird die durch das Gedächtnis ermöglichte Beziehung des Nacheinanders, die Zeit, wegen der mit ihr verbundenen Dynamik von den statischen und damit vital weniger wichtigen Ordnungen des Neben-, Hinter- und Übereinanders unterschieden.
(III/3 Das Verstehen des Verstehens, Pkt.7)
Und die Raumkoordinaten sind von der Zeitkoordinate dadurch unterschieden, daß Längenmaße uns nebeneinander, also zugleich, Zeitmaße aber in Abhängigkeit von einem Taktgeber nacheinander gegeben werden, was durch die digitale Zeitanzeige besonders anschaulich wird. (I/A4 Das Realprinzip als Erkenntnisstrategie)
Realprinzip
Argumentationsgrundsatz: zu versuchen, gedanklich und sprachlich weitmöglichst auf der Objektebene zu argumentieren (und nicht auf der Ebene der Relationen).
(I/A4K Das Realprinzip als Erkenntnisstrategie)
Relativgeschwindigkeit zwischen Objekten
Eine Relativgeschwindigkeit zwischen Objekten scheint nur dann auf, wenn ein Beobachter Objekte rein mental miteinander in Beziehung setzt, was natürlich für die Objekte selbst ohne jede physikalische Bedeutung ist.
(I/B11a Und Einstein hat doch nicht recht: Kaffee bleibt heiß im ICE)
Relativistische Forschung
Da gibt es eine relativistische Forschung, die durch "Messung" "bewegter" Uhren beweisen will, warum Bewegung am Bewegten selbst nicht direkt gemessen werden kann (z.B. die Bewegung der Erde um die Sonne),... (auf III/6: Ein Fazit kritischer Buchbesprechungen)
Relativistische Physik
Die relativistische Physik geht einerseits von der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit aus, während sie zugleich die Konstanz des Meßgrößen Länge und Zeit, durch die wir einzig von der Konstanz oder Nichtkonstanz einer Geschwindigkeit etwas wissen könnten, bestreitet und somit ihrer ersten Behauptung die Grundlage nimmt.
(I/A8 Plädoyer für eine zeitgeistfreie Physik)
Rolle des Beobachters
Der in seiner Rolle erkannte Beobachter ist die ins Bewußtsein gehobene und gemeisterte Subjektivität.
(II. Vorwort)
Selbst-Verständliche
Das Selbst-Verständliche ist das dem Verstand unmittelbar, d.h. ohne Rückgriff auf die Erfahrung, Verständliche und kann dementsprechend von jedermann zu jederzeit geprüft und nachvollzogen werden, wie z.B. dass 2 mal 2 = 4 ist. (Meine Kolumnen 2002/2004, letzte Kolumne: Über das Selbst-Verständliche)
Sekundäre Qualitäten
Eigenschaften, die durch die Art unserer Wahrnehmung von Objekten entstehen
(II/1 Zeit und Sein als Themen)
Sinn einer Aussage/Handlung
Etwas hat Sinn/macht Sinn, wenn es geistig nachvollziehbar ist.
(I/A7 Grundlage einer Theorie des Messens)
Sinn des Lebens
"Und warum lebst du?" - "Meiner Treu, ich weiß es nicht, - ich lebe gerne!" (Meister Eckhart)
(II/12 "Könntet ihr mit meinem Herzen denken ...")
Sprache
Erst die Bedeutungsvermittlung lässt etwas zur Sprache werden.
(III/1a Die Generierung des Geistigen)
Die Sprache bedurfte zu ihrer Entstehung des Zuhörers. (II/15 Autismus als Forschungsgebiet)
Transzendenz
Hieraus ergibt sich der Begriff der Transzendenz, als jene Grenze, die uns durch unsere kognitiven Fähigkeiten gegeben ist.
(II/11 Meister Eckhart und das Sein an sich)
Tugend des mündigen Bürgers
Wie ich mich hier zugleich mit dem doktrinären Determinismus auseinandersetze, prüfe ich dort zugleich die Argumente des dogmatischen Reduktionismus, stets in dem Bestreben, den Blick auf alle Wirklichkeiten offen zu halten bzw. ihn zu öffnen. Dieser offene Blick gehört für mich zu den Tugenden eines mündigen Bürgers, um den es mir geht.
(I/A9 Kausalität contra Determinismus)
Unabhängigkeit physikalischer Größen
Die Unabhängigkeit physikalischer Größen vom Bewegungszustand ergibt sich auch aus der ansonsten immer zurecht genannten Gleichberechtigung aller (unbeschleunigten = kraftfreien) Bezugssysteme, die mit der Annahme einer zugleich unterschiedlichen Raumzeit jedes Systems in Abhängigkeit von einer zufälligen Relativgeschwindigkeit unvereinbar ist.
(I/B11a Und Einstein hat doch nicht recht: Kaffee bleibt heiß im ICE)
Universum
Das (uns bekannte) Universum ist jene große, aber begrenzte Menge Materie, die durch einen gemeinsamen Urknall gegangen ist. (I/C3 Gottes Urknall?)
Nachtrag: heute unterscheide ich zwischen dem Universum (mit unendlich vielen Kosmen) und dem Kosmos als einer durch einen "Urknall" geordnete Unterheit des Universums, ähnlich wie das Verhältnis zwischen unserem Kosmos und seinen Galaxien ist. (I/C1 Was war vor dem Urknall?)
Unschärfe
Daher beschreibt Heisenbergs Unschärferelation, besser Unbestimmtheitsrelation genannt, eine nicht aufhebbare Unschärfe/Unbestimmtbarkeit unseres Wissens und nicht eine Eigenschaft der Quanten, weil eben jeder bestimmte Zustand von einem Beobachter bestimmt ist.(I/B13 Jeder bestimmte Zustand ist durch einen Beobachter bestimmt)
Unverfügbares
...Tat, Erleuchtung, Verzauberung, Zukunft, Werk, Aufscheinen, Auftrag, Botschaft, Einfall, Geist, Unplanbares, das Ureigene, Witz, Genie, Gewitter, Potenzial, Tag. (II/9a Buchbesprechung: Rombach/DER KOMMENDE GOTT)
Verhaltenskodex für Wissenschaftler
Ohne eine Art Ombudsmann und ein Ehrengericht wird er mehr oder weniger nur eine schöne Absichtserklärung bleiben.
(I/B1 Der Verhaltenskodex der DPG)
Vernunft/Gerechtigkeit
Das (sachge)rechte Maß in allem Denken und Tun.
(II/5a Parmenides im Klartext)
Verschränkung
Durch einen gemeinsamen Ursprung verschränkt zu sein, erscheint mir so als eine allgemeine, zur Materie gehörende Eigenschaft von den allerkleinsten bis zu den allergrößten Systemen, der weiter nachgegangen werden sollte,... (I/B13 Jeder bestimmte Zustand ist durch einen Beobachter bestimmt. Buchbesprechung)
Verstand
Genau dazu hat der Mensch doch seinen Verstand, damit er nicht den aus dem Unbewussten kommenden Impulsen ausgeliefert ist!
(I/B8a Rätselhafter Einstein, Essay 11)
Verständnis
Verständnis ist die (unbewußte) Rekursion des Unbekannten auf ein Vertrautes, dem wir trauen.
(III/3 Das Verstehen des Verstehens, Pkt.10)
Verständnis der Dinge
Als erster Denker hat Parmenides zum Verständnis der Dinge nicht bei ihnen sondern beim Denken und Wahrnehmen selbst angesetzt.
(II/5 Was uns hindert, die Einheit des Daseins zu sehen)
2. Wahrheit hat viel mit der Feinfühligkeit zu tun, wie sie durch das Fingerspitzengefühl verkörpert wird: sie ist die Ausgewogenheit einer Aussage (vor dem Hintergrund des Wissens). (III/7 Die Waage der Welt)
3. Im strengsten Sinne "wahr" ist eine Aussage dann, wenn sie uns sagt, welche Eigenschaften eine Sache für sich selber hat, was John Locke ihre "primären Qualitäten" nannte. (II/10 Die Subjektivität meistern)
Wahrnehmungen
Wahrnehmungen sind antagonistische Wertungen von Energien (laut-leise, hell-dunkel usw.), vermittelt durch speziell sensibilisierte Zellen der Haut, wodurch Dinge zum Erscheinen gebracht werden.
(II/2 Einsteins Frage nach der Gegenwart)
Weisheit
Das Wissen um unser Nichtwissen ist die Quelle der Weisheit.
(1a Prolog. Wissen-Nichtwissen-Weisheit)
Weltbilder, Theorien
Weltbilder und Theorien sind der Spiegel unseres Denkens über die Welt.
(II/5a Parmenides im Klartext)
Wirklichkeit
Die Wirklichkeit ist also der (Wider-)Schein der Realität, nämlich wie sie in der Wechselwirkung nach außen hin aufscheint.
(3 Meta-Einführung der wichtigsten Themen)
Wissen
Wissen ist ein Mittleres. Nur dadurch ist es in der Lage, Mittler zwischen Objekt und Subjekt zu sein. So gesehen wäre ein "objektives Wissen" ein Widerspruch in sich.
(II/7 Das Gehirn und sein Ich)
Wissen, objektives
Nur die These, daß das Gehirn kein objektives Wissen besitzt, bedarf keiner Begründung, weil sie ja nichts voraussetzt.
(II/7L Das Gehirn und sein Ich)
Wissen, persönliches
Persönliches Wissen ist jene Erfahrung, die abrufbar im Gedächtnis bleibt.
(I/A6L Messen als Erkenntnisakt)
Wissenschaft
Wissenschaft ist die Methode, Wissen zu schaffen. (div. Stellen)
Wissen wird nur insofern zum wissenschaftlichen und damit nachvollziehbaren Wissen, als es durch die Einhaltung anerkannter Kriterien gewonnen wird bzw. diesen entspricht.
(I/A8 Plädoyer für eine zeitgeistfreie Physik)
Würde des Menschen
"Denn wo ein jeder Mensch im eigenen Innersten berührt ist, da ist er letztlich selbst für seine Gewissensentscheidungen verantwortlich, solange wir in einer Gesellschaft leben, die darauf begründet ist, in der Gewissensfreiheit jedes Einzelnen den Kern der Würde jedes Menschen zu achten." (Hubert Markl, Biologe, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft) (III/8a Die Würde des Menschen. Humanität contra Moral)
Zeit
Zeit ist (metrologisch) das Maß der Dauer (Newton).
(I/A7 Grundlage einer Theorie des Messens)
Zeit, absolute
Mit der "absoluten, wirklichen und mathematischen Zeit" (Newton) ... ist ein Zeitmaß gemeint, das von
Einflüssen der Randbedingungen eines Uhrenganges frei gedacht wird, also das Ideal einer Zeit als Maß, wie sie den Bemühungen der Metrologie zugrundeliegt.
(I/B9K Die Zeit - "ein äußerliches Maß der Dauer")
Ziel der Wissenschaft
Daher halte ich es für das Ziel der Wissenschaft des 21. Jahrhunderts, zu einer interdisziplinären Gesamtwissenschaft über die Bezogenheit aller Dinge und allen Wissens von ihnen zu kommen, unter Einbeziehung des Beobachters und seiner kognitiven Strukturen.
(III/1 Das Ende der Paradigmen und Theorien)
Zufall, zufällig
"Zufällig" heißt "ungeplant", nicht mehr und nicht weniger!
(I/A9 Kausalität contra Determinismus)
Der Zufall ist so kein Zufall, sondern er liegt im Gesetz der großen Zahl begründet, das alles irgendwann und irgendwo ermöglicht, ohne dass da jemand steuernd eingreifen muss. (II/18 Mein Weltbild/2. Der geheime Schöpfer, auch 1. Meine Kosmologie)
Zynismus
Der Zynismus ist die Kapitulation des Geistes vor den Widersprüchen.
(III/6 Ein Fazit kritischer Buchbesprechungen)
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