Achtung! Hier kommt Philosophie!

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Achtung! Hier kommt Philosophie!

Der Autor


Helmut Hille

  • Heilbronn
  • eMail:
    autor@helmut-hille.de
  • Internet:
    www.helmut-hille.de
    und
    www.helmut-hille-philosophie.de

Hobbys

       I am sailing:
       Foto: W.Dittrich
Als Segler habe ich gelernt, zwischen scheinbarem (erlebtem) und wahrem Wind (Wind ohne Fahrtwind) gedanklich zu unterscheiden. Den Unterschied zwischen Schein und Sein aufzuklären, gehört für mich zum Gegenstand und Inhalt einer Wissenschaft, die diesen Namen verdient.

  I am walking:
  
  ZU DEN QUELLEN
  Im Brunnenhaus der Sprache
  umfangen uns
  Kühle und Klarheit -
  aber auch das Dunkle
  erdverwachsener Wurzeln.
       Aus den Luzernefeldern,
       den Wermutsteppen
       kommen wir,
       durstig hinabsteigend
       zu den Quellen...
  Roswitha Safar


in memoriam
Diese Seite ist meiner heute vor 30 Jahren leider viel zu früh verstorbenen Frau Erika Hille, geb. Oexl, Jahrgang 1928, gewidmet.
Heilbronn, den 15. November 2006

Fast heiter bist Du von uns gegangen,
trotz Deines schweren Schicksals.
Blicke ich zum nächtlichen Winterhimmel empor,
denke ich, Du bist jetzt da oben - auf dem Sirius
und blickst liebevoll zu uns herunter.
Warum sonst würde der Stern so hell mir leuchten?


So vor mich hin gesprochen
letzter Eintrag

"Jeder kennt, hoffe ich, diesen Unterschied. Das Selbstgespräch ist die freiere Rede als die adressierte." (Martin Walser in DIE Zeit Nr.3 vom 13. Januar 2000: "Über das Selbstgespräch")

Es ist mein Bestreben, Zusammenhänge so einfach darzustellen, wie sie sind.

Meine Kritik ist weder zufällig noch punktuell.

Ich habe einen Hunger nach Argumenten.

Ich schreibe nur, wenn es mir Freude bereitet und folge so meinem inneren Licht - doch immer wieder zeigt sich, dass meine Gedanken auch hochaktuell sind.

Bei mir wird man nur wenig Philosophie als Philosophiegeschichte finden. Ich denke noch selbst.

Ich versuche nicht, etwas zu erklären, sondern es zu klären.

Die Wahrheit ist weder tröstlich noch bequem, sondern nur wahr.

Die drei großen R, ohne die Wissenschaft nicht gelingen kann: Redlichkeit, Realitätssinn und Rationalität.

Die drei großen Z, welche für die unbelebte Natur keine Bedeutung haben: Zeit, Zahl und Ziele.

Nur Menschen mit echten Einsichten sind geistig mündig und stehen nicht in der Gefahr, von anderen manipuliert zu werden.

Drei Hoffnungen:

  • Meine Homepage enthält viele "Links". Ich hoffe, dass sie mehr und mehr zum Missing Link zwischen Philosophie und Wissenschaft wird. - In den "Internetquellen" zur Philosophie des von der DFG geförderten WEBIS-Projekts (WEB-Bibliotheks-Informations-System zur überregionalen Literaturversorgung in Deutschland "als eine verteilte Nationalbibliothek") wird auf WEGE DES DENKENS inzwischen schon wie folgt hingewiesen: "Texte von Helmut Hille an der Schnittstelle von Philosophie und Physik, Kosmologie, Gehirnforschung, Biologie und Evolution" (auf der Website der Universitäts-Bibliothek Erlangen-Nürnberg, Sammelschwerpunkt Philosophie, Texte und Quellen, Primärtexte).

  • Doch ich hoffe auch, dass die Philosophie nie zu einem Teil der alles zu Zwecken des Menschen vereinnahmenden Wissenschaft wird, als eine weiter Vereinnahmung, sondern ihr Widerpart bleibt: eine Mahnung, den Gegenständen der Erkenntnis sich selbstlos in Respekt und Liebe zu nähern - aus Liebe zur Weisheit eben und nicht aus Liebe am Nutzen der Dinge. Die Liebe zur Weisheit ist es, die den Menschen intellektuell aus dem Tierreich heraushebt und die seine Würde ausmacht. Lassen wir uns beides - Weisheit und Würde - niemals nehmen!

  • Ich hoffe ferner, meine beiden Homepages halten, was man sich im Internet an Aufklärung verspricht.

Definitionen philosophischen Tuns
als Ausdruck der Liebe zur Weisheit, wie sich in Kontexten ergaben:

  • Das Gehirn weiß objektiv nichts. Aber es weiß sich zu helfen. Und der Weise weiß eben dieses. So der Wissensillusion ledig, fängt er an zu verstehen.

  • Dem Humanum durch ungeschönte Wahrheiten Platz zu schaffen, sollte das erste Anliegen der Philosophen sein.

  • Jeder dogmatische Standpunkt macht die Menschen nur dumm und unehrlich und die Mächtigen dazu gewalttätig. Aufklärung heißt, der Dummheit schaden zu wollen.

  • Wer glaubt, ohne Kriterien urteilen zu können, kennt nur seine Kriterien nicht.

  • Vor-Urteile bewusst zu machen und sie nach Prinzipien der Vernunft zu prüfen, ist die Aufgabe des Philosophen.

  • Ein durch Vernunftkriterien abgesichertes Wissen wäre für mich ein weises Wissen. So ist nicht zufällig die Philosophie die Liebe zur Weisheit. Und ihr Quell ist das Wissen um das eigene Nichtwissen. Es ist nicht das Ende, sondern der Anfang der Weisheit.

  • Niels Bohr sagte: "Wir müssen lernen, dass wir im Spiel des Lebens Zuschauer und Schauspieler zugleich sind." Nur so wandeln wir uns von Toren zu Weisen. Und um genau das geht es der Philosophie. Oder sollte es ihr gehen.

  • Diese Einsicht ist überhaupt nicht neu sondern geradezu der Impetus allen Philosophierens, sagte doch schon Laotse: "Andere erkennen ist klug, sich selber erkennen ist weise".

  • Und die je eigene Kompetenz und Arbeitsweise des Geistes zu erkennen und zu nutzen ist Aufgabe einer der Selbstfindung des Geistes dienenden Philosophia perennis - einer immerwährenden Philosophie.

  • Weder kann Wissen ohne Weisheit, noch Weisheit ohne Wissen gelingen. Daher kommt es darauf an, beide zusammenzuführen und zu einem intelligenten Umgang mit Nichtwissen und menschlicher Subjektivität zu kommen.

  • Mehr als vernünftige Wahrheiten zu erwarten, ist unvernünftig.

  • Wer sein Verstehen nicht versteht, versteht letztlich gar nichts.

  • Wer Selbst-Verständliches nicht versteht, hat keinen Verstand.

  • So wie Newton einst mit selbst-verständlichen Axiomen begann, versuche ich, ebenfalls mit Selbst-Verständlichem beginnend, mich dem verständigen Leser verständlich zu machen.
Bewusstsein und Realität

  • Bei Sachverhalten gehe ich nicht von "Vorstellungen" aus und versuche sie zu vermitteln, sondern beschreibe, wie die Sache sich mir stellt, wenn ich mir ihr möglichst offen zu nähern versuche. Dabei ist es manchmal nötig, sie aus verschiedenen Richtungen anzugehen, um ein schärferes Bild von ihr zu gewinnen.

  • Dabei weiß ich heute: Selbst sogenannter "Sachverhalte" werde ich mir nur durch Urteile bewusst, die auf meinem Wissen und meinen Meinungen beruhen. Wenn ich zu registrieren vermeine, mein Gegenüber ist ein Mensch oder ein Baum, hat mein kognitiver Apparat zuvor bereits einen Abgleich aller Möglichkeiten gemacht und das plausibelste Ergebnis mir vorgelegt.

  • Selbstverständlich gibt es vernünftigerweise eine beobachterunabhängige Wirklichkeit - aber nur solange, wie sie nicht beobachtet wird, ist doch jede Beobachtung schon eine Interpretation des kognitiven Apparates. Im Mikrokosmos ist sie darüberhinaus auch noch Wechselwirkung, die den unbeobachteten Zustand zwangsläufig verändert.

  • Trotzdem ist es wichtig, die zielführende Idee einer beobachterunabhängigen Realität beizubehalten, ist sie es doch gerade, die uns nach der Rolle des Beobachters fragen lässt.

  • Wir wissen nicht so viel von der Natur, weil wir ein Teil von ihr sind, wie die Epistemologen so schön einleuchtend sagen - aber auch ein Stein ist ein Teil der Natur, trotzdem wird wahrscheinlich kein Epistemologe ihm ein reiches Wissen bescheinigen wollen, so daß sich das so plausibel klingende Argument in Luft auflöst - sondern, weil wir sie zu einem Teil von uns machen können, denn diese Fähigkeit ist es, die Lebewesen von Steinen unterscheidet.

Selbst wenn wir Begriffe definieren, müssen wir doch mit Begriffen beginnen, die undefiniert sind. So ist die Unschärfe von Anfang an in unserem Denken.

Der Philosoph arbeitet am Begriff und am Argument, der Dichter an der Sprache. Während der Philosoph dem Leser nicht ersparen kann, an seinen Mühen teilzunehmen, erhebt ihn der Dichter sinnstiftend aus den Mühen seines Tagwerks. Darum erscheint er dem Philosophen so überlegen. Schiller an "Goethen": "Soviel ist indes gewiß, der Dichter ist der einzige wahre Mensch, und der beste Philosoph ist nur eine Karikatur gegen ihn." Freilich, gegen Goethe sieht jeder schwach aus. Trotzdem: wer als "Philosoph" mehr mit der Sprache spielt oder in Sprache schwelgt statt an den Begriffen und den Argumenten zu arbeiten und Sachverhalte zu klären, muss sich sagen lassen, dass er seine Aufgabe verfehlt hat, seien seine Sätze auch noch so brillant.

Karl Marx hatte insofern Recht, als es nicht darauf ankommt, die Welt immer wieder neu zu interpretieren, denn unser Weltbild ist ja schon eine Interpretation des kognitiven Apparates. Aufgabe von Philosophie und Wissenschaft ist es daher, diese Interpretationen zu entschlüsseln, um unser Weltbild objektivieren zu können, wollen wir als globale Menschheit zu einem angemessenen Umgang mit den von unserer Massenhaftigkeit und unseren wissenschaftlich-technischen Komplex erzeugten Problemen kommen. Um die Welt positiv verändern zu können, genügt es nicht, nur ihre sozialen Defizite zu kennen. Die mentalen sind viel gravierender und tiefer sitzend. Wer nur von der Gesellschaft her denkt und handelt, hat die wichtigsten Faktoren, die es zu bedenken gilt - den Menschen und seine Einstellung zur nichtmenschlichen Mitwelt - schon übersehen.

Der Fehler der Materialisten ist ihre Meinung, sie wüssten, um was es sich bei der Materie handelt. Daher könnten sie mit "Materie" alles "erklären". Der Fehler der Idealisten ist, sie wüssten was "Geist" ist.

Solange jemand nicht sagt, was er unter "Geist" und was er unter "Materie" versteht und worin sich beide unterscheiden, ist es eigentlich gleich, mit welcher der beiden Metaphern er eine Welterklärung unternimmt. Mit Unklarem kann man sowieso nichts klären.

Der dogmatische Materialist möchte alles Geistige wegerklären - dabei ist nichts so rein geistig wie seine Ideologie. Vor dieser Art geistiger Verwirrtheit ist man in keinem Alter geschützt.

Eine Ideologie will immer nur sich selbst "beweisen" - denn sie hat es nötig.
Doch jeder Beweis ist nur soviel wert, wie der Geist, in dem er geführt wird.

Es ist stets leichter Irrtümer zu bedienen als sie aufzuklären.

Denkökonomie - soll das nun heißen, von seinem Verstand nur den sparsamsten Gebrauch zu machen und die erstbeste, gefühlsmäßig einleuchtende Erklärung gutzuheißen? - Doch ersparte Gedanken bringen keine Zinsen, im Gegenteil!

Eine Denkmöglichkeit/Hypothese als Wirklichkeit anzusehen und dann eine (kühne) Fakteninterpretation für einen "Beweis" zu halten - das heiße ich, Forschheit mit Forschung zu verwechseln.

Hieran ersieht man, dass der Mensch mit der Wissenschaft generell überfordert ist. Daher beschränkt er sich zwangsläufig auf das Machbare, ohne die Sache selbst im Grunde zu verstehen.

Eine Theorie, die nichts Reales zum Gegenstand hat, kann an der Realität auch nicht scheitern!

Nicht nur die Schönheit sondern auch die Wahrheit liegt in den Augen des Betrachters. Während man über erstere nicht streiten kann, muss man aber nicht nur über, sondern auch für die Wahrheit streiten, soll es geistigen Fortschritt geben.

Als mündige und weltoffene Bürger aber sollten wir unsere inhaltlichen Überzeugungen ohne jede Ängstlichkeit immer unter Revisionsvorbehalt stellen können, wollen wir nicht die Knechte sondern die Herren unserer Meinungen sein - sind und bleiben doch alle geistigen Wahrheiten Wahrheiten aus zweiter Hand.

Im Münchner Arbeitskreis der Gesellschaft für kritische Philosophie waren überwiegend Ingenieure reiferen Alters vertreten, zu denen ich auch gehörte. Ich denke, dass Sachverstand und konstruktives, langjährig an der Realität geschultes Denken keine schlechten Voraussetzungen für das Philosophieren sind.

So sehr Spezialisten vonnöten sind: Kein Spezialist zu sein - Prof. Lorenz B. Puntel nannte mich "einen Universalisten" - hat schon den Vorteil, dass das Denken nicht von den (Schein-)Problemen eines Fachs absorbiert wird und dass man nicht auf Lehrmeinungen und Empfindlichkeiten der scientific community Rücksicht nehmen muss.

Und das wäre doch ein einprägsamer Buchtitel: ERHELLUNGEN von Helmut Hille. Inzwischen habe ich ihn auf meiner Website ZEIT UND SEIN übernommen.

Wenn philosophische Gesellschaften mehr und mehr von Naturwissenschaftlern (besonders von Physikern) unterwandert und dominiert werden, wird der Szientismus zu einer Plage. Die Religionen wollten die Philosophie für sich vereinnahmen, der Szientismus aber, von der Wiener Schule bis Kanitscheider, sie abschaffen. So ist ganz klar, wer ihre größeren Gegner sind. Doch der Philosophie ihre eigenständige Existenzberechtigung abzusprechen ist eben auch eine Art des Philosophierens.

Rationalistische Fundamentalisten sind um keinen Deut besser als christliche oder muslimische - persönlich eher noch unerträglicher und intoleranter. Findet der echte Philosoph, der auch immer Wissenschaftsskeptiker sein wird, weil er eben überhaupt Skeptiker ist, kein Gehör, dann bleibt ihm nur der Ausweg, sich von den Wissenschaftsgläubigen und ihren neuen Kirchen zu trennen, will er sich die Freiheit des Geistes bewahren.

Hier noch einmal die Felder des Denkens von der Startseite und ihre etwas boshafte Fortsetzung:

Der Verfasser lebt als freier Autor in Heilbronn. Vorher lebte ich 50 Jahre in München. Schwerpunkt meiner Arbeit sind erkenntniskritische Studien. Ich bin Mitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e.V. (DPG) und war Gründungsmitglied und lange im Vorstand der Gesellschaft für Kritische Philosophie (GKP), Nürnberg. Von 1955 bis zu ihrer Auflösung im Jahre 1984 war ich Mitglied der Keyserling Gesellschaft für Philosophie. Als Mitglied der DPG legte ich von 1995 bis 1998 auf Physikertagungen der DPG vor verschiedenen Fachverbänden grundlegende Gedanken zur physikalischen Forschung dar. Auf der DPG-Tagung in Berlin zum Einsteinjahr 2005 war ich als Mitglied des neu gegründeten AK Phil (Arbeitskreis Philosophie der Physik) mit 3 Vorträgen und auf 2 Postersitzungen vertreten. Die Liste der Referate und Veröffentlichungen ist über das Menue "Publikationen/Ref." (im 3. Block) und über einen Link am Ende dieser Seite zu erreichen. Die Berliner Texte sind als "Anhang 1" auf meiner Website ZEIT UND SEIN dokumentiert. Im gleichen Anhang und ab Anhang 4 finden Sie die DPG-Texte späterer Jahre, in Anhang 2 und 3 meine Referate vor dem Institut für Neue Medien in Frankfurt am Main sowie einen Gastbeitrag. Die Wiedergabe der Texte im Internet steht in der Absicht des Autors, eine Diskussion seiner Gedanken zu fördern (inzwischen auf einem guten Weg - s. im Menue "Feedbacks/Links" bzw. oben unter "Linksammlung" sowie "Besucher/Länder") und um aus der hoffentlich ebenso zahlreichen wie sachlichen Kritik zu lernen.

Als Anlage zu dieser Homepage gibt es Gedichte des Autors und seiner Familie mit Computergrafiken von Elfriede Regenermel, ferner Reportagen zur Archäologie und vieles andere - über "L.Literarisches" im Menue am Ende des 2. Blocks.
Den Ausschnitt aus einer Würdigung des Autors durch den Philosophen Dr. Joachim Koch finden Sie hier.

Foto: H.Hille
Blick aus dem Münchner Fenster des Autors
weitere Fenster- und andere Blicke s. "Literarisches" L5 und L6


neuerer Eintrag

Anmerkungen zu aktuellen Themen

Der gerade noch hoch gelobte "European Manager of The Year" Wendelin Wiedeking muss gehen. Er war mit Porsche so erfolgreich, dass er seine Grenzen nicht mehr sah, ähnlich wie einst Hendl-Jahn, dessen Laufbahn ich etwas näher verfolgen konnte, war ich doch nicht nur einer seiner ersten Kunden - ich verkehrte schon in seinem ersten Wienerwald, das "Linzer Stüberl" hieß, als es noch Toni Schöpfs Weinstube war, wohnte ich doch direkt gegenüber - und wurde quasi vom WienerWald übernommen, sondern er war auch Kunde bei mir, als ich die Plangalerie entwickelt hatte (s. L19). Hochmut kommt vor den Fall. Eine kleine Sportwagenschmiede will den größten Autokonzern Europas übernehmen! Ich konnte diese Meldung gar nicht fassen. Wie einst der in Europa erfolgreiche Friedrich Jahn (1923-1998) in den USA dort gleich ganze Gastronomieketten auf Pump kaufte, versuchte es Wendelin hier auf Pump mit der Autokette VW. Beide Manager hatten wohl die Übersicht über ihre Möglichkeiten verloren, wie wir das auch von manchen Politikern kennen. Jahre nach seinem endgültigen Absturz sah ich Friedrich Jahn allein mit seiner Frau auf der Münchner Wies'n ganz bescheiden am Biergarteneingang vom "Käfer" sitzen - doch keiner kannte und beachtete den ehemaligen Großgastronomen und Duzfreund von FJS. Es gab mir irgendwie einen Stich ins Herz, hatte der Mann doch vieles bewegt und angeregt. Selbst die DDR hatte sich von ihm inspirieren lassen, nannte aber die Hendl "Broiler". Noch heute, über 55 Jahre später, besuche ich hier in Heilbronn gern den "WienerWald" und hoffe, dass er mir noch lange erhalten bleibt. Aber den gut dotierten Wendelin werde ich dort wohl nie sitzen sehen. Vielleicht sitzt er ja bald woanders. Die Staatsanwaltschaft hat jedenfalls ihre Ermittlungen aufgenommen.

Die dem Einzelnen einzig verbliebene Freiheit, die des Internets, ist den Regierenden, Parteien und Kirchen auch im angeblich so freien Westen schon lange ein Dorn im Auge, darum wird in den Medien unisono so alle halbe Jahr eine Zensurdebatte losgetreten. Dazu bemächtigt man sich Themen, bei denen man mit einer breiten Zustimmung rechnet. Mit der zuvor deswegen vielleicht hochgeputschten Kinderphornographie einer kleinen Minderheit hat man jetzt Erfolg gehabt, obgleich durch die Zensur bestimmt kein Kind weniger missbraucht und die Aufklärung eher behindert wird. Ursula von der Leyen kann sich die Ausweitung dieser Zensur auf weitere Themen durchaus vorstellen und Sozialisten neigen "um der sozialen Gerechtigkeit willen" sowieso zu einer staatlich regulierten Zuteilung von Gütern und Informationen. Das Ziel dieser ganzen Bemühungen ist, alle den Herrschenden unliebsamen Themen aus der Öffentlichkeit zu verbannen, so dass am Ende auch unorthodoxe Lehrmeinungen und Fakten nicht mehr veröffentlicht werden dürfen, so wie das schon lange in den Wissenschaftsmedien der Fall ist, wo angeblich "um der Qualität willen" alle Texte einer anonymen Zensur unterliegen, mit der nicht diskutiert werden kann, was der Öffentlichkeit kaum bekannt ist. Das Bild der Wissenschaft ist so immer das Spiegelbild der Weltanschauung der Redaktion, dass was ihr als Wahrheit genehm ist. So wird Neues, neues Denken und Aufklärung wirksam verhindert. Das Bekenntnis zum Fortschritt in der Wissenschaft gehört zu den Sonntagsreden von Politikern, mit denen man das Publikum einseift, um die Verschwendung von Steuermilliarden für nutzlose Forschungen zu rechtfertigen, während man wirklich Neues insgeheim fürchtet. Der Arbeitskreis "Philosophie der Physik" der DPG (Deutsche Physikalische Gesellschaft e.V.), dem ich angehöre, wollte einmal wie andere Organisationen Beiträge seiner Mitglieder gesammelt ins Netz stellen. Ich schlug daraufhin einige Themen von mir vor. Abgesehen davon, dass man mir schrieb, Texte müssten in Englisch verfasst und unveröffentlicht sein, hieß es noch, dass sie erst von einem Physiker und einen Philosophen (anonym) geprüft werden müssten, "damit die Qualität gesichert ist". Ich sagte dann, nein danke, denn ich bin auf deren Gnade und Veröffentlichungen dank eigener Websites nicht angewiesen und habe schon lange ein breites Lesepublikum, dass sich die anderen erst erarbeiten müssten. Es gilt also wachsam zu bleiben und alle Zensurversuche im Internet zum Scheitern zu bringen. Heute will ja auch niemand mehr die Eisenbahn, das Auto und das Flugzeug verbieten, nur weil Verbrecher diese Einrichtungen ebenfalls nutzen. So wird nämlich bezüglich des Internets argumentiert, das nun für das Schlechte in der Welt verantwortlich sein soll, während die wirklich Verantwortlichen immer mehr aus dem Blick geraten.

Solange Hirnforscher nicht klar sehen oder zugeben wollen, dass das Hirn ein interpretierendes Organ ist und sie selbst daher auch nur Interpreten sind (vielleicht deshalb wollen sie es sich nicht eingestehen), werden sie m.E. nur Marginales zur Hirnforschung beitragen können, habe sie doch die Grundsituation des Hirns überhaupt nicht verstanden. Heute verlassen sich viele von ihnen auf die Interpretation bunter Bilder, die moderne Kernspin- und Magnetresonanztomographen (MRT) liefern. Um die Grenzen dieser Methode aufzuweisen hat Craig Bennett von der University of California einen toten Lachs in einen Hirnscanner gelegt und ihm den Versuchsablauf, bei dem er mitwirken muss, wie einem menschlichen Patienten erklärt. Bei der Auswertung der Daten "zeigte sich eine erhöhte Gehirnaktivität in einem speziellen, 81 Kubikmillimeter großen Bereich des Denkorgans." Der tote Fisch hatte die Aufgabe offensichtlich verstanden. "Keine Fragestellung ist zu abwegig, als das man sie nicht im Hirnscanner untersuchen würde." Und dann wird munter darauflos interpretiert. Einzelheiten dieser SZ-Meldung vom 24. September 2009 können auf der Seite WISSEN nachgelesen werden (s. http://www.sueddeutsche.de/ wissen/256/488650/text/). Man fragt sich: wäre bei solchen Interpretationen nicht doch eine echte Qualitätssicherung angebracht? Doch wer soll diese Qualität garantieren? Ein Übermensch oder Überweiser? Wer aber ist ein solcher? Ein Anonymus, der damit sein Geld verdient? Wohl kaum. Da ist es besser, man lässt auch fragliche Ergebnisse veröffentlichen, behauptet aber nicht, dass diese Meinungen nun die reine Wahrheit und der letzte Stand der Wissenschaft wären. Besser man überlässt die Beurteilung sowohl einer Vielzahl von Fachleuten, als auch kritischen Laien, die nicht der scientific community verpflichtet sind, und lässt alle dann miteinander ihre Argumente austauschen. Es kommt doch nicht so sehr auf solche zur Wahrheit erklärten und dann hingenommenen Details an, sondern auf die breite geistige Auseinandersetzung mit diesen und den zu ziehenden Schlussfolgerungen, die die Menschheit geistig weiterbringen. Auch Irrtümer können sehr produktiv machen, wenn man dabei nur genügend kritisch bleibt, während zur Wahrheit erklärte Meinungen das Denken blockieren. "Wissenschaft ist Machenschaft" hat der Physiker Hans-Peter Dürr einmal ganz richtig festgestellt.

Haben sich da in Berlin wirklich "Wunschpartner" zusammengefunden? Oder überwiegen nicht doch die Verwünschungen der Partner? Die beiden beteiligten kleinen Parteien werden hauptsächlich nur durch die Gier nach Geld zusammengehalten, das gar nicht da ist. Und Frau Merkel muss diesen Blick in den finanziellen Abgrund auch noch moderieren. - Da rüstet man mit Millionen Kinderkrippen und Kindergärten auf, um die vielen Problemkinder vor allem rein sprachlich auf die Schule vorzubereiten, und dann will man Eltern mit einem Betreuungsgeld belohnen, damit sie die Kinder zuhause erziehen, wo natürlich nur die Muttersprache gesprochen wird. Auch hier steht Deutschland am Abgrund, nämlich der babylonischen Sprachverwirrung und Seehofer ist ihr Flaggschiff. Arme Angie: wer solche Parteifreunde hat braucht keine Feinde mehr. Da wären Steinmeier und Steinbrück doch echte Freunde in Sorge um Deutschland gewesen und nicht die Lobbyisten einer kleinen Klientel von Besserverdienenden, die ihr Anliegen ohne Rücksicht auf Länder und Kommunen durchzudrücken versuchen. So wird nur erneut dem Links- und Rechtspopulismus in Deutschland Auftrieb gegeben.

Phaethon (nomen est omen): "Sohn des griech. Sonnengottes Helios, der seinen Vater überredete, ihn einmal den Sonnenwagen lenken zu lassen; Ph. hatte aber nicht die Gewalt, die Rosse zu halten, er kommt der Erde zu nah und stürzt ab." (Duden Lexikon) Wer muss da nicht an den Kärtner Landeshauptmann Haider und Bischhöfin Käßmann denken, die ebenfalls in Selbstüberschätzung mit ihren Phaeton auf ihre Weise auch der Erde "zu nah" kamen? Hätte sie da der Namen ihres Wagens nicht warnen müssen?

Harmlos, aber nicht ganz humorlos
Aussprüche und Beobachtungen, nicht nur von mir
auch die Liebe betreffend und manchmal albern
(einige der nur hier und in den wechselnden Anmerkungen zu findenden Personen bzw. Autoren stehen nicht im Personenverzeichnis)

In meiner Untersuchung des kognitiven Problems hatte ich geschrieben, dass die Dinge uns nicht sagen, wer oder was sie sind. Das muss ich jetzt einschränken, denn den Kindern sagt z.B. der Hund schon, dass er der Wauwau ist und die Katze, dass sie die Miau, die Kuh, dass sie die Muh und das Motorrad, dass es das Rrmm-rrmm ist usw. Aber auch uns Erwachsene hat der Kuckuck gesagt wer er ist. Und auch die krähende Krähe sagte es uns.

nocheinmal das Selbstgespräch:
Arzt: "Führt Ihre Frau oft Selbstgespräche?" "Ja, aber sie weiß es nicht, sie glaubt, ich höre ihr zu!" (Edita Heinrich, Berlin)

Ich rede auch mit Tieren. Das sind wohl auch nur Selbstgespräche. Doch verstehen Tiere die Körpersprache wahrscheinlich viel besser als ich, haben doch vor allem wir Männer verlernt, bewusst auf sie zu achten.

Die Relativität der Farben (vor allem von grün):

"Mutti, warum sind die Blaubeeren rot?" "Die Blaubeeren sind rot, weil sie noch grün sind."

Goethe, der mit seiner Farbenlehre Newtons mechanische Auffassung widerlegen wollte, dichtete im Faust (Mephisto zum Schüler): "Grau, teurer Freund, ist alle Theorie und grün des Lebens goldner Baum."

Politisch weiß man sowieso nicht, wie rot die Grünen sind, die auf ihre Weise einen Beitrag zu einer relativistischen Farbenlehre leisten.

Die Relativität der Krümmung:

Die Raumwände meiner Wohnung, die eigentlich gerade sein sollten, sind so gekrümmt (was ich wiedermal beim Verlegen von Holzsockelleisten feststellen musste), dass Einsteins "gekrümmter Raum" mir dagegen unendlich gerade erscheinen würde. (Inzwischen habe ich die Wohnung gewechselt.)

2 neue Naturgesetze

Durch umfangreiche Beobachtungen an Leinen und Schnüren bzw. an Kleiderbügeln u. ä. habe ich festgestellt:

Das Verknotungsgesetz:
1. Alles was sich verknoten kann, verknotet sich.
2. Die Anzahl der Knoten ist der Anzahl der Schnüre und der Anzahl der Bewegungen durch den Benutzer proportional.

Das Verhakelungsgesetz:
Alles was Haken hat, verhakelt sich.

Gesetz der Verdauung: Jets sind der Stuhlgang schwarzer Löcher.

Wunder der Liebe:

Ist Kinderlosigkeit erblich? (aus Abendzeitung, München)

Wer pflanzt sich nicht fort - tut nur so - und stirbt trotzdem nicht aus? (s. III/5 Soziobiologie)

Rentner glauben, sie hätten viel Zeit - aber sie wissen nicht, wieviel Zeit sie noch haben.

"Mutter werden am Telefon" - ein ganz neuer Service meiner Krankenkasse Deutsche BKK (aus DAS MAGAZIN Ausgabe 3.2005)

Es gibt Eunuchen. Doch gibt es auch Eunuchinnen? Oder Zwitterinnen? Wer beantwortet Dolores solche Fragen?

Ich weiß nicht, ob Frauen objektiv gesehen schön sind. Doch haben sie vieles, was Männer als schön empfinden. Das schönste ist für mich ein von Herzen kommendes Lächeln.

Wenn Dolores mir lächelt, dann lächelt mir das Universum.

Ein Beispiel der Transformation von Körpersprache in Begriffsprache:
"Was reizt dich noch an deiner (einst so schönen) Frau?" - "Jedes Wort!"

Das bleibt für mich eine der "ewigen" irrationalen Wahrheiten: schwarzhaarige Frauen stechen ins Auge, blonde ins Herz.

Blondinenwitze sind die Rache der Schwarzhaarigen.

Warum ist Glück so flüchtig? Es wäre wohl sonst kein Glück!

Wie sagte doch schon Thomas von Aquin (oder ein anderer gläubiger Thomas): "Mit Wundern kann man alles erklären. Man muss nur fest an sie glauben."

Gastarbeiter Pythagoras (Eine wahre Begebenheit)
Ein Maurer versucht mit Latte und Zollstock, etwas unbeholfen einen rechten Winkel anzulegen. Kommt der Bauherr vorbei und fragt skeptisch: "Arbeiten Sie mit dem Pythagoras?" "Noi, noi", versichert der Maurer, "i bin hoid goanz alloa doa." (Vom Webmaster berichtet)

Wer unbekümmert im Internet surft, hat noch nie eine Rechnung der Telekom selbst bezahlen müssen. (Dank Konkurrenz inzwischen günstiger.)

"Das Beste an einem maßvollen Leben ist, dass man ab und zu einmal über die Stränge schlagen kann." (Alke Prem)

Teufelsaustreibungen beweisen noch nicht die Existenz von Teufeln oder anderen Dämonen.

Ich kenne nur ein Untier. Und das ist der Mensch.

Landeswappen Bayern "Die Gedanken sind frei!" - schön und gut. Doch was ist das schon dagegen, wenn es heißt: "Die Getränke sind frei!" - und das vielleicht auch noch bei freier Auswahl!

Liberalitas Bavariae: Freibier für alle!

Auch das noch: Hochwasser in Bayern - viele Fische ertrunken!

Landeswappen Baden-Württemberg Nun lebe ich seit dem Jahr 2000 in der Weinstadt Heilbronn. Jetzt glaube ich zu wissen, was eine "Spätlese" ist: Wein der spät abends gelesen wird. Aber wieso wird Wein denn "gelesen" und nicht getrunken? Doch so Elke Heidenreich*: "Weinlesen macht nicht betrunkener als Büchertrinken belesener macht." Das rebenreiche Umland Heilbronns wird auch "die Philosophische Fakultät der schwäbischen Uni" genannt (eine andere haben sie ja auch nicht). Also gibt es auch entsprechende Lesungen. Da bin ich ja trotzdem richtig, auch wenn ich die Münchner Uni hier am meisten vermisse. Und jetzt weiß ich, warum ich immer schon dort leben wollte, wo Weinkultur herrscht und die Römer bereits gerne lebten.

Es ist wieder Besenzeit! Hier hat "der Besen" zwei wichtige gemeinschaftsstiftende Bedeutungen: Er ist einmal Symbol der "Kehrwoche", mit der der Schwabe Sauberkeit, Fleiß und Gemeinschaftssinn unter Beweis stellen kann und dabei noch den Hausmeister einspart. Dann ist "der Besen" aber auch die gute Stube bei einem Winzer (schwäbisch: Wengerter), wo der Einheimische auf sparsame Weise seinem gesunden Appetit demonstrieren kann - eine Art Arbeitsessen - man muss ja "schaffe", und zugleich seinen Patriotismus durch eifrigen Verzehr des einheimischen Weines zeigt, der ja irgendwie weg muss.

Wengerts Häusle mit Rose   ...mit Falke Fotos: H. Hille

Viele gehen nicht nur der niedrigen Preise wegen in den "Besen", wie mir eine Besenwirtin in Beilstein erklärte, sondern der Geselligkeit wegen, weshalb es im Besen immer so laut und voll ist. Freilich, Weinseligkeit kommt im Besen nicht auf, dazu fehlt einfach die Musi. Und wenn dann beim jährlichen "Feschtle" doch mal eine Musi spielt, passt sie selten zum Wein. Also, mit dem Heurigen in Grinzing ist die schwäbische Uni nicht vergleichbar. Da fehlt es den Schwaben offensichtlich am sangesfreudigen Gemüt. Und wenn wir (Dolores und ich) es einmal ruhiger haben möchten, folgen wir dem Vorschlag von Geheimrat Goethe, der an seinem 48. Geburtstag Heilbronn besuchte und eifrig recherchierte: "Wir gehn hinaus aufs Jägerhaus" (Faust, Osterspaziergang), wo einen der Wirt mit Handschlag begrüßt und die Bedienung nach dem Wohlbefinden fragt, während Besenwirte meist so tun, als ob sie ihre Gäste nicht kennen würden, außer natürlich bei Prominenten, wobei sie sich, wegen ihrer oft jahrhundertelangen Familientradition des Weinbaus am Ort und ihrer politischen Mandate, selbst für die Prominentesten halten, die meisten anderen für "Hereingeschmeckte" - "Zugeroaste" wie der Bayer sagt, aber eben nicht wirklich zugehörig. - Jetzt - 2010 - muss ich mich hier korrigieren. Das Jägerhaus hat einen neuen Wirt, der das genaue Gegenteil des alten ist, und zwei Sontheimer Besenwirte grüßen freundlich, ja von einem Wengerterpaar hier in der Nähe werden Dolores und ich sogar mit Handschlag begrüsst. Es ist schon fast so wie unter Freunden. Trotzdem bleibt die betrübliche Feststellung, wie wenig professionell manche Wirte hier sind.

Da meine Seiten immer auch der Information dienen sollen, hier der Ursprung des Besen-Kults*: "Am Anfang des Besens steht Karl der Große. Der Erlass "Capitulare de villis" verfügte, dass die Wengerter nach Abgabe des Zehnten den Wein zuerst seinen Beamten anbieten mussten. Erst den restlichen Wein durften sie auf dem freien Markt verkaufen. Symbol für den Kehraus im Weinkeller wurde der Besen."
*entnommen der "Pavillon-Zeitung" Ausg. 07/02 der Weinbau Pavillon GmbH in Gundelsheim am Neckar)

Schillerdenkmal Marbach, Schillerhöhe, gegenüber dem Schiller-Nationalmuseum Wenn ich an Schwaben denke, denk' ich an Dichter und Getränke
Im Schwäbischen ist es bekanntlich schwierig, nicht mit den Spuren eines Dichters konfrontiert zu werden (selbst beim Wein) und es ist daher nicht verwunderlich, wenn dann Verse einen nur so zufliegen. So auch Ostermontag 2003 bei meinem Osterspaziergang.

Ich saß auf einer Bank so für mich hin,
nichts zu suchen war mein Sinn.
Im Schatten sah ich Schillers Denkmal steh'n,
in Marbach war's, auf Schillers Höh'n.
Ich wollt' schon gehen, da merkt ich auf,
da steht ja glatt mein Name drauf.
Auch Dolores konnt' es lesen:
hier geht es auch um HILLEs Thesen
(tut man drei Buchstab'n überlesen.)
Ganz angetan als SCHILLERs Kern,
besuchten wir noch einen Besen
- nicht um den Schiller-, nein, den Kernerwein zu "lesen",
wollen Dichter doch "weniger erhoben
und fleißiger gelesen sein." (Lessing)

Ich bin ja nicht nur der Kern von Schiller, sondern auch der von Achilles, weshalb bei der Internetsuche nach Hille viel zu viele Fundstellen ausgewiesen werden. Schiller war jedoch nicht der Namensgeber des rar gewordenen Schillerweins, eine alte Sorte in schillernden Farbe aufgrund gemischtfarbiger Trauben, überkommen aus einer Zeit, als man den Wein noch nicht immer sortenrein kelterte, auch um unterschiedliche Qualitäten auszugleichen. (Die Bezeichnung "Schillerwein" darf nach einer neuen EU-Verordnung in Zukunft nur noch in Baden-Württemberg verwendet werden.) Der beliebte Kernerwein dagegen wurde nach dem Arzt und Dichter Justinus Kerner (1786-1862) benannt, einem Spätromantiker, der in Weinsberg ganz in der Nähe der Staatl. Versuchsanstalt für Wein- und Obstanbau gelebt hatte, von welcher die nach ihm benannte Sorte gezüchtet wurde.
     "Rotwein" ist mehr oder weniger kräftig rot, "Weißwein" nie weiß aber zumeist hellgelb bis grünlich, "Schillerwein" schillert rötlich - doch was für eine Farbe hat der "Schwarzriesling Weißherbst"? Schwarz? Weiß? Oder irgendwie herbstlich? Meine innere Logik sperrt sich, wenn ich im Besen einen "Schwarzriesling Weißherbst" bestellen möchte. Als Ausweg bestelle ich dann einen "rosé", selbst auf die "Gefahr" hin, dadurch einen nicht sortenreinen Schillerwein serviert zu bekommen.

Pisa lässt grüßen
War mein Gedicht zu Schillers Namen mit Hilfe eines berühmten Goetheverses als Scherz gedacht, will newsflash.de in einer Nachricht vom 24.07.03 bei einem Schillerzitat aus "Wilhelm Tell" bei einer Online-Autorensuche ernsthaft "Goethe" als Verfasser erkannt haben. Vielleicht ist die Redaktion nach dem Wahrscheinlichkeitsprinzip vorgegangen, bei dem man bei bekannten Aussprüchen und Gedichten mit "Goethe" die meisten Treffer erzielt. Schöne neue Bildungswelt! Hier der Text von newsflash.de:
"+++ Onlinewelt: Amazon will "googeln" +++
Online-Buchhändler Amazon möchte für seinen Webshop eine Textsuchmaschine einrichten. Natürlich dürfte es interessant sein, "Durch diese hohle Gasse wird er kommen" einzugeben und dann sämtliche Goethe-Treffer serviert zu bekommen. Interessierte Käufer (oder auch Studenten, die ein Fachzitat benötigen) könnten so nach Begriffen und Themen in Büchern suchen und diese dann online bestellen - oder sich mit dem Zitat zufriedengeben."
    Aber hoffentlich nicht mit der falschen Antwort!

Landeswappen Bayern Landeswappen Baden-Württemberg
Worin sich Bayern und Schwaben unterscheiden. Spurensuche bei den alten
Kelten

Da stimme ich Einstein zu: ohne Humor ist Physik heute nur schwer zu ertragen.
Einstein in seiner Altersweisheit "Das Dumme an den Zufällen ist, dass man sie so schwer vorhersagen kann." Sich selbst veralbernd sagte das "Albert Einstein", dargestellt von dem wunderbar schlitzohrigen Walter Matthau (+ 1.7.2000), in dem Film von 1994 "I.Q. - Liebe ist relativ", der mit vielen Einsteinzitate gespickt ist. Zuerst feixen Einstein und seine Freunde spitzbübisch über Einsteins richtige Alterweisheit, dass "die Zeit (als Sache) nicht existiert", während die übrige Welt in unglaublicher Naivität immer noch denkt, sie könne wie ein Pizzateig gedehnt, gekrümmt, geschrumpft und gemessen werden. Dann versuchen sie einen sympathischen aber durchschnittlich begabten jungen Mann, einen Mechaniker, der Einsteins Nichte Catherine liebt, als "Genie" erscheinen zu lassen(!), also durchaus die Differenz von Sein und Schein kennend, weil sie (die Irre) unbedingt ein Genie als Mann haben will. Richtiger müsste der Film eigentlich "I.Q. - Genie ist relativ" heißen. Allein der Geniekult der Relativisten zeigt schon, dass es ihnen am rechten Wissenschaftsverständnis fehlt.

Einstein widerlegt, instantane Geschwindigkeit bewiesen
Zwei Streifenpolizisten verunglücken mit dem Streifenwagen. Sagt der eine: "Also, schneller wie momentan kann man nun wirklich nicht am Unfallort sein." (Janine Zepp, Viersen)

Zum Zuspätkommen ist es immer noch Zeit. (Elli Eckstein - nicht Al. Einstein!)

Das Neueste von Einstein:
neuerer Eintrag
"Einstein wird abgegeben, da er nur ein bis zwei Stunden allein sein kann - danach fängt er an zu bellen." (echo vom 12.09.07)
wie der Bayer (lobend) sagt: Ja, a Hund issa scho, da Einstein.

Wo sind die ganzen Einsteinfreunde? Einstein sucht nach 22 Monaten noch immer ein Zuhause, ist jetzt jedoch plötzlich jünger als je zuvor (mit Überlichtgeschwindigkeit gereist? Oder einfach "das ewige Kind"?). echo vom 08.07.09: "Einstein ist ein prächtiger, rot-weiß gezeichneter Berner-Sennen-Mischling, der 2008 geboren wurde. Er wurde abgegeben, weil er bellt, wenn er alleine zu Hause bleiben muss. Einstein kann gut zu größeren Kindern vermittelt werden und ist mit Hündinnen immer, mit Rüden oft verträglich. Er braucht Auslauf und ist ein unheimlich verschmuster, menschenbezogener Hundemann." Im September 2007 war er aber lt. echo bereits 7 Jahre alt! Entsprechend sieht der angeblich Einjährige heute auch aus, so struppelig wie der große Albert im Alter und lässt jetzt auch noch die Zunge sehen. Und es ist wie sonst auch immer: sobald der Name "Einstein" auftaucht, gleich in welchem Zusammenhang, sind die Menschen sofort voll von der Rolle und reden offen sichtlichen Unsinn daher, an den sich aber niemand stört.

Fundstelle: einstein.wiki.sourceforge.net 2 Kommentare von Hans Deyssenroth: "Ich weiß nicht, was ihr wollt: Er hat lange Haare, zeigt die Zunge und sagt bedeutungsvoll "Wau", wobei man nicht genau weiß, was das bedeutet. Also ganz Einstein. Für die Altersangabendiskrepanz gibt es natürlich die Zeitdilatation." "Übrigens, in dem Zusammenhang gibt es noch einen experimentellen Beweis für die Zeitdilatation: Bewegte Hunde leben länger." - Wie sich die Bilder gleichen: Ja, jetzt weiß ich endlich, warum der Berner-Sennen-Mischling "Einstein" heißt. Und noch dazu: War nicht Einsteins Zeit in Bern die produktivste und wichtigste in seinem Leben? (Obgleich Einstein ein starker Esser war, hat man die Einstufung von 2007 "Berner Appenzeller Mix" - für den Hund - 2009 doch lieber fallen gelassen, denn bekanntlich frisst der Appenzeller den Kas mitsamt dem Teller. Davon ist bei beiden bisher nichts bekannt.)

Ich hatte die Missinformation über das Alter von (Hund) Einstein bei der echo-Redaktion reklamiert, aber keine Antwort erhalten, vermutete aber eine Richtigstellung in "echo-Tierheim", die jetzt nach über 2 Monaten am 16.09.09 tatsächlich auch erschien, aber irgendwie getarnt, denn zuerst werden groß im Bild zwei Katzen gezeigt (wo sonst immer Hunde an erster Stelle kommen) mit der Unterschrift: "Die beiden süßen Kätzchen Agip und Aglaia aus dem Heilbronner Tierheim sind noch etwas schüchtern." Dann jedoch unvermittelt gleich anschließend im Text, ohne dass das Wort "Hund" vorkommt: "Einstein wird sieben Jahre alt, und er ist ein bildschöner, verschmuster und verträglicher Berner-Mischlingsrüde, der sehnlichst ein neues Zuhause wünscht. Einstein kennt den Umgang mit Kindern, ist gutmütig, er kann allerdings nicht lange allein bleiben." Sieben Jahre alt war er allerdings lt. echo schon vor genau zwei Jahre. Die Wahrheit über Einstein war noch nie einfach (es gibt immer mehrere Versionen). Doch kann man hier an der Bezeichnung "Rüde" wenigstens gerade noch erkennen, dass es sich sehr wahrscheinlich um einen (etwas älteren) Hund handeln muss und nicht um einen rüden jungen Einstein in Bern, der trotzdem verträglich ist und gern schmust (nicht nur mit Mileva).

Einstein in Bern
Ein deutscher Tourist fragt Einstein in Bern vor seinem Haus in der Kramgasse: "Guter Mann, warum hat der Zytgloggeturm denn zwei Uhren?" Einstein überlegt kurz, "weiß" er doch, dass es keine Gleichzeitigkeit gibt: "Wenn zwei gleichzeitig wissen wollen, wie spät es ist, können sie die Zeit nicht zugleich ablesen, weil es keine Gleichzeitigkeit gibt. Darum hat der Zytgloggeturm zwei Uhren, damit keiner von beiden warten muss." Es ist nicht bekannt, ob der Tourist sich darob voller Verzweiflung an seinem Verstand in den Berner Bärenzwinger gestürzt hat. Aber auch über das Alter von Hund Einstein könnte man verzweifeln. Er wird wohl jünger gemacht, um ihn endlich los zu werden. Einen geschenkten Hund schaut man ja bekanntlich nicht in den Schlund. Und einen Einstein schon gar nicht.

geheimnisvoller Kosmos
Eine Frage bewegt mich: Fliehen uns die Galaxien erst seit Einsteins Relativitätstheorien hier als höchste Weisheit gelten oder taten sie das schon immer?

noch einmal Elli Eckstein: "Gott weiß alles. Aber einige wissen es besser." (beispielsweise - aber woher? - dass er nicht würfelt)

Nachträge zur Gehirnforschung:
"Sag mal Charly, wusstest Du, dass das menschliche Gehirn nur mit einem Drittel seiner Leistung arbeitet?" - "Ach, das ist ja interessant. Und was macht das andere Drittel?" (Katharina Wonhardt, Oberschöna)

"Es gibt im Gehirn nirgends Bereiche, die brachliegen. Wäre dem so, könnte man von dort Gewebe entnehmen, ohne Funktionseinbußen befürchten zu müssen. Dem aber ist nicht so." (Wolf Singer, Hirnforscher in "Der Beobachter im Gehirn", s. Buchbesprechung auf Datei III/4)

Wir lösten das Problem - einstimmig und bequem - indem wir alle fanden - es wäre nicht vorhanden. (Peter Oexl)

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