Achtung! Hier kommt Philosophie!

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Achtung!
Hier kommt Philosophie!

Der Autor
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Foto Foto-André-GmbH, München
Helmut Hille

  • Heilbronn
  • eMail:
    autor@helmut-hille.de
  • Internet:
    www.helmut-hille.de
    und
    www.helmut-hille-philosophie.de

Hobbys

       I am sailing:
       Foto W.Dittrich
Als Segler habe ich gelernt, zwischen scheinbarem (erlebtem) und wahrem Wind (Wind ohne Fahrtwind) gedanklich zu unterscheiden. Den Unterschied zwischen Schein und Sein aufzuklären, gehört für mich zum Gegenstand und Inhalt einer Wissenschaft, die diesen Namen verdient.

  I am walking:
  
  ZU DEN QUELLEN
  Im Brunnenhaus der Sprache
  umfangen uns
  Kühle und Klarheit -
  aber auch das Dunkle
  erdverwachsener Wurzeln.
       Aus den Luzernefeldern,
       den Wermutsteppen
       kommen wir,
       durstig hinabsteigend
       zu den Quellen...
  Roswitha Safar

Schon immer wünschte ich mir:
Gedanken sollten so klar und rein sein können wie Kristalle.

in memoriam
Foto Foto-Atelier Listl, München

Diese Seite ist meiner heute vor 30 Jahren leider viel zu früh verstorbenen Frau Erika Hille, geb. Oexl, Jahrgg. 1928, gewidmet.
Heilbronn, den 15. November 2006

Fast heiter bist Du von uns gegangen,
trotz Deines schweren Schicksals.
Blicke ich zum nächtlichen Winterhimmel empor,
denke ich:
Du bist jetzt da oben - auf dem Sirius
und blickst liebevoll zu uns herunter.
Warum sonst würde der Stern so hell mir leuchten?
- Heute war mir, als hörte ich deine liebe Stimme. -

Am 21. Februar 2011 ist nun auch ihr Sohn aus erster Ehe, Walter Reuß, Jahrgang 1946, verstorben,*
der seit seinem 7. Lebensjahr zu meiner Familie gehörte.
Er hat bis zum Schluss niemand wissen lassen, wie krank er ist.
Auch seiner gedenke ich hier.
*Jugendbilder von ihm s. L18, ein Erlebnis mit seinem Vater s. L21 vorletzter Text

Der Verfasser lebt als freier Autor in Heilbronn. Vorher wohnte ich 50 Jahre in München. Schwerpunkt meiner Arbeit sind erkenntniskritische Studien. Ich bin Mitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e.V. (DPG) und war Gründungsmitglied und lange im Vorstand der Gesellschaft für Kritische Philosophie (GKP), Nürnberg, die in ihrer Zeitschrift "Aufklärung und Kritik" 13 Arbeiten von mir veröffentlichte. Von 1955 bis zu ihrer Auflösung im Jahre 1984 war ich Mitglied der Keyserling Gesellschaft für Philosophie. Als Mitglied der DPG legte ich von 1995 bis 1998 auf Physikertagungen der DPG vor verschiedenen Fachverbänden grundlegende Gedanken zur physikalischen Forschung dar. Auf der DPG-Tagung in Berlin zum Einsteinjahr 2005 war ich als Mitglied des neu gegründeten AK Phil (Arbeitskreis Philosophie der Physik) mit 3 Vorträgen und auf 2 Postersitzungen vertreten. Die Liste der Vorträge und Veröffentlichungen ist über das Menue "Publikat./Vorträge" (im 3. Block) und über einen Link am Ende dieser Seite zu erreichen. Die Berliner Texte sind als "Anhang 1" auf meiner Website ZEIT UND SEIN dokumentiert. In den Anhängen 3, 5, 6 und 7 finden Sie die DPG-Texte späterer Jahre, in Anhang 2 und 4 meine Vorträge vor dem Institut für Neue Medien in Frankfurt am Main sowie einen Gastbeitrag zu Nietzsche. Die Wiedergabe der Texte im Internet steht in der Absicht des Autors, eine Diskussion seiner Gedanken zu fördern (inzwischen auf einem guten Weg - s. im Menue "Besucher/Länder" sowie "Feedbacks/Links") und um aus der hoffentlich ebenso zahlreichen wie sachlichen Kritik zu lernen.

Als Anlage zu dieser Homepage gibt es Gedichte des Autors und seiner Familie mit Computergrafiken von Elfriede Regenermel, ferner Reportagen zur Archäologie und vieles andere - über "L.Literarisches u.a." im Menue am Ende des 2. Blocks. (inzwischen die zahlenmäßig größte Themensparte)
Den Ausschnitt aus einer Würdigung des Autors durch den Philosophen Dr. Joachim Koch finden Sie hier.

Foto H.Hille, Wandbild Peter Hille
Arbeitsplatz des Autors in Heilbronn: das ganze Equipment Mai 2011

ehemaliger Arbeitsplatz in München mit Autoren

Münchner Fensterblicke dazu


anschließend finden Sie noch folgende Rubriken:
So vor mich hin gesprochen  -  Anmerkungen zu aktuellen Themen  -   Harmlos, aber nicht ganz humorlos

u.a. Einstein mit 4 und 2 Beinen
So vor mich hin gesprochen
vorwiegend Aphorismen
neuerer Eintrag

Hier noch einmal die Felder des Denkens von der Startseite und ihre etwas boshafte Fortsetzung:

"Jeder kennt, hoffe ich, diesen Unterschied. Das Selbstgespräch ist die freiere Rede als die adressierte." (Martin Walser in DIE Zeit Nr.3 vom 13. Januar 2000: "Über das Selbstgespräch")

Es ist mein Bestreben, Zusammenhänge so einfach darzustellen, wie sie sind.

Meine Kritik ist weder zufällig noch punktuell.

Ich habe einen Hunger nach Argumenten.

Ich schreibe nur, wenn es mir Freude bereitet und folge so meinem inneren Licht - doch immer wieder zeigt sich, dass meine Gedanken auch hochaktuell sind.

Bei mir wird man nur wenig Philosophie als Philosophiegeschichte finden. Ich denke noch selbst.

Ich versuche nicht, etwas zu erklären, sondern es zu klären.

Die Wahrheit ist weder tröstlich noch bequem, sondern nur wahr.

Wer nach großen Wahrheiten sucht, muss zuerst selbst wahrhaftig und groß sein, auf dass sich Wahrheit und Größe ihm erschließen, denn was wir leben und lehren ist ein Spiegel unserer Gesinnung.

Nur Menschen mit echten Einsichten sind geistig mündig und stehen nicht in der Gefahr, von anderen manipuliert zu werden.

Die drei großen R, ohne die Wissenschaft nicht gelingen kann: Redlichkeit, Realitätssinn und Rationalität.

Die drei großen Z, welche für die unbelebte Natur keine Bedeutung haben: Zeit, Zahl und Ziele.

Die drei großen Hoffnungen:

  • Meine Homepage enthält viele "Links". Ich hoffe, dass sie mehr und mehr zum Missing Link zwischen Philosophie und Wissenschaft wird.

  • Doch ich hoffe auch, dass die Philosophie nie zu einem Teil der alles zu Zwecken des Menschen vereinnahmenden Wissenschaft wird, als eine weiter Vereinnahmung, sondern ihr Widerpart bleibt: eine Mahnung, den Gegenständen der Erkenntnis sich selbstlos in Respekt und Liebe zu nähern - aus Liebe zur Weisheit eben und nicht aus Liebe am Nutzen der Dinge. Die Liebe zur Weisheit ist es, die den Menschen intellektuell aus dem Tierreich heraushebt und die seine Würde ausmacht. Lassen wir uns beides - Weisheit und Würde - niemals nehmen!

  • Ferner hoffe ich, dass meine beiden Homepages halten, was man sich im Internet an Aufklärung verspricht.

Definitionen philosophischen Tuns
als Ausdruck der Liebe zur Weisheit, wie sie sich in Kontexten ergaben:

  • Das Gehirn weiß objektiv nichts. Aber es weiß sich zu helfen. Und der Weise weiß eben dieses. So der Wissensillusion ledig, fängt er an zu verstehen.

  • Dem Humanum durch ungeschönte Wahrheiten Platz zu schaffen, sollte das erste Anliegen der Philosophen sein.

  • Jeder dogmatische Standpunkt macht die Menschen nur dumm und unehrlich und die Mächtigen dazu gewalttätig. Aufklärung heißt, der Dummheit schaden zu wollen.

  • Wer glaubt, ohne Kriterien urteilen zu können, kennt nur seine Kriterien nicht.

  • Vor-Urteile bewusst zu machen und sie nach Prinzipien der Vernunft zu prüfen, ist die Aufgabe des Philosophen.

  • Ein durch Vernunftkriterien abgesichertes Wissen wäre für mich ein weises Wissen. So ist nicht zufällig die Philosophie die Liebe zur Weisheit. Und ihr Quell ist das Wissen um das eigene Nichtwissen. Es ist nicht das Ende, sondern der Anfang der Weisheit.

  • Niels Bohr sagte: "Wir müssen lernen, dass wir im Spiel des Lebens Zuschauer und Schauspieler zugleich sind." Nur so wandeln wir uns von Toren zu Weisen. Und um genau das geht es der Philosophie. Oder sollte es ihr gehen.

  • Diese Einsicht ist überhaupt nicht neu sondern geradezu der Impetus allen Philosophierens, sagte doch schon Laotse: "Andere erkennen ist klug, sich selber erkennen ist weise".

  • Und die je eigene Kompetenz und Arbeitsweise des Geistes zu erkennen und zu nutzen ist Aufgabe einer der Selbstfindung des Geistes dienenden Philosophia perennis - einer immerwährenden Philosophie.

  • Weder kann Wissen ohne Weisheit, noch Weisheit ohne Wissen gelingen. Daher kommt es darauf an, beide zusammenzuführen und zu einem intelligenten Umgang mit Nichtwissen und menschlicher Subjektivität zu kommen.

  • Mehr als vernünftige Wahrheiten zu erwarten, ist unvernünftig.

  • Wer sein Verstehen nicht versteht, versteht letztlich gar nichts.

  • Wer Selbst-Verständliches nicht versteht, hat keinen Verstand.

  • So wie Newton einst mit selbst-verständlichen Axiomen begann, versuche ich, ebenfalls mit Selbst-Verständlichem beginnend, mich dem verständigen Leser verständlich zu machen.

  • Die Ursache eines Problems zu erkennen, ist dessen Ende. Wer "Erklärungen" benötigt, hat versäumt etwas zu klären.
Bewusstsein und Realität

  • Bei Sachverhalten gehe ich nicht von "Vorstellungen" aus und versuche sie zu vermitteln, sondern beschreibe, wie die Sache sich mir stellt, wenn ich mir ihr möglichst offen zu nähern versuche. Dabei ist es manchmal nötig, sie aus verschiedenen Richtungen anzugehen, um ein schärferes Bild von ihr zu gewinnen.

  • Dabei weiß ich heute: Selbst sogenannter "Sachverhalte" werde ich mir nur durch Urteile bewusst, die auf meinem Wissen und meinen Meinungen beruhen. Wenn ich zu registrieren vermeine, mein Gegenüber ist ein Mensch oder ein Baum, hat mein kognitiver Apparat zuvor bereits einen Abgleich aller Möglichkeiten gemacht und das plausibelste Ergebnis mir vorgelegt.

  • Selbstverständlich gibt es vernünftigerweise eine beobachterunabhängige Wirklichkeit - aber nur solange, wie sie nicht beobachtet wird, ist doch jede Beobachtung schon eine Interpretation des kognitiven Apparates. Im Mikrokosmos ist sie darüberhinaus auch noch Wechselwirkung, die den unbeobachteten Zustand zwangsläufig verändert.

  • Trotzdem ist es wichtig, die zielführende Idee einer beobachterunabhängigen Realität beizubehalten, ist sie es doch gerade, die uns nach der Rolle des Beobachters fragen lässt.

  • Wir wissen nicht so viel von der Natur, weil wir ein Teil von ihr sind, wie die Epistemologen so schön einleuchtend sagen - aber auch ein Stein ist ein Teil der Natur, trotzdem wird wahrscheinlich kein Epistemologe ihm ein reiches Wissen bescheinigen wollen, so daß sich das so plausibel klingende Argument in Luft auflöst - sondern, weil wir sie zu einem Teil von uns machen können, denn diese Fähigkeit ist es, die Lebewesen von Steinen unterscheidet.

Selbst wenn wir Begriffe definieren, müssen wir doch mit Begriffen beginnen, die undefiniert sind. So ist die Unschärfe von Anfang an in unserem Denken.

Der Philosoph arbeitet am Begriff und am Argument, der Dichter an der Sprache. Während der Philosoph dem Leser nicht ersparen kann, an seinen Mühen teilzunehmen, erhebt ihn der Dichter sinnstiftend aus den Plagen seines Tagwerks. Darum erscheint er dem Philosophen so überlegen. Schiller an "Goethen": "Soviel ist indes gewiß, der Dichter ist der einzige wahre Mensch, und der beste Philosoph ist nur eine Karikatur gegen ihn." Freilich, gegen Goethe sieht jeder schwach aus. Trotzdem: wer als "Philosoph" mehr mit der Sprache spielt oder in Sprache schwelgt statt an den Begriffen und den Argumenten zu arbeiten und Sachverhalte zu klären, muss sich sagen lassen, dass er seine Aufgabe verfehlt hat, seien seine Sätze auch noch so brillant.

Karl Marx hatte insofern Recht, als es nicht darauf ankommt, die Welt immer wieder neu zu interpretieren, denn unser Weltbild ist ja schon eine Interpretation des kognitiven Apparates. Aufgabe von Philosophie und Wissenschaft ist es daher, diese Interpretationen zu entschlüsseln, um unser Weltbild objektivieren zu können, wollen wir als globale Menschheit zu einem angemessenen Umgang mit den von unserer Massenhaftigkeit und unseren wissenschaftlich-technischen Komplex erzeugten Problemen kommen. Um die Welt positiv verändern zu können, genügt es nicht, nur ihre sozialen Defizite zu kennen. Die mentalen sind viel gravierender und tiefer sitzend. Wer nur von der Gesellschaft her denkt und handelt, hat die wichtigsten Faktoren, die es zu bedenken gilt - den Menschen und seine Einstellung zur nichtmenschlichen Mitwelt - schon übersehen.

Der Fehler der Materialisten ist ihre Meinung, sie wüssten, um was es sich bei der Materie handelt. Daher könnten sie mit "Materie" alles "erklären". Der Fehler der Idealisten ist, sie wüssten was "Geist" ist.

Solange jemand nicht sagt, was er unter "Geist" und was er unter "Materie" versteht und worin sich beide unterscheiden, ist es eigentlich gleich, mit welcher der beiden Metaphern er eine Welterklärung unternimmt. Mit Unklarem kann man sowieso nichts klären.

Der dogmatische Materialist möchte alles Geistige wegerklären - dabei ist nichts so rein geistig wie seine Ideologie. Vor dieser Art geistiger Verwirrtheit ist man in keinem Alter geschützt. Dabei folgen sie nur der Taktik des Gehirns, sich nicht in die Karten schauen zu lassen, um möglichst ungestört arbeiten zu können.

Eine Ideologie will immer nur sich selbst "beweisen" - denn sie hat es nötig.
Doch jeder Beweis ist nur soviel wert, wie der Geist, in dem er geführt wird.

Denkökonomie - soll das nun heißen, von seinem Verstand nur den sparsamsten Gebrauch zu machen und die erstbeste, gefühlsmäßig einleuchtende Erklärung gutzuheißen? - Doch ersparte Gedanken bringen keine Zinsen, im Gegenteil!

Eine Denkmöglichkeit/Hypothese als Wirklichkeit anzusehen und dann eine (kühne) Fakteninterpretation für einen "Beweis" zu halten - das heiße ich, Forschheit mit Forschung zu verwechseln.

Hieran ersieht man, dass der Mensch mit der Wissenschaft generell überfordert ist. Daher beschränkt er sich zwangsläufig auf das Machbare, ohne die Sache selbst im Grunde zu verstehen.

Eine Theorie, die nichts Reales zum Gegenstand hat, kann an der Realität auch nicht scheitern!

Nicht nur die Schönheit sondern auch die Wahrheit liegt in den Augen des Betrachters. Während man über erstere nicht streiten kann, muss man aber nicht nur über, sondern auch für die Wahrheit streiten, soll es geistigen Fortschritt geben.

Als mündige und weltoffene Bürger aber sollten wir unsere inhaltlichen Überzeugungen ohne jede Ängstlichkeit immer unter Revisionsvorbehalt stellen können, wollen wir nicht die Knechte sondern die Herren unserer Meinungen sein - sind und bleiben doch alle geistigen Wahrheiten Wahrheiten aus zweiter Hand.

Im Münchner Arbeitskreis der Gesellschaft für kritische Philosophie waren überwiegend Ingenieure reiferen Alters vertreten, zu denen ich auch gehörte. Ich denke, dass Sachverstand und konstruktives, langjährig an der Realität geschultes Denken keine schlechten Voraussetzungen für das Philosophieren sind.

So sehr Spezialisten vonnöten sind: Kein Spezialist zu sein - Prof. Lorenz B. Puntel nannte mich "einen Universalisten" - hat schon den Vorteil, dass das Denken nicht von den (Schein-)Problemen eines Fachs absorbiert wird und dass man nicht auf Lehrmeinungen und Empfindlichkeiten der scientific community Rücksicht nehmen muss.

Und das wäre doch ein einprägsamer Buchtitel: ERHELLUNGEN von Helmut Hille. Inzwischen habe ich ihn auf meiner Website ZEIT UND SEIN übernommen.

Wenn philosophische Gesellschaften mehr und mehr von Naturwissenschaftlern (besonders von Physikern) unterwandert und dominiert werden, wird der Szientismus zu einer Plage. Die Religionen wollten die Philosophie für sich vereinnahmen, der Szientismus aber, von der Wiener Schule bis Kanitscheider, sie abschaffen. So ist ganz klar, wer ihre größeren Gegner sind. Doch der Philosophie ihre eigenständige Existenzberechtigung abzusprechen ist eben auch eine Art des Philosophierens.

Rationalistische Fundamentalisten sind um keinen Deut besser als christliche oder muslimische - persönlich eher noch unerträglicher und intoleranter. Findet der echte Philosoph, der auch immer Wissenschaftsskeptiker sein wird, weil er eben überhaupt Skeptiker ist, kein Gehör, dann bleibt ihm nur der Ausweg, sich von den Wissenschaftsgläubigen und ihren neuen Kirchen zu trennen, will er sich die Freiheit des Geistes bewahren.

Worin sich Kunst und Leben auf alle Fälle unterscheiden:
In einem Kunstwerk gibt es nichts Zufälliges.

Es ist fast unmöglich gänzlich sinnfreie Sätze zu bilden,
weil das Hirn immer und überall hartnäckig nach Sinn und Bedeutungen sucht, um die Welt zu verstehen.
So meinen wir auch, unser Leben müsste einen Sinn haben,
was ebenfalls zu der automatischen Sinnsuche gehört.
Wir sollten uns da nicht irritieren lassen,
sondern einfach unsere positiven Fähigkeiten zur Sinngebung nutzen.

Der Weg des Geistes ist es, Unterscheidungen zu treffen.
Er ist es, der die Menschheit aus dumpfer Verständnislosigkeit zu geistiger Klarheit geführt hat,
die aber auch immer wieder verloren gehen kann, wenn sie nicht gepflegt wird.
Oder wenn man in seinem Materialismus Geistiges sogar verachtet:
Graf Hermann Keyserling, Kulturphilosoph: "Eine den Geist verachtende Welt wird real geistlos."


Anmerkungen zu aktuellen Themen    neuerer Eintrag bzw. Aktualisierung

Die dem Einzelnen einzig verbliebene Freiheit, die des Internets, ist den Regierenden, Parteien und Kirchen auch im angeblich so freien Westen schon lange ein Dorn im Auge, darum wird in den Medien unisono so alle halbe Jahr eine Zensurdebatte losgetreten. Dazu bemächtigt man sich Themen, bei denen man mit einer breiten Zustimmung rechnet bzw. denen man öffentlich nicht gut widersprechen kann, ohne in den Verdacht der Mittäterschaft zu geraten. Mit der zuvor deswegen vielleicht hochgeputschten Kinderphornographie einer kleinen Minderheit hat man jetzt Erfolg gehabt, obgleich durch die Zensur bestimmt kein Kind weniger missbraucht und die Aufklärung eher behindert wird. Ursula von der Leyen kann sich die Ausweitung dieser Zensur auf weitere Themen durchaus vorstellen und Sozialisten neigen "um der sozialen Gerechtigkeit willen" sowieso zu einer staatlich regulierten Zuteilung von Gütern und Informationen. Das Ziel dieser ganzen Bemühungen ist, alle den Herrschenden unliebsamen Themen aus der Öffentlichkeit zu verbannen, so dass am Ende auch unorthodoxe Lehrmeinungen und Fakten nicht mehr veröffentlicht werden dürfen, so wie das schon lange in den Wissenschaftsmedien der Fall ist, wo angeblich "um der Qualität willen" alle Texte einer anonymen Zensur unterliegen, mit der nicht diskutiert werden kann, was der Öffentlichkeit kaum bekannt ist. Das Bild der Wissenschaft ist so immer das Spiegelbild der Weltanschauung der Redaktion, dass was ihr als Wahrheit genehm ist. So wird Neues, neues Denken und Aufklärung wirksam verhindert. Das Bekenntnis zum Fortschritt in der Wissenschaft gehört zu den Sonntagsreden von Politikern, mit denen man das Publikum einseift, um die Verschwendung von Steuermilliarden für nutzlose Alibiforschungen zu rechtfertigen, während man wirklich Neues insgeheim fürchtet. Der Arbeitskreis "Philosophie der Physik" der DPG (Deutsche Physikalische Gesellschaft e.V.), dem ich angehöre, wollte einmal wie andere Organisationen Beiträge seiner Mitglieder gesammelt ins Netz stellen. Ich schlug daraufhin einige Themen von mir vor. Abgesehen davon, dass man mir schrieb, Texte müssten in Englisch verfasst und unveröffentlicht sein, hieß es noch, dass sie erst von einem Physiker und einen Philosophen (anonym) geprüft werden müssten, "damit die Qualität gesichert ist". Ich sagte dann, nein danke, denn ich bin auf deren Gnade und Veröffentlichungen dank eigener Websites nicht angewiesen und habe schon lange ein breites Lesepublikum, dass sich die anderen erst erarbeiten müssten. Es gilt also wachsam zu bleiben und alle Zensurversuche im Internet zum Scheitern zu bringen. Heute will ja auch niemand mehr die Eisenbahn, das Auto und das Flugzeug verbieten, nur weil Verbrecher diese Einrichtungen ebenfalls nutzen. So wird nämlich bezüglich des Internets argumentiert, das nun für das Schlechte in der Welt verantwortlich sein soll, während die wirklich Verantwortlichen immer mehr aus dem Blick geraten. Nun hat auch der Bundesinnenminister Thomas de Maizière der Meinungsfreiheit im Internet wieder gedroht, die Linie von Ursula von der Leyen fortführen wollend, die ihre Behauptungen zur Kinderpornographie im Internet vor dem Bundestag nicht belegen konnte. Sie hatte schlicht gelogen. Nachzulesen auf:

Haben sich da in Berlin wirklich "Wunschpartner" zusammengefunden? Oder überwiegen nicht doch die Verwünschungen der Partner? Die beiden beteiligten kleinen Parteien werden hauptsächlich durch die Gier nach Geld zusammengehalten, das gar nicht da ist. Und Frau Merkel muss diesen Blick in den finanziellen Abgrund auch noch moderieren. - Da rüstet man mit Millionen Kinderkrippen und Kindergärten auf, um die vielen Problemkinder vor allem rein sprachlich auf die Schule vorzubereiten, und dann will die CSU Eltern mit einem Betreuungsgeld belohnen, welche die Kinder zuhause erziehen, wo natürlich nur die Muttersprache gesprochen wird. Auch hier steht Deutschland am Abgrund, nämlich der babylonischen Sprachverwirrung und Seehofer ist ihr Wortführer. Arme Angie: wer solche Parteifreunde hat braucht keine Feinde mehr. Da wären Steinmeier und Steinbrück doch echte Freunde in Sorge um Deutschland gewesen und nicht die Lobbyisten einer kleinen Klientel von Besserverdienenden, die ihr Anliegen ohne Rücksicht auf Länder und Kommunen durchzudrücken versuchen. Die Kürzel FDP steht inzwischen für die Entsolidarisierung der Gesellschaft (Finale Demontage Partei Deutschlands) und trotzdem (oder gerade deswegen?) hat man ihr das Gesundheitsministerium überlassen. Dazu passt auch die jetzt von Brüderle angeregte Abschaffung der Rentengarantie und die Einwerbung von weiteren zig Tausenden ausländischer Facharbeitern (multipliziert mit ihren zumeist großen Familien, denn "es kommen ja Menschen"), wohl aus der Dritten Welt, zur Drückung der Löhne und zur Hebung des Mietniveaus und nicht zuletzt zur weiteren Verfremdung dieses Landes. Mit Hilfe von nicht zu wenig Begrüßungsgeld, das wir alle zahlen müssten, sollen sie nach Deutschland gelockt werden. Der Bundeswirtschaftsminister ist also keineswegs so harmlos wie er aussieht, sondern Teil von jener Kraft, die stets das (für ihre Klientel) Gute will und nun das für alle Böse schafft. Keiner ihrer alten Recken, die soviel für Deutschland getan haben, hat dagegen seine Stimme erhoben, nur Genscher, aber viel zu spät. Doch es zeigt sich jeden Tag ein bisschen mehr das gegen das Volk gerichtete Anliegen dieser Regierung zur Schonung der Reichen. Sie hat gar keine Scham mehr. So wird in Deutschland nur erneut dem Links- und Rechtspopulismus Auftrieb gegeben, auf den man dann empört mit dem Finger zeigen wird, um von der eigenen Schuld abzulenken.

Es zeigt sich immer mehr, dass Griechenlands Finanzkrise (jeder möchte in den Staatsdienst, aber keiner will Steuern zahlen) nur der Anfang einer allgemeinen europäischen Finanzkrise ist, weshalb man vorsorglich auch gleich noch einen Eurorettungsschirm aufgespannt hat, weil in der Gefälligkeitsdemokratie alle über ihre Verhältnisse gelebt haben. Auch bei der Bundestagswahl 2009 haben FDP und CSU penetrant wieder mit finanziellen Versprechungen geworben, obwohl das Ende der Finanzierbarkeit längst abzusehen war. Wer solche Parteien wählt, braucht sich über die Folgen nicht zu beklagen. Immer weitere Gemeinden können nicht zuletzt dank des "Wachtumsbeschleunigungsgesetzes" keinen ausgeglichenen Haushalt mehr vorlegen - und das ist nur der Anfang. Die Rede von der Schuld eines ungezügelten Kapitalmarktes und dessen gierigen Spekulanten, soll nur von der eigenen jahrzehntelangen Gier und Schuld der Gewählten und ihrer Wähler ablenken, wobei aber die Mehrheit der Deutschen inzwischen längst weiß, dass uns nur noch Solidität retten kann, weshalb sie den Schuldenabbau wünscht. Das hindert die beiden kleinen Regierungsparteien jedoch keinen Moment, weiterhin penetrant Steuersenkungen einzufordern, als wären sie das einzige Argument, um ihre Parteien für Wähler interessant zu machen. Dabei geht es aber nicht um Geringverdienende oder Sozialhilfeempfänger, die jeden EURO gut brauchen können, denn die zahlen ja sowieso keine Einkommenssteuer. Obgleich ich selbst von Steuersenkungen profitieren würde, widern Parteien mich an, die Wähler für so leicht käuflich halten. Solange die FDP sich nicht im Kern erneuert, sondern nur Reizfiguren verschiebt, hat sie nicht mehr als 3% der Wählerstimmen verdient. Die 2,7 % bei der Landtagswahl am 4. Sept. 2011 in Mecklenburg-Vorpommern bestätigen da meine Prognose vom selbstverschuldeten freien Fall der FDP, deren Kürzel jetzt für Fast Drei Prozent steht, so dass sie in der Wahlstatistik in Zukunft unter die nichtaufgeschlüsselten "Sonstige" fallen wird. Und jetzt am 18. Sept. 2011 in Berlin nur noch 1,8% der Wählerstimmen - das ist weniger, als ich in meinen kühnsten Träumen zu hoffen gewagt habe. Und klüger ist man in der FDP trotzdem nicht geworden. Die "Führung" glaubt, es ist das nicht eingehaltene, weil nicht einhaltbare Wahlversprechen, dass sie so schlecht dastehen lässt. Aber es ist gerade umgekehrt dieses illusiorische unsolide Wahlversprechen und die immer sichtbarer werdende gegen das Volk gerichtete Politik, die sie abstürzen lässt. Während die USA und Europa um das finanzielle Überleben kämpfen, haben Freidemokraten nur die Sorge, dass nicht schnell genug Steuern gesenkt werden. Angies Wunschpartner gehören nicht in die Regierung, sondern schon seit dem Wahlkampf für den Bundestag in die Klappsmühle. Wohin sonst? Und Kapitalisten, dass sind die Besitzer des Kapitals, die in ihrem Egoismus nichts von diesem zur Rettung des Staates abgeben wollen, sind zugleich die Totengräber des Kapitalismus, wie sich ganz extrem jetzt in den USA zeigt. Machen wir uns auf schlimme Verwerfungen der Weltwirtschaft gefasst.

Die vermutlich letzten Worte des polnischen Präsidenten am 10. April 2010 über dem Flughafen von Smolensk nach mehreren vergeblichen Landeversuchen im dichten Nebel und trotz der dringenden Aufforderung der Fluglotsen, einen anderen Flugplatz anzufliegen, an den Piloten (natürlich auf polnisch): "Nun landen Sie endlich! Wir haben hier einen wichtigen Termin. Oder soll ich mir in Zukunft einen anderen Piloten suchen, der das besser kann?!" Das mögliche Ende seiner Karriere so oder so vor Augen, dachte der genervte Pilot darauf frustiert "Na, wenn Du meinst" und drückte den Steuerknüppel entschieden nach vorn = unten oder überlies das Flugzeug fatalistisch dem Autopiloten. Der Crash, der danach folgte, passiert sehr oft dann, wenn (Firmen-)Politik über Sachverstand siegt. Meldung vom 12.01.11: Nach dem Abschlussbericht der russischen Untersuchungskommision hätte zwar der polnische Luftwaffenchef diesen Druck auf den Piloten ausgeübt, der selbst jedoch, leicht alkoholisiert, unter dem Druck seines Präsidenten gestanden hätte. - Meistens trifft es bei solchen Unglücken Unschuldige, ebenso wie bei der Massenpanik in Duisburg während der Loveparade, wo man auch vor Warnungen der Fachleute die Ohren verschloss. Auch die Challengerkatastrophe der NASA vom 28. Januar 1986 wäre vermeidbar gewesen, wenn man die eindringlichen Warnungen des für die Dichtungsringe zuständigen Ingenieurs rechtzeitig zur Kenntnis und dann ernst genommen hätte, denn statt der in Florida im Januar üblichen +20° waren es am Morgen des Starts -10°, bei der die Gummiringe zwischen den Raketensegmenten unmöglich funktionieren konnten, weshalb heiße Abgase der Startrakete eindrangen und die Rakete nach 73 Sekunden zur Explosion brachten.

Die Finanzkrise ist auch eine gute Gelegenheit, die totale Überwachung der Bürger mit Hilfe der PKW-Maut voranzubringen, wenn auch vorerst nur in Gedankenspielen von Politikern. Die dazu mit deutscher Gründlichkeit angedachte Erfassung der Bewegung von PKWs und Motorrädern mit Hilfe von Satelliten, lieferte so ein genaues Bewegungsprofil aller Benutzer. Niemand könnte in Zukunft mit einem Gefährt auch nur einen Meter weit fahren, ohne dass dies nicht vom großen Bruder registriert würde, so wie heute schon jeder Handybenutzer genau geortet werden kann. Um verbleibenden Lücken zu schließen, müsste man den Menschen ggf. noch einen Chip einpflanzen. Auch an dieser elektronischen "Gesundheitskarte" wird schon lange gearbeitet. Was so in Gang gesetzt ist, wird auch eines Tages in irgendeiner Krise schnell verwirklicht werden. Hier wäre es jetzt gerade die Aufgabe der FDP, etwas für die Freiheit der Bürger zu tun und nicht durch Erhöhung des Schuldendrucks durch Steuergeschenke für Besserverdienende solche Projekte indirekt auch noch zu fördern.

In Konkurrenz schwenken eifrige Propangandisten einer sozialistischen Menschheitsbeglückung, die ja schon einmal nicht funktioniert hat, mehr und mehr ihre roten Fahnen, um die Menschen von dieser Solidität ab- und vor allem sich selbst an die Macht zu bringen. Nocheinmal Sozialismus und DDR? Nein danke! Dass jetzt, Mitte Jan. 2011, von etlichen Linken versucht wird, den Kommunismus und Stalinismus wieder salonfähig zu machen, wundert mich keinen Moment, habe sie das Unrecht, das die DDR Millionen ihrer Bürger angetan hat, doch niemals bedauert, geschweige sich dafür entschuldigt. Im Untergrund war bei ihnen der Kommunismus schon die ganze Zeit latent, wie u.a. ihr ungebrochener Rosa-Luxemburg-Kult zeigt, für die, aus Polen eigens angereist, Deutschland nur ein Experimentierfeld ihrer Ideologie war, gegen die damals noch junge deutsche Demokratie gerichtet. Ihre viel gelobte Rede von der Toleranz anderer Meinungen bezog sich nur auf die Meinungen von Kommunisten, die sich - wie heute bei den Linken - nicht ganz einig waren und sind, wie sie am schnellsten an die Macht kommen können. Dazu passt gut ihre Ergebenheitsadresse an Fidel Castro, der sein Volk seit Jahrzehnten unterdrückt und in Armut hält.

Die deutschen Politiker und Medien preisen täglich sich überschlagend die "alternativen Energien", die es sofort auszubauen gilt. Doch noch niemand scheint sich wie bei den Vorläuferenergien über deren Folgen für die Umwelt vorab Gedanken zu machen. Augen zu und durch! Aber es gibt keine Energieentnahme, wo auch immer, die ohne Folgen sein wird. Windräder greifen nicht nur in den Luftraum der Vögel ein, sondern benötigen wie die Hochleistungsbatterien für Autos seltene Stoffe, die oft nur durch Umweltzerstörung ihrer Lagerstätten gefördert werden können. Und wo zuviel Wind abgeschöpft wird, findet dahinter keine Bestäubung mehr statt und es gibt keine Ernten. Und der Strom für Elektroautos kommt auch nicht so einfach aus der Steckdose, wie die Illusionisten der sechziger Jahre so gemeint hatten, sondern muss auch in Kraftwerken erst produziert werden, wo ebenfalls Abgase entstehen. Und Biokraftwerke verbrauchen Ackerflächen, die nicht mehr zur Lebensmittelproduktion zur Verfügung stehen, was nicht nur Preiserhöhungen, sondern auch Hungerrevolten zur Folge haben wird. Aber von unserer Bundesregierung, die nicht von Überzeugungen, sondern nur von der Angst vor den nächsten Wahlen getrieben wird, hört man dazu nichts. Und das einst Fusionsreaktoren mit ihren riesigen Temperaturen keine radioaktiven Abfälle erzeugen darf auch niemand glauben. - Die ungebremste Vermehrung der Menschheit wird immer stärker zum Umweltproblem und Anlass für gesellschaftliche Umstürze, auch da, wo sie nicht stattfindet wie bei uns, denn das Vakuum saugt die überschüssigen Millionen der Dritten Welt unweigerlich an. Und der Aufstand der Jungen in den arabischen Ländern ist nur das erste Beben der Bevölkerungsexplosion, die von unseren Kirchen und unheilbaren Gutmenschen immer noch so positiv gesehen wird. Aber "gut gemeint" hieß schon immer "schlecht gelaufen" und war noch nie ein Ausweis für Intelligenz und Verantwortungsbewusstsein.

Linke und Kardinal Meisner sind über Wulffs Kreditaffäre moralisch so entrüstet, dass sie seinen Rückritt fordern. Er, Meisner, würde in dieser Situation seinen Bischofsstab abgeben. Wenn er sich so leicht von seinem Machtsymbol trennen kann, dann hätte er anlässlich des tausendfachen Missbrauchs von Jugendlichen durch Kirchenmänner und das Vertuschen der Kirche wirklich genügend Anlass und Gelegenheit gehabt. Und wo ist die Entrüstung der Linken über das Unrecht in der DDR??? Sie pilgern ja noch heute Jahr für Jahr zu Rosa Luxemburg und schicken Fidel Castro, der sein Volk unterdrückt und in Armut hält, Ergebenheitsadressen. - Freilich verstehe ich nicht, warum ein gut verdienender Ministerpräsident, der nur kostenlosen Urlaub bei Freunden macht, soviel Geld für ein Eigenheim braucht und dazu nicht einfach zu einer Bank oder Bausparkasse geht, auch wenn die etwas teurer ist. Aber das ist natürlich seine Sache. Dass er bald Bundespräsident werden würde, konnte er ja damals nicht wissen. (Wenn solche anschwellenden Kampagnen losgetreten werden frage ich mich immer gleich: wer steckt dahinter und warum? Warten's wir ab.)

volle Kraft voraus! - Quelle Getty-Images  Titanic-Jahr 2012!  Es fängt schon vielversprechend an!
Titanic ist überall - aber nicht jeder Untergang ist mit Musik! Jedes Jahr geht mindestens ein Kreuzfahrtschiff unter. Lebensmüde buchen daher am besten eine Seereise, bevorzugt auf einem italienischen Schiff. Geht ein solches unter, rettet der Kapitän auf alle Fälle instinktiv sich und die Bordkasse. Die riesige "Costa Concordia" (als damals größtes ital. Kreuzfahrtschiff 2006 in Dienst gestellt und 3 Fußballfelder lang) wäre deshalb - und das gleich am ersten Freitag, den 13. des Jahres (Jan. 2012)! - so dicht unter Land gefahren, weil der Oberkellner jemand auf der kleinen Insel Giglio zuwinken bzw. der Kapitän dem Bürgermeister einen Gefallen tun wollte. Da kann man schon mal das Leben von über 4000 Menschen und 500 Millionen Euro riskieren. Als Passagiere, denen klar war, dass ihr Schiff sinkt, bereits mit Schwimmwesten an der Reling standen, als man die Rettungsbote noch ohne Probleme hätte ins Wasser lassen können, ließ der Kapitäns sie auffordern, in ihre Kabinen zurückzugehen, weil er alles im Griff hätte, getreu dem Song von Udo Jürgens über die ital. "Andrea Doria": "Wir haben alles im Griff, auf dem sinkenden Schiff. Volle Kraft voraus auf das nächstbeste Riff..." Und wie zum Hohn hat man Tage später das Schwesterschiff der "Costa Concordia" voll erleuchtet und mit Musik am Ort des Desasters vorbeifahren lassen. Welche beklemmenden Gefühle und Ängste mögen die Menschen dort an Bord beim Anblick der auf der Seite liegenden Cost Concordia bewegt haben? War es für sie ein Blick in die eigene Zukunft? Am besten bucht man auf einem ital. Schiff, wenn ein Fußballspiel der ital. Mannschaft im TV übertragen wird. Dann ist die ganze Besatzung vor dem Fernseher versammelt und überlässt das Schiff sich selbst (durchaus schon passiert). - Wenn ich sehe, wie hoch heutige Kreuzfahrtschiffe aus dem Wasser ragen, denke ich jedesmal welch riesige Angriffsfläche sie für einen Sturm bieten. Bei einem solchen hat die "Costa Concordia" dann auch prompt am 22. November 2008 bei der Einfahrt in den Hafen von Palermo die Hafenanlagen gerammt, wobei sie leicht beschädigt wurde. - Ich habe im Dezember 2004 den Dokumentarfilm "Mit Mutti in die Antarktis" gesehen. Gegen Ende der Reise geriet der Kreuzfahrer vor den Falklandinseln in Sturm und schwere See (Monsterwelle?), wurde manoverierunfähig und drohte zu kentern. Nur durch fremde Hilfe konnten Passagiere und Besatzung in letzter Minute gerettet werden. Mutti wollte danach bestimmt keine solche Tour mehr machen, es sei denn eben sie wäre lebensmüde. Aber es gibt bessere Todesarten. - Frage: Ist mit der "Costa Concordia" das Soll an Untergängen von Kreuzfahrtschiffen für 2012 bereits erfüllt? Es ist ja ein Schaltjahr (mit Schaltsekunde!) und jetzt ist es erst Mitte Januar. Da gibt es das ganze Jahr über sicher noch weitere Möglichkeiten von Erlebnistouren. Zudem haben wir 2012 ein Titanicjahr - 100 Jahre Untergang der Titanic am 15. April 1912! Besonders aufregend wäre es schiffshohe Monsterwellen zu erleben oder vor der somalischen Küste von Piraten entführt zu werden, wenn schon kein Eisberg in der Nähe ist, auf den man draufhalten könnte, um der Eintönigkeit des Bordlebens zu entkommen.
Die vom Unglück Betroffenen mögen mir verzeihen, denn sie sind ein Teil des Problems. Ohne ihre Bereitschaft die unvermeidlichen Risiken auf sich zu nehmen, gäbe es nämlich solche Kreuzfahrten gar nicht. Man weiß doch oder könnte es wissen: auf See und vor Gericht ist man in Gottes Hand - und evtl. auch noch in der eines verrückten Kapitäns und seiner auf Profit bedachten Reederei.


Harmlos, aber nicht ganz humorlos
Aussprüche und Beobachtungen, nicht nur von mir   neuerer Eintrag
auch die Liebe betreffend und manchmal albern
(einige der nur hier und in den wechselnden Anmerkungen zu aktuellen Themen zu findenden Personen bzw. Autoren stehen nicht im Personenverzeichnis)

In meiner Untersuchung des kognitiven Problems hatte ich geschrieben, dass die Dinge uns nicht sagen, wer oder was sie sind. Das muss ich jetzt einschränken, denn den Kindern sagt z.B. der Hund schon, dass er der Wauwau ist und die Katze, dass sie die Miau, die Kuh, dass sie die Muh und das Motorrad, dass es das Rrmm-rrmm ist usw. Aber auch uns Erwachsene haben Kuckuck und Uhu schon gesagt wer sie sind. Und auch die krähende Krähe sagte es uns.

nocheinmal das Selbstgespräch:
Arzt: "Führt Ihre Frau oft Selbstgespräche?" "Ja, aber sie weiß es nicht, sie glaubt, ich höre ihr zu!" (Edita Heinrich, Berlin)

Ich rede auch mit Tieren. Das sind wohl auch nur Selbstgespräche. Doch verstehen Tiere die Körpersprache wahrscheinlich viel besser als ich, haben doch vor allem wir Männer verlernt, bewusst auf sie zu achten.

Die Relativität der Farben (vor allem von grün):
"Mutti, warum sind die Blaubeeren rot?" "Die Blaubeeren sind rot, weil sie noch grün sind."

Goethe, der mit seiner Farbenlehre Newtons mechanische Auffassung widerlegen wollte, dichtete im Faust (Mephisto zum Schüler): "Grau, teurer Freund, ist alle Theorie und grün des Lebens goldner Baum."

Politisch weiß man sowieso nicht, wie rot die Grünen sind, die auf ihre Weise einen Beitrag zu einer relativistischen Farbenlehre leisten.

Die Relativität der Krümmung:
Die Raumwände meiner Wohnung, die eigentlich gerade sein sollten, sind so gekrümmt (was ich wiedermal beim Verlegen von Holzsockelleisten feststellen musste), dass Einsteins "gekrümmter Raum" mir dagegen unendlich gerade erscheinen würde. (Inzwischen habe ich die Wohnung gewechselt.)

2 neue Naturgesetze

Durch umfangreiche Beobachtungen an Leinen und Schnüren bzw. an Kleiderbügeln u. ä. habe ich festgestellt:

Das Verknotungsgesetz:
1. Alles was sich verknoten kann, verknotet sich.
2. Die Anzahl der Knoten ist der Anzahl der Schnüre und der Anzahl der Bewegungen durch den Benutzer proportional.

Das Verhakelungsgesetz:
Alles was Haken hat, verhakelt sich.

Gesetz der Verdauung: Jets sind der Stuhlgang schwarzer Löcher.

Wunder der Liebe:

Ist Kinderlosigkeit erblich? (aus Abendzeitung, München)

Wer pflanzt sich nicht fort - tut nur so - und stirbt trotzdem nicht aus? (s. III/5 Soziobiologie)

"Mutter werden am Telefon" - ein ganz neuer Service der Krankenkasse Deutsche BKK (aus DAS MAGAZIN Ausgabe 3.2005)

Es gibt Eunuchen. Doch gibt es auch Eunuchinnen? Oder Zwitterinnen? Wer beantwortet uns solche Fragen?

Ich weiß nicht, ob Frauen objektiv gesehen schön sind. Doch haben sie vieles, was Männer als schön empfinden. Das schönste ist für mich ein von Herzen kommendes Lächeln.

Wenn Dolores mir lächelt, dann lächelt mir das Universum.

Ein Beispiel der Transformation von Körpersprache in Begriffsprache:
"Was reizt dich noch an deiner (einst so schönen) Frau?" - "Jedes Wort!"

Man hat festgestellt, dass Frauen die Güte eines männlichen Immunsystems (mehr oder weniger unbewusst) am Geruch erkennen. Das ist wohl der gleiche Instinkt, der sie selber wohlriechende Düfte benutzen lässt, weshalb die Nachkommenschaft immunologisch dann evtl. doch nicht die beste ist.

Das bleibt für mich eine der "ewigen" irrationalen Wahrheiten: schwarzhaarige Frauen stechen ins Auge, blonde ins Herz.

Blondinenwitze sind die Rache der Schwarzhaarigen.

Warum ist Glück so flüchtig? Es wäre wohl sonst kein Glück!

Wie sagte doch schon Thomas von Aquin (oder ein anderer gläubiger Thomas): "Mit Wundern kann man alles erklären. Man muss nur fest an sie glauben."

Gastarbeiter Pythagoras (Eine wahre Begebenheit)
Ein Maurer versucht mit Latte und Zollstock, etwas unbeholfen einen rechten Winkel anzulegen. Kommt der Bauherr vorbei und fragt skeptisch: "Arbeiten Sie mit dem Pythagoras?" "Noi, noi", versichert der Maurer, "i bin hoid goanz alloa doa." (Vom Webmaster berichtet)

Wer unbekümmert im Internet surft, hat noch nie eine Rechnung der Telekom selbst bezahlen müssen. (Dank Konkurrenz inzwischen günstiger.)

"Das Beste an einem maßvollen Leben ist, dass man ab und zu einmal über die Stränge schlagen kann." (Alke Prem)

Teufelsaustreibungen beweisen noch nicht die Existenz von Teufeln oder anderen Dämonen.

Ich kenne nur ein Untier. Und das ist der Mensch.

Landeswappen Bayern "Die Gedanken sind frei!" - schön und gut. Doch was ist das schon dagegen, wenn es heißt: "Die Getränke sind frei!" - und das vielleicht auch noch bei freier Auswahl!

Liberalitas Bavariae: Freibier für alle!

Auch das noch: Hochwasser in Bayern - viele Fische ertrunken!

Landeswappen Baden-Württemberg Nun lebe ich seit dem Jahr 2000 in der Weinstadt Heilbronn. Jetzt glaube ich zu wissen, was eine "Spätlese" ist: Wein der spät abends gelesen wird. Aber wieso wird Wein denn "gelesen" und nicht getrunken? Doch so Elke Heidenreich*: "Weinlesen macht nicht betrunkener als Büchertrinken belesener macht." Das rebenreiche Umland Heilbronns wird auch "die Philosophische Fakultät der schwäbischen Uni" genannt (eine andere haben sie ja auch nicht). Also gibt es auch entsprechende Lesungen. Da bin ich ja trotzdem richtig, auch wenn ich die Münchner Uni hier am meisten vermisse. Und jetzt weiß ich, warum ich immer schon dort leben wollte, wo Weinkultur herrscht und die Römer bereits gerne lebten.

Es ist wieder Besenzeit! Hier hat "der Besen" zwei wichtige gemeinschaftsstiftende Bedeutungen: Er ist einmal Symbol der "Kehrwoche", mit der der Schwabe Sauberkeit, Fleiß und Gemeinschaftssinn unter Beweis stellen kann und dabei noch den Hausmeister einspart. Dann ist "der Besen" aber auch die gute Stube bei einem Winzer (schwäbisch: Wengerter), wo der Einheimische auf sparsame Weise seinem gesunden Appetit demonstrieren kann - eine Art Arbeitsessen - man muss ja "schaffe", und zugleich seinen Patriotismus durch eifrigen Verzehr des einheimischen Weines zeigt, der ja irgendwie weg muss.

Wengerts Häusle mit Rose   ...mit Falke Fotos: H. Hille

Viele gehen nicht nur der niedrigen Preise wegen in den "Besen", wie mir eine Besenwirtin in Beilstein erklärte, sondern der Geselligkeit wegen, weshalb es im Besen immer so laut und voll ist. Freilich, Weinseligkeit kommt im Besen nicht auf, dazu fehlt einfach die Musi. Und wenn dann beim jährlichen "Feschtle" doch mal eine Musi spielt, passt sie selten zum Wein. Also, mit dem Heurigen in Grinzing ist die schwäbische Uni nicht vergleichbar. Da fehlt es den Schwaben offensichtlich am sangesfreudigen Gemüt. Und wenn wir (Dolores und ich) es einmal ruhiger haben möchten, folgen wir dem Vorschlag von Geheimrat Goethe, der an seinem 48. Geburtstag Heilbronn besuchte und eifrig recherchierte: "Wir gehn hinaus aufs Jägerhaus" (Faust, Osterspaziergang), wo einen der Wirt mit Handschlag begrüßt und die Bedienung nach dem Wohlbefinden fragt, während Besenwirte meist so tun, als ob sie ihre Gäste nicht kennen würden, außer natürlich bei Prominenten, wobei sie sich, wegen ihrer oft jahrhundertelangen Familientradition des Weinbaus am Ort und ihrer politischen Mandate, selbst für die Prominentesten halten, die meisten anderen für "Hereingeschmeckte" - "Zugeroaste" wie der Bayer sagt, aber eben nicht wirklich zugehörig. - Jetzt - 2010 - muss ich mich hier korrigieren. Das Jägerhaus hat einen neuen Wirt, der das genaue Gegenteil des alten ist, und zwei Sontheimer Besenwirte grüßen freundlich, ja von einem Wengerterpaar hier in der Nähe werden Dolores und ich sogar mit Handschlag begrüsst. Es ist schon fast so wie unter Freunden. Trotzdem bleibt die betrübliche Feststellung, wie wenig professionell manche Wirte hier sind.

Da meine Seiten immer auch der Information dienen sollen, hier der Ursprung des Besen-Kults*: "Am Anfang des Besens steht Karl der Große. Der Erlass "Capitulare de villis" verfügte, dass die Wengerter nach Abgabe des Zehnten den Wein zuerst seinen Beamten anbieten mussten. Erst den restlichen Wein durften sie auf dem freien Markt verkaufen. Symbol für den Kehraus im Weinkeller wurde der Besen."
*entnommen der "Pavillon-Zeitung" Ausg. 07/02 der Weinbau Pavillon GmbH in Gundelsheim am Neckar)

Schillerdenkmal Marbach, Schillerhöhe, gegenüber dem Schiller-Nationalmuseum Wenn ich an Schwaben denke, denk' ich an Dichter und Getränke
Im Schwäbischen ist es bekanntlich schwierig, nicht mit den Spuren eines Dichters konfrontiert zu werden (selbst beim Wein) und es ist daher nicht verwunderlich, wenn dann Verse einen nur so zufliegen. So auch Ostermontag 2003 bei meinem Osterspaziergang in Marbach.

Ich saß auf einer Bank so für mich hin,
nichts zu suchen war mein Sinn.
Im Schatten sah ich Schillers Denkmal steh'n,
in Marbach war's, auf Schillers Höh'n.
Ich wollt' schon gehen, da merkt ich auf,
da steht ja glatt mein Name drauf.
Auch Dolores konnt' es lesen:
hier geht es auch um HILLEs Thesen
(tut man drei Buchstab'n überlesen.)
Ganz angetan als SCHILLERs Kern,
besuchten wir noch einen Besen
- nicht um den Schiller-, nein, den Kernerwein zu "lesen",
wollen Dichter doch "weniger erhoben
und fleißiger gelesen sein." (Lessing)

Ich bin ja nicht nur der Kern von Schiller, sondern auch der von Achilles, weshalb bei der Internetsuche nach Hille zu viele Fundstellen ausgewiesen werden. Besser ist es da, nach Helmut Hille als Wortgruppe zu suchen. Schiller war jedoch nicht der Namensgeber des rar gewordenen Schillerweins, eine alte Sorte in schillernden Farbe aufgrund gemischtfarbiger Trauben, überkommen aus einer Zeit, als man den Wein noch nicht immer sortenrein kelterte, auch um unterschiedliche Qualitäten auszugleichen. (Die Bezeichnung "Schillerwein" darf nach einer neuen EU-Verordnung in Zukunft nur noch in Baden-Württemberg verwendet werden.) Der beliebte Kernerwein dagegen wurde nach dem Arzt und Dichter Justinus Kerner (1786-1862) benannt, einem Spätromantiker, der in Weinsberg ganz in der Nähe der Staatl. Versuchsanstalt für Wein- und Obstanbau gelebt hatte, von welcher die nach ihm benannte Sorte gezüchtet wurde.
     "Rotwein" ist mehr oder weniger kräftig rot, "Weißwein" nie weiß aber zumeist hellgelb bis grünlich, "Schillerwein" schillert rötlich - doch was für eine Farbe hat der "Schwarzriesling Weißherbst"? Schwarz? Weiß? Oder irgendwie herbstlich? Meine innere Logik sperrt sich, wenn ich im Besen einen "Schwarzriesling Weißherbst" bestellen möchte. Als Ausweg bestelle ich dann einen "rosé", selbst auf die "Gefahr" hin, dadurch einen nicht sortenreinen Schillerwein serviert zu bekommen.

Scan H.Hille          

Pisa lässt grüßen
War mein Gedicht zu Schillers Namen mit Hilfe eines berühmten Goetheverses als Scherz gedacht, will newsflash.de in einer Nachricht vom 24.07.03 bei einem Schillerzitat aus "Wilhelm Tell" bei einer Online-Autorensuche ernsthaft "Goethe" als Verfasser erkannt haben. Vielleicht ist die Redaktion nach dem Wahrscheinlichkeitsprinzip vorgegangen, bei dem man bei bekannten Aussprüchen und Gedichten mit "Goethe" die meisten Treffer erzielt. Schöne neue Bildungswelt! Hier der Text von newsflash.de:
"+++ Onlinewelt: Amazon will "googeln" +++
Online-Buchhändler Amazon möchte für seinen Webshop eine Textsuchmaschine einrichten. Natürlich dürfte es interessant sein, "Durch diese hohle Gasse wird er kommen" einzugeben und dann sämtliche Goethe-Treffer serviert zu bekommen. Interessierte Käufer (oder auch Studenten, die ein Fachzitat benötigen) könnten so nach Begriffen und Themen in Büchern suchen und diese dann online bestellen - oder sich mit dem Zitat zufriedengeben."
    Aber hoffentlich nicht mit der falschen Antwort!

Landeswappen Bayern Landeswappen Baden-Württemberg
Worin sich Bayern und Schwaben unterscheiden. Spurensuche bei den alten
Kelten

Einstein in seiner Altersweisheit

 Einstein, der Uri Geller des Raumes
"Das Dumme an den Zufällen ist, dass man sie so schwer vorhersagen kann." Sich selbst veralbernd sagte das "Albert Einstein", dargestellt von dem wunderbar schlitzohrigen Walter Matthau (+ 1.7.2000), in dem Film von 1994 "I.Q. - Liebe ist relativ", der mit vielen Einsteinzitate gespickt ist. Zuerst feixen Einstein und seine Freunde spitzbübisch über Einsteins richtige Alterweisheit, dass "die Zeit (als Sache) nicht existiert", während die übrige Welt in unglaublicher Naivität immer noch denkt, sie könne wie ein Pizzateig gedehnt, gekrümmt, geschrumpft und gemessen werden. Dann versuchen sie einen sympathischen aber durchschnittlich begabten jungen Mann, einen Mechaniker, der Einsteins Nichte Catherine liebt, als "Genie" erscheinen zu lassen(!), also durchaus die Differenz von Sein und Schein kennend, weil sie (die Irre) unbedingt ein Genie als Mann haben will. Richtiger müsste der Film eigentlich "I.Q. - Genie ist relativ" heißen. Allein der Geniekult der Relativisten zeigt schon, dass es ihnen am rechten Wissenschaftsverständnis fehlt. "Eine Ironie des Schicksals (ist es), dass die andern Menschen mir selbst viel zuviel Bewunderung und Verehrung entgegengebracht haben, ohne meine Schuld und ohne mein Verdienst." (Albert Einstein, um 1930)

Da stimme ich Einstein zu: ohne Humor ist Physik heute nur schwer zu ertragen.

Einstein widerlegt, instantane Geschwindigkeit bewiesen
Zwei Streifenpolizisten verunglücken mit dem Streifenwagen. Sagt der eine: "Also, schneller wie momentan kann man nun wirklich nicht am Unfallort sein." (Janine Zepp, Viersen)

Zum Zuspätkommen ist es immer noch Zeit. (Elli Eckstein - nicht Al. Einstein!)

Heilbronner Einstein News 2007 - 2011:
"Einstein wird abgegeben, da er nur ein bis zwei Stunden alleine bleiben kann - danach fängt er an zu bellen." (Heilbronner Wochenblatt "echo" vom 12.09.07)
wie der Bayer (lobend) sagt: Ja, a Hund issa scho, da Einstein.

Wo bleiben die ganzen Einsteinfreunde? Einstein sucht nach 22 Monaten noch immer ein Zuhause, ist jetzt jedoch plötzlich jünger als je zuvor (mit Überlichtgeschwindigkeit gereist? Oder einfach "das ewige Kind"?). echo vom 08.07.09: "Einstein ist ein prächtiger, rot-weiß gezeichneter Berner-Sennen-Mischling, der 2008 geboren wurde. Er wurde abgegeben, weil er bellt, wenn er alleine zu Hause bleiben muss. Einstein kann gut zu größeren Kindern vermittelt werden und ist mit Hündinnen immer, mit Rüden oft verträglich. Er braucht Auslauf und ist ein unheimlich verschmuster, menschenbezogener Hundemann." Im September 2007 war er aber lt. echo bereits 7 Jahre alt! Entsprechend sieht der angeblich Einjährige heute auch aus, so struppelig wie der große Albert im Alter und lässt jetzt auch noch die Zunge sehen. Und es ist wie sonst auch immer: sobald der Name "Einstein" auftaucht, gleich in welchem Zusammenhang, sind die Menschen sofort voll von der Rolle und reden offen sichtlichen Unsinn daher, an den sich aber niemand stört.

Fundstelle einstein.wiki.sourceforge.net Wie sich die Bilder gleichen (nur die Zunge ist beim Hund etwas länger und seine Nasenlöcher sind vorn, doch Pelz tragen beide): Ja, jetzt weiß ich endlich, warum der Berner-Sennen-Mischling "Einstein" heißt. Und noch dazu: War nicht Einsteins Zeit in Bern die produktivste und wichtigste in seinem Leben? (Obgleich Einstein ein starker Esser war, hat man die Einstufung von 2007 "Berner Appenzeller Mix" - für den Hund - 2009 doch lieber fallen gelassen, denn bekanntlich frisst der Appenzeller den Kas mitsamt dem Teller. Davon ist bei beiden bisher nichts bekannt.)
2 Kommentare von Hans Deyssenroth: "Ich weiß nicht, was ihr wollt: Er hat lange Haare, zeigt die Zunge und sagt bedeutungsvoll "Wau", wobei man nicht genau weiß, was das bedeutet. Also ganz Einstein. Für die Altersangabendiskrepanz gibt es natürlich die Zeitdilatation." "Übrigens, in dem Zusammenhang gibt es noch einen experimentellen Beweis für die Zeitdilatation: Bewegte Hunde leben länger."

Ich hatte die Missinformation über das Alter von (Hund) Einstein bei der echo-Redaktion reklamiert, aber keine Antwort erhalten, vermutete aber eine Richtigstellung in "echo-Tierheim", die jetzt nach über 2 Monaten am 16.09.09 tatsächlich auch erschien, aber irgendwie getarnt, denn zuerst werden groß im Bild zwei Katzen gezeigt (wo sonst immer Hunde an erster Stelle kommen) mit der Unterschrift: "Die beiden süßen Kätzchen Agip und Aglaia aus dem Heilbronner Tierheim sind noch etwas schüchtern." Dann jedoch unvermittelt gleich anschließend im Text, ohne dass das Wort "Hund" vorkommt: "Einstein wird sieben Jahre alt, und er ist ein bildschöner, verschmuster und verträglicher Berner-Mischlingsrüde, der sehnlichst ein neues Zuhause wünscht. Einstein kennt den Umgang mit Kindern, ist gutmütig, er kann allerdings nicht lange allein bleiben." Sieben Jahre alt war er allerdings lt. echo schon vor genau zwei Jahre. Die Wahrheit über Einstein war noch nie einfach (es gibt immer mehrere Versionen und keine muss stimmen). Doch kann man hier an der Bezeichnung "Rüde" wenigstens gerade noch erkennen, dass es sich sehr wahrscheinlich um einen (etwas älteren) Hund handeln muss und nicht um einen rüden jungen Einstein in Bern, der trotzdem verträglich ist und gern schmust (nicht nur mit Mileva).

Auszug aus einer E-Mail vom 9. April 2010 der Vorsitzenden des Tierschutzvereins Heilbronn mit dem Betreff "Einstein mit 4 und 2 Beinen":
Sehr geehrter Herr Hille,
Einstein ist immer noch 2000 geboren und war demzufolge auch 2007 sieben Jahre alt. Dass auch der Redaktion des Echo ein Fehler unterlaufen kann oder gar ich diejenige war, die hier einen Fehler gemacht hat, tut mir leid.
Wir haben vor ca. 4 Wochen eine Familie mit einer Herdenschutzhündin im gleichen Alter wie Einstein gefunden, die 3 Wochen regelmäßig zum Spazierengehen bei uns waren und ihn dann am 31/3 mitgenommen haben. Wir hoffen sehr, dass er endlich seinen letzten Umzug angetreten hat und dort alt werden darf.
Viele Grüße und vielleicht möchten Sie ja doch einmal bei uns einige andere Langzeitkandidaten kennen lernen, ich würde Sie Ihnen auch gerne vorstellen. Dabei können wir auch gerne über Relativitäten im Leben diskutieren, da mir der andere Einstein berufsbedingt nicht ganz fremd ist :-)
Ihnen ein schönes WE und vielen Dank für Ihre Unterstützung (Spende für den Tierheimneubau).
Silke Anders  Foto Heilbronner STADTZEITUNG  Sie hat es geschafft! Das neue Tierheim wird 2012 gebaut!

Einstein und kein Ende?
alle Tierfotos S.Anders
echo TIERHEIM vom 2. Juni 2010:
Er ist "zwölf bis 13 Jahre alt"
und jetzt so niedlich!
Was ist da passiert?


ihn zu sich zu nehmen.... (echo vom 18.12.2011)

Einstein in Bern
Ein deutscher Tourist fragt Einstein in Bern vor seinem Haus in der Kramgasse: "Guter Mann, warum hat der Zytgloggeturm denn zwei Uhren?" Einstein überlegt kurz, "weiß" er doch, dass es keine Gleichzeitigkeit gibt: "Wenn zwei gleichzeitig wissen wollen, wie spät es ist, können sie die Zeit nicht zugleich ablesen, weil es keine Gleichzeitigkeit gibt. Darum hat der Zytgloggeturm zwei Uhren, damit keiner von beiden warten muss." Es ist nicht bekannt, ob der Tourist darob voller Zweifel an seinem Verstand sich in den Berner Bärenzwinger gestürzt hat.

geheimnisvoller Kosmos
Eine Frage bewegt mich: Fliehen uns die Galaxien erst seit Einsteins Relativitätstheorien hier als höchste Weisheit gelten oder taten sie das schon immer?

noch einmal Elli Eckstein: "Gott weiß alles. Aber einige wissen es besser." (beispielsweise - aber woher? - dass er nicht würfelt)

Nachträge zur Gehirnforschung:
"Sag mal Charly, wusstest Du, dass das menschliche Gehirn nur mit einem Drittel seiner Leistung arbeitet?" - "Ach, das ist ja interessant. Und was macht das andere Drittel?" (Katharina Wonhardt, Oberschöna)

"Es gibt im Gehirn nirgends Bereiche, die brachliegen. Wäre dem so, könnte man von dort Gewebe entnehmen, ohne Funktionseinbußen befürchten zu müssen. Dem aber ist nicht so." (Wolf Singer, Hirnforscher in "Der Beobachter im Gehirn", s. Buchbesprechung auf Datei III/4)

Wir lösten das Problem - einstimmig und bequem - indem wir alle fanden - es wäre nicht vorhanden. (Peter Oexl)

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