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I am sailing: ![]() Als Segler habe ich gelernt, zwischen scheinbarem (erlebtem) und wahrem Wind (Wind ohne Fahrtwind) gedanklich zu unterscheiden. Den Unterschied zwischen Schein und Sein aufzuklären, gehört für mich zum Gegenstand und Inhalt einer Wissenschaft, die diesen Namen verdient.
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Der Verfasser lebt als freier Autor in Heilbronn. Vorher wohnte ich 50 Jahre in München. Schwerpunkt meiner Arbeit sind erkenntniskritische Studien. Ich bin Mitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e.V. (DPG) und war Gründungsmitglied und lange im Vorstand der Gesellschaft für Kritische Philosophie (GKP), Nürnberg. Von 1955 bis zu ihrer Auflösung im Jahre 1984 war ich Mitglied der Keyserling Gesellschaft für Philosophie. Als Mitglied der DPG legte ich von 1995 bis 1998 auf Physikertagungen der DPG vor verschiedenen Fachverbänden grundlegende Gedanken zur physikalischen Forschung dar. Auf der DPG-Tagung in Berlin zum Einsteinjahr 2005 war ich als Mitglied des neu gegründeten AK Phil (Arbeitskreis Philosophie der Physik) mit 3 Vorträgen und auf 2 Postersitzungen vertreten. Die Liste der Referate und Veröffentlichungen ist über das Menue "Publikationen/Ref." (im 3. Block) und über einen Link am Ende dieser Seite zu erreichen. Die Berliner Texte sind als "Anhang 1" auf meiner Website ZEIT UND SEIN dokumentiert. Im gleichen Anhang und ab Anhang 4 finden Sie die DPG-Texte späterer Jahre, in Anhang 2 und 3 meine Referate vor dem Institut für Neue Medien in Frankfurt am Main sowie einen Gastbeitrag. Die Wiedergabe der Texte im Internet steht in der Absicht des Autors, eine Diskussion seiner Gedanken zu fördern (inzwischen auf einem guten Weg - s. im Menue "Feedbacks/Links" sowie "Besucher/Länder") und um aus der hoffentlich ebenso zahlreichen wie sachlichen Kritik zu lernen. |
Als Anlage zu dieser Homepage gibt es Gedichte des Autors und seiner Familie mit Computergrafiken von Elfriede Regenermel, ferner Reportagen zur Archäologie und vieles andere - über "L.Literarisches" im Menue am Ende des 2. Blocks. Den Ausschnitt aus einer Würdigung des Autors durch den Philosophen Dr. Joachim Koch finden Sie hier. |
"Jeder kennt, hoffe ich, diesen Unterschied. Das Selbstgespräch ist die freiere Rede als die adressierte." (Martin Walser in DIE Zeit Nr.3 vom 13. Januar 2000: "Über das Selbstgespräch")
Es ist mein Bestreben, Zusammenhänge so einfach darzustellen, wie sie sind.
Meine Kritik ist weder zufällig noch punktuell.
Ich habe einen Hunger nach Argumenten.
Ich schreibe nur, wenn es mir Freude bereitet und folge so meinem inneren Licht - doch immer wieder zeigt sich, dass meine Gedanken auch hochaktuell sind.
Bei mir wird man nur wenig Philosophie als Philosophiegeschichte finden. Ich denke noch selbst.
Ich versuche nicht, etwas zu erklären, sondern es zu klären.
Die drei großen R, ohne die Wissenschaft nicht gelingen kann: Redlichkeit, Realitätssinn und Rationalität.
Die drei großen Z, welche für die unbelebte Natur keine Bedeutung haben: Zeit, Zahl und Ziele.
Nur Menschen mit echten Einsichten sind geistig mündig und stehen nicht in der Gefahr, von anderen manipuliert zu werden.
Drei Hoffnungen:
Meine Homepage enthält viele "Links". Ich hoffe, dass sie mehr und mehr zum Missing Link zwischen Philosophie und Wissenschaft wird. - In den "Internetquellen" zur Philosophie des von der DFG geförderten WEBIS-Projekts (WEB-Bibliotheks-Informations-System zur überregionalen Literaturversorgung in Deutschland "als eine verteilte Nationalbibliothek") wird auf WEGE DES DENKENS inzwischen schon wie folgt hingewiesen: "Texte von Helmut Hille an der Schnittstelle von Philosophie und Physik, Kosmologie, Gehirnforschung, Biologie und Evolution" (auf der Website der Universitäts-Bibliothek Erlangen-Nürnberg, Sammelschwerpunkt Philosophie, Texte und Quellen, Primärtexte).
Doch ich hoffe auch, dass die Philosophie nie zu einem Teil der alles zu Zwecken des Menschen vereinnahmenden Wissenschaft wird, als eine weiter Vereinnahmung, sondern ihr Widerpart bleibt: eine Mahnung, den Gegenständen der Erkenntnis sich selbstlos in Respekt und Liebe zu nähern - aus Liebe zur Weisheit eben und nicht aus Liebe am Nutzen der Dinge. Die Liebe zur Weisheit ist es, die den Menschen intellektuell aus dem Tierreich heraushebt und die seine Würde ausmacht. Lassen wir uns beides - Weisheit und Würde - niemals nehmen!
Definitionen philosophischen Tuns
Bei Sachverhalten gehe ich nicht von "Vorstellungen" aus und versuche sie zu vermitteln, sondern beschreibe, wie die Sache sich mir stellt, wenn ich mir ihr möglichst offen zu nähern versuche. Dabei ist es manchmal nötig, sie aus verschiedenen Richtungen anzugehen, um ein schärferes Bild von ihr zu gewinnen.
Dabei weiß ich heute: Selbst sogenannter "Sachverhalte" werde ich mir nur durch Urteile bewusst, die auf meinem Wissen und meinen Meinungen beruhen. Wenn ich zu registrieren vermeine, mein Gegenüber ist ein Mensch oder ein Baum, hat mein kognitiver Apparat zuvor bereits einen Abgleich aller Möglichkeiten gemacht und das plausibelste Ergebnis mir vorgelegt.
Selbstverständlich gibt es vernünftigerweise eine beobachterunabhängige Wirklichkeit - aber nur solange, wie sie nicht beobachtet wird, ist doch jede Beobachtung schon eine Interpretation des kognitiven Apparates. Im Mikrokosmos ist sie darüberhinaus auch noch Wechselwirkung, die den unbeobachteten Zustand zwangsläufig verändert.
Trotzdem ist es wichtig, die zielführende Idee einer beobachterunabhängigen Realität beizubehalten, ist sie es doch gerade, die uns nach der Rolle des Beobachters fragen lässt.
Wir wissen nicht so viel von der Natur, weil wir ein Teil von ihr sind, wie die Epistemologen so schön einleuchtend sagen - aber auch ein Stein ist ein Teil der Natur, trotzdem wird wahrscheinlich kein Epistemologe ihm ein reiches Wissen bescheinigen wollen, so daß sich das so plausibel klingende Argument in Luft auflöst - sondern, weil wir sie zu einem Teil von uns machen können, denn diese Fähigkeit ist es, die Lebewesen von Steinen unterscheidet.
Selbst wenn wir Begriffe definieren, müssen wir doch mit Begriffen beginnen, die undefiniert sind. So ist die Unschärfe von Anfang an in unserem Denken.
Der Philosoph arbeitet am Begriff und am Argument, der Dichter an der Sprache. Während der Philosoph dem Leser nicht ersparen kann, an seinen Mühen teilzunehmen, erhebt ihn der Dichter sinnstiftend aus den Plagen seines Tagwerks. Darum erscheint er dem Philosophen so überlegen. Schiller an "Goethen": "Soviel ist indes gewiß, der Dichter ist der einzige wahre Mensch, und der beste Philosoph ist nur eine Karikatur gegen ihn." Freilich, gegen Goethe sieht jeder schwach aus. Trotzdem: wer als "Philosoph" mehr mit der Sprache spielt oder in Sprache schwelgt statt an den Begriffen und den Argumenten zu arbeiten und Sachverhalte zu klären, muss sich sagen lassen, dass er seine Aufgabe verfehlt hat, seien seine Sätze auch noch so brillant.
Karl Marx hatte insofern Recht, als es nicht darauf ankommt, die Welt immer wieder neu zu interpretieren, denn unser Weltbild ist ja schon eine Interpretation des kognitiven Apparates. Aufgabe von Philosophie und Wissenschaft ist es daher, diese Interpretationen zu entschlüsseln, um unser Weltbild objektivieren zu können, wollen wir als globale Menschheit zu einem angemessenen Umgang mit den von unserer Massenhaftigkeit und unseren wissenschaftlich-technischen Komplex erzeugten Problemen kommen. Um die Welt positiv verändern zu können, genügt es nicht, nur ihre sozialen Defizite zu kennen. Die mentalen sind viel gravierender und tiefer sitzend. Wer nur von der Gesellschaft her denkt und handelt, hat die wichtigsten Faktoren, die es zu bedenken gilt - den Menschen und seine Einstellung zur nichtmenschlichen Mitwelt - schon übersehen.
Der Fehler der Materialisten ist ihre Meinung, sie wüssten, um was es sich bei der Materie handelt. Daher könnten sie mit "Materie" alles "erklären". Der Fehler der Idealisten ist, sie wüssten was "Geist" ist.
Solange jemand nicht sagt, was er unter "Geist" und was er unter "Materie" versteht und worin sich beide unterscheiden, ist es eigentlich gleich, mit welcher der beiden Metaphern er eine Welterklärung unternimmt. Mit Unklarem kann man sowieso nichts klären.
Der dogmatische Materialist möchte alles Geistige wegerklären - dabei ist nichts so rein geistig wie seine Ideologie. Vor dieser Art geistiger Verwirrtheit ist man in keinem Alter geschützt.
Eine Ideologie will immer nur sich selbst "beweisen" - denn sie hat es nötig.
Es ist stets leichter Irrtümer zu bedienen als sie aufzuklären.
Denkökonomie - soll das nun heißen, von seinem Verstand nur den sparsamsten Gebrauch zu machen und die erstbeste, gefühlsmäßig einleuchtende Erklärung gutzuheißen? - Doch ersparte Gedanken bringen keine Zinsen, im Gegenteil!
Eine Denkmöglichkeit/Hypothese als Wirklichkeit anzusehen und dann eine (kühne) Fakteninterpretation für einen "Beweis" zu halten - das heiße ich, Forschheit mit Forschung zu verwechseln.
Hieran ersieht man, dass der Mensch mit der Wissenschaft generell überfordert ist. Daher beschränkt er sich zwangsläufig auf das Machbare, ohne die Sache selbst im Grunde zu verstehen.
Eine Theorie, die nichts Reales zum Gegenstand hat, kann an der Realität auch nicht scheitern!
Nicht nur die Schönheit sondern auch die Wahrheit liegt in den Augen des Betrachters. Während man über erstere nicht streiten kann, muss man aber nicht nur über, sondern auch für die Wahrheit streiten, soll es geistigen Fortschritt geben.
Als mündige und weltoffene Bürger aber sollten wir unsere inhaltlichen Überzeugungen ohne jede Ängstlichkeit immer unter Revisionsvorbehalt stellen können, wollen wir nicht die Knechte sondern die Herren unserer Meinungen sein - sind und bleiben doch alle geistigen Wahrheiten Wahrheiten aus zweiter Hand.
Im Münchner Arbeitskreis der Gesellschaft für kritische Philosophie waren überwiegend Ingenieure reiferen Alters vertreten, zu denen ich auch gehörte. Ich denke, dass Sachverstand und konstruktives, langjährig an der Realität geschultes Denken keine schlechten Voraussetzungen für das Philosophieren sind.
So sehr Spezialisten vonnöten sind: Kein Spezialist zu sein - Prof. Lorenz B. Puntel nannte mich "einen Universalisten" - hat schon den Vorteil, dass das Denken nicht von den (Schein-)Problemen eines Fachs absorbiert wird und dass man nicht auf Lehrmeinungen und Empfindlichkeiten der scientific community Rücksicht nehmen muss.
Und das wäre doch ein einprägsamer Buchtitel: ERHELLUNGEN von Helmut Hille. Inzwischen habe ich ihn auf meiner Website ZEIT UND SEIN übernommen.
Wenn philosophische Gesellschaften mehr und mehr von Naturwissenschaftlern (besonders von Physikern) unterwandert und dominiert werden, wird der Szientismus zu einer Plage. Die Religionen wollten die Philosophie für sich vereinnahmen, der Szientismus aber, von der Wiener Schule bis Kanitscheider, sie abschaffen. So ist ganz klar, wer ihre größeren Gegner sind. Doch der Philosophie ihre eigenständige Existenzberechtigung abzusprechen ist eben auch eine Art des Philosophierens.
Rationalistische Fundamentalisten sind um keinen Deut besser als christliche oder muslimische - persönlich eher noch unerträglicher und intoleranter. Findet der echte Philosoph, der auch immer Wissenschaftsskeptiker sein wird, weil er eben überhaupt Skeptiker ist, kein Gehör, dann bleibt ihm nur der Ausweg, sich von den Wissenschaftsgläubigen und ihren neuen Kirchen zu trennen, will er sich die Freiheit des Geistes bewahren.
Hier noch einmal die Felder des Denkens von der Startseite und ihre
etwas boshafte Fortsetzung:
Heute jedoch machen sich Politiker Gedanken über Grundsätzliches,
Harmlos, aber nicht ganz humorlos
In meiner Untersuchung des kognitiven Problems hatte ich geschrieben, dass die Dinge uns nicht sagen, wer oder was sie sind. Das muss ich jetzt einschränken, denn den Kindern sagt z.B. der Hund schon, dass er der Wauwau ist und die Katze, dass sie die Miau, die Kuh, dass sie die Muh und das Motorrad, dass es das Rrmm-rrmm ist usw. Aber auch uns Erwachsene hat der Kuckuck gesagt wer er ist. Und auch die krähende Krähe sagte es uns.
nocheinmal das Selbstgespräch:
Ich rede auch mit Tieren. Das sind wohl auch nur Selbstgespräche. Doch verstehen Tiere die Körpersprache wahrscheinlich viel besser als ich, haben doch vor allem wir Männer verlernt, bewusst auf sie zu achten.
Die Relativität der Farben (vor allem von
grün):
"Mutti, warum sind die Blaubeeren rot?" "Die Blaubeeren sind rot, weil sie noch grün sind."
Goethe, der mit seiner Farbenlehre Newtons mechanische Auffassung widerlegen wollte, dichtete im Faust (Mephisto zum Schüler): "Grau, teurer Freund, ist alle Theorie und
grün des Lebens goldner Baum."
Politisch weiß man sowieso nicht, wie rot die Grünen sind, die auf ihre Weise einen Beitrag zu einer relativistischen Farbenlehre leisten.
Die Relativität der Krümmung:
Die Raumwände meiner Wohnung, die eigentlich gerade sein sollten, sind so gekrümmt (was ich wiedermal beim Verlegen von Holzsockelleisten feststellen musste), dass Einsteins "gekrümmter Raum" mir dagegen unendlich gerade erscheinen würde. (Inzwischen habe ich die Wohnung gewechselt.)
2 neue Naturgesetze
Durch umfangreiche Beobachtungen an Leinen und Schnüren bzw. an Kleiderbügeln u. ä. habe ich festgestellt:
Das Verknotungsgesetz:
Das Verhakelungsgesetz:
Wunder der Liebe:
Ist Kinderlosigkeit erblich? (aus Abendzeitung, München)
Wer pflanzt sich nicht fort - tut nur so - und stirbt trotzdem nicht aus? (s. III/5 Soziobiologie)
Rentner glauben, sie hätten viel Zeit - aber sie wissen nicht, wieviel Zeit sie noch haben.
"Mutter werden am Telefon" - ein ganz neuer Service der Krankenkasse Deutsche BKK (aus DAS MAGAZIN Ausgabe 3.2005)
Es gibt Eunuchen. Doch gibt es auch Eunuchinnen? Oder Zwitterinnen? Wer beantwortet Dolores solche Fragen?
Wenn Dolores mir lächelt, dann lächelt mir das Universum.
Ein Beispiel der Transformation von Körpersprache in Begriffsprache:
Das bleibt für mich eine der "ewigen" irrationalen Wahrheiten: schwarzhaarige Frauen stechen ins Auge, blonde ins Herz.
Blondinenwitze sind die Rache der Schwarzhaarigen.
Warum ist Glück so flüchtig? Es wäre wohl sonst kein Glück!
Wie sagte doch schon Thomas von Aquin (oder ein anderer gläubiger Thomas): "Mit Wundern kann man alles erklären. Man muss nur fest an sie glauben."
Wenn du zum Weibe gehst, vergiss nicht Geld einzustecken.
Ehe? Ein Krieg, der mit einer Liebeserklärung beginnt.
Man soll mit den Füßen nur dorthin gehen, wohin einen der Kopf folgen kann.
Die bequemste Ausrede des Menschen war immer die Berufung auf ein höheres Wesen.
Auf der Suche nach der Wahrheit schafft sich der Mensch die Wahrheit, die er sucht.
Ob es uns gefällt oder nicht: wir alle sind die Nachkommen von Opportunisten.
weitere Sprüche von Günther Faust s. "Literarisches" (L10)
Gastarbeiter Pythagoras (Eine wahre Begebenheit)
Wer unbekümmert im Internet surft, hat noch nie eine Rechnung der Telekom selbst bezahlen müssen. (Dank Konkurrenz inzwischen günstiger.)
"Das Beste an einem maßvollen Leben ist, dass man ab und zu einmal über die Stränge schlagen kann." (Alke Prem)
Teufelsaustreibungen beweisen noch nicht die Existenz von Teufeln oder anderen Dämonen.
Ich kenne nur ein Untier. Und das ist der Mensch.
Liberalitas Bavariae: Freibier für alle!
Auch das noch: Hochwasser in Bayern - viele Fische ertrunken!
Viele gehen nicht nur der niedrigen Preise wegen in den "Besen", wie mir eine Besenwirtin in Beilstein erklärte, sondern der Geselligkeit wegen, weshalb es im Besen immer so laut und voll ist. Freilich, Weinseligkeit kommt im Besen nicht auf, dazu fehlt einfach die Musi. Und wenn dann beim jährlichen "Feschtle" doch mal eine Musi spielt, passt sie selten zum Wein. Also, mit dem Heurigen in Grinzing ist die schwäbische Uni nicht vergleichbar. Da fehlt es den Schwaben offensichtlich am sangesfreudigen Gemüt. Und wenn wir (Dolores und ich) es einmal ruhiger haben möchten, folgen wir dem Vorschlag von Geheimrat Goethe, der an seinem 48. Geburtstag Heilbronn besuchte und eifrig recherchierte: "Wir gehn hinaus aufs Jägerhaus" (Faust, Osterspaziergang), wo einen der Wirt mit Handschlag begrüßt und die Bedienung nach dem Wohlbefinden fragt, während Besenwirte meist so tun, als ob sie ihre Gäste nicht kennen würden, außer natürlich bei Prominenten, wobei sie sich, wegen ihrer oft jahrhundertelangen Familientradition des Weinbaus am Ort und ihrer politischen Mandate, selbst für die Prominentesten halten, die meisten anderen für "Hereingeschmeckte" - "Zugeroaste" wie der Bayer sagt, aber eben nicht wirklich zugehörig. - Jetzt - 2010 - muss ich mich hier korrigieren. Das Jägerhaus hat einen neuen Wirt, der das genaue Gegenteil des alten ist, und zwei Sontheimer Besenwirte grüßen freundlich, ja von einem Wengerterpaar hier in der Nähe werden Dolores und ich sogar mit Handschlag begrüsst. Es ist schon fast so wie unter Freunden. Trotzdem bleibt die betrübliche Feststellung, wie wenig professionell manche Wirte hier sind.
Da meine Seiten immer auch der Information dienen sollen, hier der Ursprung des Besen-Kults*: "Am Anfang des Besens steht Karl der Große. Der Erlass "Capitulare de villis" verfügte, dass die Wengerter nach Abgabe des Zehnten den Wein zuerst seinen Beamten anbieten mussten. Erst den restlichen Wein durften sie auf dem freien Markt verkaufen. Symbol für den Kehraus im Weinkeller wurde der Besen." Pisa lässt grüßen
Einstein widerlegt, instantane Geschwindigkeit bewiesen
Zum Zuspätkommen ist es immer noch Zeit. (Elli Eckstein - nicht Al. Einstein!)
Verzeichnis der Seiten mit Humorbeiträgen
© HILLE 1996-2010
So vor mich hin gesprochen - Anmerkungen zu aktuellen Themen
- Harmlos, aber nicht ganz humorlos
Kurioses von "Einstein mit 4 und 2 Beinen"
So vor mich hin gesprochen
vorwiegend Aphorismen
letzter Eintrag
als Ausdruck der Liebe zur Weisheit, wie sich in Kontexten ergaben:
Bewusstsein und Realität
Doch jeder Beweis ist nur soviel wert, wie der Geist, in dem er geführt wird.
Der Philosoph sollte das Grundsätzliche bedenken,
der Wissenschaftler das Tatsächliche,
der Politiker das Erforderliche und Mögliche.
Wenn jeder bei seiner Kompetenz bleibt,
dann kommen die Dinge in Ordnung.
die Philosophen denken über das Mögliche nach
und die theoretischen Wissenschaftler manipulieren Tatsachen solange,
bis sie zu ihren Theorien passen,
denn es ist stets leichter Irrtümer zu bedienen, als sie aufzuklären!
Kein Wunder, dass die Wissenschaftler immer genau das finden, was sie suchen.
Ein Bild der Wissenschaft spiegelt nur das Weltbild der Redaktion, was ihr "als Wahrheit" genehm ist.
Blick aus dem Münchner Fenster des Autors
weitere Münchner Fensterblicke
Anmerkungen zu aktuellen Themen
neuerer Eintrag
Aussprüche und Beobachtungen, nicht nur von mir
neuerer Eintrag
auch die Liebe betreffend und manchmal albern
(einige der nur hier und in den wechselnden Anmerkungen zu aktuellen Themen zu findenden Personen bzw. Autoren stehen nicht im Personenverzeichnis)
Arzt: "Führt Ihre Frau oft Selbstgespräche?" "Ja, aber sie weiß es nicht, sie glaubt, ich höre ihr zu!" (Edita Heinrich, Berlin)
1. Alles was sich verknoten kann, verknotet sich.
2. Die Anzahl der Knoten ist der Anzahl der Schnüre und der Anzahl der Bewegungen durch den Benutzer proportional.
Alles was Haken hat, verhakelt sich.
Gesetz der Verdauung: Jets sind der Stuhlgang schwarzer Löcher.
Ich weiß nicht, ob Frauen objektiv gesehen schön sind. Doch haben sie vieles, was Männer als schön empfinden. Das schönste ist für mich ein von Herzen kommendes Lächeln.
"Was reizt dich noch an deiner (einst so schönen) Frau?" - "Jedes Wort!"
Faust lebt!
und er ist immer noch ganz schön boshaft:
Ein Maurer versucht mit Latte und Zollstock, etwas unbeholfen einen rechten Winkel anzulegen. Kommt der Bauherr vorbei und fragt skeptisch: "Arbeiten Sie mit dem Pythagoras?" "Noi, noi", versichert der Maurer, "i bin hoid goanz alloa doa." (Vom Webmaster berichtet)
"Die Gedanken sind frei!" - schön und gut. Doch was ist das schon dagegen, wenn es heißt: "Die Getränke sind frei!" - und das vielleicht auch noch bei freier Auswahl!
Nun lebe ich seit dem Jahr 2000 in der Weinstadt Heilbronn. Jetzt glaube ich zu wissen, was eine "Spätlese" ist: Wein der spät abends gelesen wird. Aber wieso wird Wein denn "gelesen" und nicht getrunken? Doch so Elke Heidenreich*: "Weinlesen macht nicht betrunkener als Büchertrinken belesener macht." Das rebenreiche Umland Heilbronns wird auch "die Philosophische Fakultät der schwäbischen Uni" genannt (eine andere haben sie ja auch nicht). Also gibt es auch entsprechende Lesungen. Da bin ich ja trotzdem richtig, auch wenn ich die Münchner Uni hier am meisten vermisse. Und jetzt weiß ich, warum ich immer schon dort leben wollte, wo Weinkultur herrscht und die Römer bereits gerne lebten.
Hier hat "der Besen" zwei wichtige gemeinschaftsstiftende Bedeutungen: Er ist einmal Symbol der "Kehrwoche", mit der der Schwabe Sauberkeit, Fleiß und Gemeinschaftssinn unter Beweis stellen kann und dabei noch den Hausmeister einspart. Dann ist "der Besen" aber auch die gute Stube bei einem Winzer (schwäbisch: Wengerter), wo der Einheimische auf sparsame Weise seinem gesunden Appetit demonstrieren kann - eine Art Arbeitsessen - man muss ja "schaffe", und zugleich seinen Patriotismus durch eifrigen Verzehr des einheimischen Weines zeigt, der ja irgendwie weg muss.
Fotos: H. Hille
*entnommen der "Pavillon-Zeitung" Ausg. 07/02 der Weinbau Pavillon GmbH in Gundelsheim am Neckar)
War mein Gedicht zu Schillers Namen mit Hilfe eines berühmten Goetheverses als Scherz gedacht, will newsflash.de in einer Nachricht vom 24.07.03 bei einem Schillerzitat aus "Wilhelm Tell" bei einer Online-Autorensuche ernsthaft "Goethe" als Verfasser erkannt haben. Vielleicht ist die Redaktion nach dem Wahrscheinlichkeitsprinzip vorgegangen, bei dem man bei bekannten Aussprüchen und Gedichten mit "Goethe" die meisten Treffer erzielt. Schöne neue Bildungswelt! Hier der Text von newsflash.de:
"+++ Onlinewelt: Amazon will "googeln" +++
Online-Buchhändler Amazon möchte für seinen Webshop eine Textsuchmaschine einrichten. Natürlich dürfte es interessant sein, "Durch diese hohle Gasse wird er kommen" einzugeben und dann sämtliche Goethe-Treffer serviert zu bekommen. Interessierte Käufer (oder auch Studenten, die ein Fachzitat benötigen) könnten so nach Begriffen und Themen in Büchern suchen und diese dann online bestellen - oder sich mit dem Zitat zufriedengeben."
Aber hoffentlich nicht mit der falschen Antwort!
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Worin sich Bayern und Schwaben unterscheiden. Spurensuche bei den alten Kelten
"Das Dumme an den Zufällen ist, dass man sie so schwer vorhersagen kann." Sich selbst veralbernd sagte das "Albert Einstein", dargestellt von dem wunderbar schlitzohrigen Walter Matthau (+ 1.7.2000), in dem Film von 1994 "I.Q. - Liebe ist relativ", der mit vielen Einsteinzitate gespickt ist. Zuerst feixen Einstein und seine Freunde spitzbübisch über Einsteins richtige Alterweisheit, dass "die Zeit (als Sache) nicht existiert", während die übrige Welt in unglaublicher Naivität immer noch denkt, sie könne wie ein Pizzateig gedehnt, gekrümmt, geschrumpft und gemessen werden. Dann versuchen sie einen sympathischen aber durchschnittlich begabten jungen Mann, einen Mechaniker, der Einsteins Nichte Catherine liebt, als "Genie" erscheinen zu lassen(!), also durchaus die Differenz von Sein und Schein kennend, weil sie (die Irre) unbedingt ein Genie als Mann haben will. Richtiger müsste der Film eigentlich "I.Q. - Genie ist relativ" heißen. Allein der Geniekult der Relativisten zeigt schon, dass es ihnen am rechten Wissenschaftsverständnis fehlt.
Zwei Streifenpolizisten verunglücken mit dem Streifenwagen. Sagt der eine: "Also, schneller wie momentan kann man nun wirklich nicht am Unfallort sein." (Janine Zepp, Viersen)
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