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seit April 1996 im Netz!
mit monatlichen Ergänzungen (ab 2011 nur noch gelegentlich)

WEGE DES DENKENS

WAYS OF THINKING

Eine Expedition in das Innere des Verstandes
Beiträge zur Wissenschaft, Philosophie und Ethik
für eine Theorie des Verstehens

mit einem Anhang "Literarisches"
sowie Archäologisches und Bildreportagen

Autor: Helmut Hille
und Gäste/Guests


Diese Puplikation ist zuletzt nach dem Stand vom 15.02.2010 dauerhaft auf dem Archivserver der Deutschen National Bibliothek gespeichert. Link ggf. gleich übernehmen für die Zeit, da dieses Original nicht mehr zur Verfügung steht. Besser: aktuelle ZIP-Datei downloaden (oberes Menue).

Themen sind u.a.:

"Viele Dinge, die später Durchbrüche sind, resultieren gerade daraus,
dass Leute noch einmal sehr grundsätzlich darüber nachgedacht haben,
was diese Dinge eigentlich bedeuten." (Ulrich Schollwöck s. I/B6)

Die neue Physik
kennt kein Problem zwischen der Gravitation und den Quanten.
Gerade erst die Quantenphysik macht bei konsequenter Anwendung Gravitation und Kosmos verständlich.
Näheres s. hier

Die Schwerkraft hat keine Ursache - außer den Urknall selbst - sondern sie ist eine!


Schein oder Sein - das ewige Thema der Philosophie.
Der Schein ist dabei immer aufseiten des Beobachters,
der sich mit ihm die Welt für seine Zwecke zu eigen macht.

Die Götter im Olymp waren selig,
weil sie über die Illusionsfähigkeit des Gehirns Bescheid wussten.
Sie genossen seine Göttliche Komödie,
während wir Menschen ganz versessen darauf sind, sie zu spielen.

"Ein Mensch ist immer das Opfer seiner Wahrheiten." (Albert Camus)


Wer die Prämissen seiner Urteile nicht kennt, bleibt deren Gefangener.

Philosophieren ist das Ringen um die Freiheit des Geistes

Es geht darum,
zu einem vernünftigen Umgang mit Nichtwissen und Subjektivität zu kommen.


Aufklärung heute ist die Aufklärung der Beobachterrolle

Ohne ihre Aufklärung bleibt alles Wissen vorläufig.

Sich mit der Beobachterrolle auseinanderzusetzen kann ja nie schaden - außer der Dummheit.


Natürlich gibt es eine vom Beobachter unabhängige Realität,
aber natürlich nur solange, wie sie nicht beobachet wird.

Trotzdem ist es wichtig, die zielführende Idee einer beobachterunabhängigen Realität beizubehalten,
ist sie es doch gerade, die uns nach der Rolle des Beobachters fragen lässt.


Weltbilder und Theorien sind nicht der Spiegel des Seins,
sondern unseres Denkens über das Sein,
während das Sein selbst alle Denkbarkeit übersteigt.

Die Hemisphärenorganisation des Gehirns ist das Zeichen dafür,
dass Lebewesen im Dialog mit sich selbst stehende selbstreferentielle Systeme sind.

Meine Relativitätstheorie:
Alle Erkenntnis ist und gilt relativ zu dem Erkenntnismittel.

Mit dieser Einsicht fällt es leichter, bescheiden und tolerant zu sein.


Wer die Rolle des Beobachters bestreitet,
bestreitet die Eigenständigkeit des Geistigen
und damit auch alle das Menschsein ausmachenden eigenschöpferischen Ideale und Werte
und die Verantwortung für diese.
Er ist alles andere als ein Humanist.

Wer physikalische Messgrößen nicht von physikalischen Gegenständen unterscheidet,
sollte sich nicht Naturwissenschaftler nennen,
fehlt es ihm doch völlig am Verständnis dessen, was das Maß und was das zu Messende ist.
Das dürfte nichteinmal einem Laien passieren.

Und wer für unerwünschte Daten ad hoc die Messinstrumente verantwortlich macht,
und nicht seine offensichtlich falsche Erwartung,
dem fehlt es sowieso an bedingungsloser Liebe zur Wissenschaft.


Urknall - Entstehung aus dem Nichts?
Wenn schon unser Kosmos keiner physikalischen Ursache bedarf,
dann bedarf eigentlich nichts einer solchen und wir könnten die Wissenschaft vergessen.


Felder des Denkens
Der Philosoph sollte das Grundsätzliche bedenken,
der Wissenschaftler das Tatsächliche,
der Politiker das Erforderliche und Mögliche.
Wenn jeder bei seiner Kompetenz bleibt,
dann kommen die Dinge in Ordnung.

Im Sinne der obigen Ordnung verstehe ich mich als Spezialist für das Grundsätzliche.


Man kann die elementaren Fakten des Daseins - wie Sein und Zeit, Materie und Gravitation, Leben und Sexualität, Geist und Erkennen - gar nicht grundsätzlich genug bedenken, will man ein ihnen angemessenes Verständnis gewinnen.

Wussten Sie, dass alle Veröffentlichungen in den Wissenschaftsmedien einer nicht greifbaren anonymen Zensur unterliegen? Angeblich zur "Sicherung der Qualität", tatsächlich zur Ausblendung aller unerwünschten Fakten und Meinungen.

Auch ein Bild der Wissenschaft spiegelt nur das Weltbild der Redaktion.
"Die Ideengeber zu Fernsehserie und Buch "Geheimnisvoller Kosmos Gehirn" ... drängten immer wieder dazu, komplizierte Sachverhalte der Hirnforschung in einfache Worte zu fassen, so daß der Wissenschaftler schließlich aufstöhnte: Ein bißchen richtig muß es aber auch sein." (Bemerkung der Autoren im Buch s. II/16) - Nur ein bißchen richtig und vielleicht nichteinmal das?

Als mündige und weltoffene Bürger sollten wir unsere inhaltlichen Überzeugungen ohne jede Ängstlichkeit immer unter Revisionsvorbehalt stellen können, wollen wir nicht die Knechte sondern die Herren unserer Meinungen sein.

Der "einzig wahre Glaube" ist schon ein Widerspruch in sich, denn glauben kann man Beliebiges. Der Glaube an den Besitz der einzigen Wahrheit, die alles zu rechtfertigen scheint, ist der Vater des Terrors, der Glaubenseifer seine Mutter.

Irren ist menschlich. Kein Wunder, dass jede Herrschaft im Namen ewiger Wahrheiten immer so unmenschlich ist.

Zur Würde des Menschen gehört es, unbeantwortbare Fragen auszuhalten.

Angesichts des gewaltigen Vernichtungspotentials in den Händen der Menschheit, muss es heute mehr denn je das zivilisatorische Ziel sein, die Wahrheiten des Lebens vor den Wahrheitsansprüchen des Denkens zu schützen, wenn dieses versucht, die Macht zu ergreifen. "Wer das Leben nicht ernst nimmt, dem wird es seinen furchtbaren Ernst zeigen." (Laotse)

Aus der Sicht der Schöpfung: Was ist die Menschheit heute anderes als die Krankheit dieser Erde? Für die irdische Schöpfung wie für den Menschen selbst ist ein von ihm ausgeübter Schutz der Mitwelt schon längst zur Schicksalsfrage geworden, weshalb wir uns nicht auf fromme Sprüche aus fernen Zeiten verlassen können, sondern hier und heute unser Herz und unsere Vernunft sprechen lassen müssen, um zu einer aufgeklärten Selbststeuerung zu kommen, die allen ein ihnen angemessenes Überleben sichert.

Ob menschlicher Wille wissenschaftlich erweisbar frei ist oder nicht ist nicht entscheidend. Entscheidend ist es, das Postulat der Willensfreiheit um der menschlichen Würde willen zu setzen.
"Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut." (Perikles)


Es geht hier nicht ums Besserwissen,
sondern um ein besseres Verständnis des Wissens.


Kung-fu-tse, der Weise aus China lehrte:
"Soll die Gemeinschaft sich ordnen
und der Einzelne seine Bestimmung erfüllen,
dann müssen zuerst
die Begriffe in Ordnung gebracht werden,
denn die Unordnung ist zuerst im Denken."

Peter Janisch 2009 in "Kein neues Menschenbild. Zur Sprache der Hirnforschung":
"Sprachvergessenheit ist zum Kennzeichen der Naturwissenschaften geworden."

weitere Aphorismen
mit einer boshaften Fortsetzung der "Felder des Denkens"

"Die Evolution ist mehr als eine Hypothese." (Papst Johannes Paul II. im Okt. 1996)
"Ich sehe keinen Gegensatz zwischen dem Glaubensbekenntnis und den Beweisen der Wissenschaft." (Papst Benedikt XVI. am 31. Okt. 2008, ebenfalls vor der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften)

Haben Sie gewusst, dass bei einem undogmatischen Verständnis sowohl der Evolutionslehre als auch der biblischen Schöpfungsgeschichte es keine prinzipiellen Gegensätze zwischen beiden gibt? Siehe "Mein Weltbild/2. Der geheime Schöpfer" (Link in der oberen Menueleiste).
(Die Evolution ist an der Päpstlichen Akademie kein Tabuthema mehr. Aber Sexualität und Frauen schon. Aber wie ist ohne Frauen und Sexualität Evolution möglich? Erst die Zweigeschlechtlichkeit hat das Leben aus seiner genetischen Gefangenschaft befreit, weshalb es überall nach Mischung drängt.)


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sollten auf Ihrem Bildschirm die Menue-Leisten fehlen, dann sind Sie nicht auf der Indexseite
Zugang zu allen dt. Texten auch über "alle dt. Texttitel" mit Spezialverzeichnissen so zu Gedichten und Humorbeiträgen im 3. Block des linken Menues

In den "Internetquellen" zur Philosophie des von der DFG (Deutsche Forschungs-Gemeinschaft) geförderten WEBIS-Projekts (WEB-Bibliotheks-Informations-System zur überregionalen Literatur-Versorgung in Deutschland "als eine verteilte Nationalbibliothek") wurde WEGE DES DENKENS wie folgt beschrieben: "Texte von Helmut Hille an der Schnittstelle von Philosophie, Physik, Kosmologie, Gehirnforschung, Biologie und Evolution" Nach Umstellung 2009 auf das Wikiformat gibt es dort z.Zt. keine Sammlung von Internetquellen zur Philosophie mehr. WEGE DES DENKENS ist jedoch in vielen anderen Internetbibliotheken zur Philosophie zu finden.
     Der Herausgeber von www.philosophers-today.com, Dr. Joachim Koch, schreibt in der Zeitschrift "Wechselwirkung" anlässlich meiner dortigen Habermas-Rezension, zu der er mich eingeladen hatte: "Ich habe mich bei meiner Vorstellung von Gegenwartsdenkern aus mehreren Gründen bewusst für ihn (Helmut Hille) entschieden. Helmut Hille versteht es nicht nur, seine Texte in seltener Klarheit zu verfassen; er gehört auch zu den Philosophen, die trotz ihres Alters und ihrer späten Berufung einen ernst zu nehmenden Beitrag zum geistigen Geschehen leisten." (s. Datei III/4, letzter Text)
     Eine 2. Domain von mir ist ZEIT UND SEIN mit Beiträgen zur Philosophie und Wissenschaftstheorie. Auch sie ist auf dem Archivserver der Deutschen National Bibliothek dauerhaft gespeichert. Weitere Daten und die Links finden Sie hier.


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