"Gesunder Menschenverstand ist eine Sammlung von Vorurteilen,
die man bis zum 18. Lebensjahr erworben hat."
Albert Einstein
Fundstelle: Internetseite von Einsteinfreunden, die genau dieser Überzeugung sind"Autismus ist die Unfähigkeit etwas einen Wert zu geben, das man nicht messen kann"
die Silicon-Valley-Insiderin Paulina Borsook
Fundstelle InternetMan kann es auch so beschreiben:
"Da moderne Wissenschaftler nur den stofflichen Bereich der Natur beachten,
schließen sie den geistigen Bereich aus
- und mit ihm den gesunden Menschenverstand."
Fritz Driller in einem Rundschreiben vom 23. März 2010
Gesundheit als Makel? Wenn der große Albert das sagt, dann muss es ja stimmen. Also einfach nicht mehr dem gesunden Menschenverstand folgen? Lieber sorglos ungesund denken, d.h. nicht mehr durch sorgfältige Einschätzung der Mitwelt auf die Bewahrung des Lebens bedacht sein? Die Einsteinfreunde haben das schon mit Eifer praktiziert und das Resultat ist entsprechend. Dabei geht es in erster Linie um die Unterscheidung zwischen Schein und Sein, ein altes Menschheitsproblem von dem sie nichts wissen wollen. Alles wäre so, wie es erscheint, basta! was auch der autistischen Wahrnehmung entspricht, die keinen Zugang zum Gegenüber hat, seien es Menschen oder Sachen. Doch schon immer haben kritisch denkende Menschen zwischen Sein und Schein unterschieden, weshalb die Sprache diese Begriffe kennt, auch wenn selbst die Philosophen uns bisher nur unzulänglich erklären konnten, worin die Differenz zwischen Sein und Schein besteht, weshalb die Philosophie vor Mitterer (s. Datei II/3) eher der unendliche Versuch war, den naiven Realismus mehr oder weniger kunstvoll rechtfertigen zu wollen - aber immerhin in der richtigen Einsicht, dass ein Rechtfertigungsbedarf besteht.
Seit der Renaissance waren es dann kritische Wissenschaftler, die entgegen dem Augenschein die wahren Verhältnisse erkannten: nämlich dass sich die Welt nicht um die Erde dreht, sondern dass diese um ihre eigene Achse kreist und so die Welt an sich vorüberziehen lässt, wie Kopernikus (1473-1543) und Galilei (1564-1642) es sahen, und dass geradlinig-gleichförmig bewegte Gegenstände - entgegen der Lehrmeinung des Aristoteles - dazu keiner Kraft bedürfen, sondern einfach kraftfrei in ihrem Zustand verharren, ganz gleich, ob sie uns als "bewegt" oder "ruhend" erscheinen (Newton 1643-1727, 1. Axiom), hängen diese Eigenschaften doch von des Sichtweise des Beobachters ab, wobei Newton darüberhinaus erkannte, dass Körper zwar von sich aus träge aber nicht von sich aus schwer sind, wie das Aristoteles ebenfalls fälschlich lehrte, sondern zu ihrer Schwere der Kraft anderer Körper bedürfen, wodurch Mechanik und Himmelsmechanik ihre bis heute wichtigsten Grundlagen erhielten.
Erst als im 19. Jahrhundert infolge der philosophischen Absolutierung des Geistes durch Idealisten wie Hegel (1770-1831) die Naturwissenschaftler von einer Rolle des Geistigen gleich gar nichts mehr wissen wollten und trotzig auf den Augenschein setzten (das Umschlagen der These in die Antithese) und somit begannen Vernunft und Verstand zu verachten so dass Physiker (sicher aber nicht alle) bis heute stolz darauf sind, auf das von Ernst Mach (1838-1916) in seinem radikalen Neupositivismus als "metaphysisch" erklärte Ursachendenken zu verzichten - den für das Überleben so wichtigen sog. gesunden Menschenverstand, den Einstein (1879-1955) nur für eine Sammlung von (abzulegenden) Vorurteilen hielt - ging das von den großen Denkern der Renaissance und des Rationalismus gewonnene vernünftige Bild der Welt mitsamt dem Denken, das es hervorgebracht hat, mehr und mehr verloren, so dass Max Born (1882-1970) in seinem Buch "Die Relativitätstheorie Einsteins" bis heute unwidersprochen folgerichtig behaupten kann, wobei ich offen lassen muss, ob dies Borns eigene Überzeugung war oder ob er nur versuchte "EINSTEINS Standpunkt" richtig wiederzugeben (er war mit seinem Freund Albert durchaus nicht immer einer Meinung): "Damit ist die Rückkehr zu des PTOLEMÄUS Standpunkt der 'ruhenden Erde' ins Belieben gestellt." "Daher haben von EINSTEINS Standpunkt gesehen PTOLEMÄUS und KOPERNIKUS gleiches Recht. Welchen Ausgangspunkt man wählt, ist Sache der Bequemlichkeit." "Ein Gravitationsfeld ist an sich weder 'real' noch 'fiktiv'. Es hat überhaupt keine von der Koordinatenwahl unabhängige Bedeutung, genau wie die Länge eines Stabes." (Betonungen im Original) Nichtwissen als hehre Forschungstugend, Physik nur noch eine Sache des "Beliebens" und der "Bequemlichkeit". Hauptsache man hat Gleichungen, mit denen man alles berechnen kann, ohne es auch noch verstehen zu müssen. Wie bequem und denkökonomisch zugleich! Mach würde das freuen und der gestresste Bachelorstudent mit seiner kurzen Studienzeit weiß es zu schätzen. Aber auch wie gefährlich, wenn man sein Umfeld nicht versteht!
Dieser mit der Leugnung der Beobachterrolle oder ihrem Unverständnis einhergehende Verlust elementaren Verstehens und Wissens hat weitreichende Folgen. Die erschreckenste für mich ist, dass physikalische Mess- und Rechengrößen, die ja rein geistiger Art sind - wie alles Verstehen rein geistiger Art ist -, von Physikern heute als physikalische Gegenstände behandelt werden, ebenso die Ordnungsmuster Raum und Zeit, die beim Urknall "entstanden" wären und die Licht und Materie lenken würden. Für diese Unkritischen zerfällt die Welt in so vielerlei Arten von Gegenständen, wie es physikalische Größen gibt. Gemäß Alberts Spezieller Relativitätstheorie zerfällt sie darüber hinaus raumzeitlich auch noch in "unendliche viele Inertialsysteme" in Abhängigkeit von zufälligen (auch tierischen?) Beobachtern. Wahnsinn! Kein Wunder, dass Einstein lebenslang vergebens die Einheit der Physik suchte. Raum und Zeit hat er dabei mit materiellen Eigenschaften wie "gekrümmt" und "gedehnt" in Verbindung gebracht und sie so quasimaterialisiert. Auf diese Weise kam er dem Materialismus von Physikern sehr entgegen, obwohl er selbst eher ein Idealist genannt werden müsste (von Lenin richtig eingeschätzt), sah er doch alles in Abhängigkeit von den Gedanken Gottes und dessen imaginären Hilfstruppen Raum und Zeit mit dem Licht als von keiner (schmutzigen) Materie beirrbaren Boten, aber eben nur mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs, weshalb wir, wegen der Größe des Universums, wie einst Einstein, bis heute leider vergeblich auf die göttlichen Eingebungen warten. Wahrlich, eine schöne neue mythologische Weltsicht diese "moderne" Physik!
Das größte Bestreben zur Rechtfertigung des Materialismus und Naturalismus ist der Versuch zu "beweisen", dass es "gekrümmte Räume" und "gedehnte Zeiten" mit Lenkeigenschaften gibt, (während die wirklichen materiellen Kräfte nicht interessieren, weil sie ja "metaphysisch" wären), was zumeist durch Sprachspiele zu erbringen versucht wird, die jedoch als solche gar nicht bemerkt werden, weil den Propagandisten dieser Volksverblödung in ihrem naiven Realismus eine Differenz von Sein und Schein nicht in den Sinn kommt, ist doch alles Geistige für sie bestenfalls nur das Abbild des Materiellen, wie es schon Marx lehrte. So verlangsamen sie in relativistischen "Experimenten" einen zur "Uhr" erklärten physikalischen Vorgang durch Änderungen seiner Randbedingungen und schon ist für sie "die Zeitdehnung bewiesen", gibt es für sie doch keinen Unterschied zwischen dem geistigen Maß der Dauer - der Zeit -, dem materiellen Hilfsmittel der Messung - der Uhr - und dem physikalischen Vorgang selbst. Das Differenzieren, das die geistige Tätigkeit ausmacht, ist eben nicht ihre Stärke. Und weil man in Selbstblindheit nichts von einer Beobachterrolle weiß, glaubt man gleich auch noch, dass es nicht die Menschen sondern die Instrumente sind welche messen, also quantitatives Wissen gewinnen, als hätten sie kognitive Fähigkeiten, z.B. hier die Uhr, deren einziger Zweck es jedoch ist, Zeitpunkte anzuzeigen, die möglichst genau dem international festgelegten Standard entsprechen sollten. Aus der Differenz zweier Zeitpunkte bestimmen Menschen dann die Dauer eines Ereignisses, genauso wie sie die Länge aus der Differenz zweier Raumpunkte ermitteln. Jeder bestimmte Zustand ist eben durch einen Beobachter anhand seiner Hilfsmittel bestimmt. Da ist niemand, der ihm das abnimmt und daran gibt es nichts, was nicht jedermann verstehen könnte. Eine von der geltenden Norm abweichende Uhr geht einfach schlicht falsch - und sonst gar nichts! Privat weiß das jeder, doch in der theoretischen Physik, wo man in heiliger Einfalt neben vielen anderen vom Zweck einer Uhr nichts weiß und nichts von ihrer Funktionsweise, wird das als ein mysteriöses physikalisches Phänomen behandelt, das durch das Wirken geheimer Raumzeitmächte aufwändig "erklärt" werden müsste. Dabei kommt man sich in seiner gewollt ungesunden d.h. gefährlichen Sachferne auch noch ungeheuer schlau und überlegen vor, obgleich eher das Gegenteil zutrifft. Doch das gehört eben zur Betriebsblindheit! Und wer kritisch über das Tun und Reden dieser Theoretiker denkt und Vernunft und Sachverstand anmahnt, wird mangels sachlicher Argumente von ihnen gleich für schrullig bis geisteskrank erklärt, denn das Unkritische wäre ja das erstrebenswert Normale, weshalb man die da störenden Einwände der "Stänkerer" (Einsteins harmlosestes Schimpfwort) erst gar nicht zur Kenntnis zu nehmen braucht, was dann auch noch der Bequemlichkeit dient, die von Born sosehr geschätzt wurde. Freiheit der Wissenschaft als Narrenfreiheit! Das lässt die Schluss aufkommen: Wer den gesunden Menschenverstand verachtet, hat selber keinen. Richtig aber ist, dass seine Ausbildung eine lebenslängliche Aufgabe bleibt und keinesfalls mit dem 18. Lebensjahr enden sollte.
Der Unverstand geht aber noch tiefer. Da man nichts vom Menschen gesetzten Maßstäben weiß oder wissen will und weil man die akribische Arbeit von Bureaus of Standard und ihren Eichämtern ignoriert, glaubt man auch ohne Referenzwerte messen zu können! Man könne also freihand beurteilen, ob Maße der Länge und der Zeit sich ändern (noch dazu bei hohen Geschwindigkeiten!), obwohl Geschwindigkeiten und Änderungen von Messmitteln verbindlich einzig durch der Norm entsprechende Messmittel festgestellt werden können, ganz abgesehen davon, dass es sowieso zum Wesen der Messung gehört, dass Maßeinheiten bekannt und unveränderlich sein müssen, will man zu gültigen, überall nachvollziehbaren Aussagen kommen, was für eine globale Zivilisation wichtiger denn je ist. Nachdem man sich vom sog. gesunden, auf Sacherkenntnis zielenden Menschenverstand verabschiedet hat, sind Physiker heute schon sehr weit fortgeschritten: offiziell weiß man heute u.a. nicht mehr was die Einheit der Physik ausmacht, was messen heißt, wer misst, wie eine Uhr funktioniert, was ihr Zweck ist, was eine physikalische Größe ausmacht, was der Zweck internationaler Standards, ihrer Büros und Eichämter ist, was Kraft ist, was Gravitation ist, was Newtons Dynamik ihre zeitlose Gültigkeit verleiht usw. usf. und gibt zum dynamischen Begriff der Masse völlig unsinnige kinematische Erklärungen ab oder hält gemäß der materialistischen Denkweise die Messgröße "Masse" gleich für ein eigenes Teilchen (Higgs-Boson) und Newtons Axiome für bloße Sachbehauptungen. Und "von EINSTEINS Standpunkt" aus macht es nach der Verabschiedung von Newtons Dynamik lt. Born auch keinen Unterschied, ob sich die Erde um ihre Achse dreht, wie das bei Himmelskörpern sowieso die Regel ist, oder ob das gewaltige Universum einmal täglich um die Erde kreist, weil Ursachen eines Verhaltens nicht interessieren. (Es fällt mir aber schwer zu glauben, dass dies wirklich Einsteins Überzeugung war.) Und nicht zuletzt hat man aberwitzig aber nach Mach auch wieder richtig, Schein und Sein nicht unterscheidend, die nur für den Beobachter existierenden Sinneseindrücke von Ruhe und Bewegung Faktizität zugebilligt und zu entscheidenden physikalischen Kriterien erklärt. Eine Scheinphysik eben, die mit den nur für uns Menschen gegebenen Relationen argumentiert. Bleibt da noch etwas an weisem Verständnis, das noch nicht zielstrebig vernichtet wurde? Ach ja, da gibt es ja noch die gut begründete Einsicht, dass ein Horizont keine objektive Grenze ist - aber den Lichthorizont hält man dank Einstein jetzt trotzdem für einen solchen. Doch alle diese Annahmen von Grenzen, wie die der Geschwindigkeit und des Universums, sind nur Ausdruck eines begrenzten Verstandes. So von aller mühsam erworbenen und zu erwerbenden abendländischen Denkkultur befreit ist man wie ein Neandertaler der Neuzeit fachlich völlig verblödet (die Neandertaler mögen mir verzeihen, denn wahrscheinlich waren selbst sie nicht so blöd, hatten sie doch die größten Menschenhirne aller Zeiten, während Einstein mit einem recht kleinen auskommen musste), oder man muss zumindest so tun, um nicht aus der Gemeinschaft der Physiker ausgeschlossen zu werden, deren Praktiker übrigens ganz ausgezeichnete Arbeit leisten, soweit sie nicht von den Theoretikern daran gehindert werden. Man denke hier nur an Anton Zeilinger und seine Verschränkungsexperimente, für die er längst den Nobelpreis verdient hätte, die er jedoch nur mit allerlei Verbeugungen und Verbiegungen vor Einstein der Öffentlichkeit vorstellen darf, der die Quantenphysik aus dem Bauch heraus eifrig bekämpft hatte, so wie er zuvor schon mit Newtons Dynamik nichts anzufangen wusste, hat man als Autist doch Panik vor allem Unkontrollierbaren wie dem Zufall, Wahrscheinlichkeiten und immanenten Kräften, deren Stärke sich erst in Wechselwirkungen erweist, weshalb Einstein selbst da kein Vorwurf zu machen ist. An Stelle ihm unheimlicher immanenter Kräfte und Ursachen setzte er auf eine berechenbare deterministische Lenkung von außen, die sich der Raumzeit bedient. Der Philosoph Oswald Spengler empfand in den Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts das deterministische Weltbild der Physik als eine "Erscheinung des Hasses gegen die Mächte des Schicksals, des Unbegreiflichen" (DPG-Text). Einsteins vielgepriesenes physikalisches "Genie", das der Welt immer noch soviel Kopfzerbrechen bereitet, entpuppt sich so als ganz normaler autistischer Defekt, verbunden mit einer für Autisten nicht unüblichen Sonderbegabung im Mathematischen, sind sie doch sowieso auf Zahlen fixiert. Und sein Humor war sein Ausweg, um mit dem von ihm durchaus gefühlten Defizit leben zu können. Er wünschte sich deshalb "dass wir uns selbst und die anderen nicht gar zu ernst nehmen; es führt zu einer Lebensauffassung, die auch besonders dem Humor sein Recht lässt." (Einstein, Mein Weltbild) Ach, würden es seine Jünger doch auch so sehen und darin ihrem Meister folgen und locker bleiben.
Das zuvor geschilderte massive Unverständnis der Bedingungen von Wissenschaft wäre bei einem einzelnen Menschen nicht weiter schlimm, denn immer wird es in jedem Fach solche Ausreißer geben. Aber wenn dies einer ganzen Gruppe von Menschen passiert, die sich noch dazu für die geistige Elite hält und jegliche Kritik an ihrer verqueren Auffassung seit 90 Jahren rücksichtslos unterdrückt - und dass im Namen der Wissenschaft! - dann ist dies entweder hochkriminell oder ein Abgrund jener "unendlichen Dummheit", die Einstein immer bei den Andersdenkenden sah, weil er als Autist deren Argumente nicht verstand, woran sich bei seinen Nachfolgern nichts geändert hat, die Einsteins Defekt offensichtlich sehr verinnerlicht haben, weshalb auch ihnen der gesunde Menschenverstand so verkehrt vorkommt. Weil es ihnen mangels seiner daher an Gegenargumenten fehlt, können sie - wie er - die Gegner seiner Theorie nur persönlich verunglimpfen, in der Hoffnung, sie unglaubwürdig zu machen, wie ich selber erfahren musste, - sich so demaskierend ihre Imkompetenz offenbarend, was sie in ihrer Betriebsblindheit jedoch wiederum selbst nicht bemerken. Zugleich wird derjenige, dem alles Geistige nur eine "hartnäckige Illusion" war und der aber doch zu gern die Gedanken Gottes gewusst hätte, um die Physik der Welt zu verstehen, von ihnen kulthaft und servil als großer Geistesheld gefeiert, der der Menschheit das Funktionieren das Universums erklärt hätte, obwohl er nichteinmal einen blassen Schimmer davon hatte, wie eine Uhr funktioniert und was messen heißt. Verkehrter geht's nicht! Wie aber können wir mit einer solchen entgleisten Elite von Fachlaien, die menschliches Verstehen um Jahrhunderte zurückkatapultiert haben, und das auch noch mit stolzgeschwellter Brust, die Zukunft meistern?! Man höre sich nur Harald Lech im Fernsehen an, der seit Jahren bei jeder sich bietenden Gelegenheit fast schon zwangshaft die Relativitätstheorie in höchsten Tönen preist und dabei ungewohnt nassforsch rein geistige Ordnungs- und Messgrößen als unbezweifelbare physikalische Objekte darstellt. Sobald von Einstein und der Relativitätstheorie die Rede ist sind auch die Klügsten gleich voll von der Rolle, haben doch beim Zerstören des gesunden Menschenverstandes die beiden ersten ganze Arbeit geleistet. Hier ist Nachhaltigkeit garantiert. Nur gut für die von der Dummheit Betroffenen, dass sie ihnen selber nicht weh tut - uns anderen aber schon, weshalb wir nicht aufhören können, diesen Missstand anzuprangern.
Es bleibt also die Frage: Wie kommt die auf Selbsterkenntnis beruhende Weisheit, auf welche die Menschheit im Angesicht ihrer drängenden Probleme immer mehr angewiesen ist, um nicht weiterhin selbstblind in die Welt hineinzuwirken, endlich in die Gehirne, wenn diese von ihr nichts mehr wissen wollen, weil ja alles sowieso so ist, wie es erscheint. Zur Erinnerung an das heutige Situation nocheinmal Max Born: "Damit ist die Rückkehr zu des PTOLEMÄUS Standpunkt der 'ruhenden Erde' ins Belieben gestellt." "Daher haben von EINSTEINS Standpunkt gesehen PTOLEMÄUS und KOPERNIKUS gleiches Recht..." Alles in der Physik wäre also nur eine Frage des Scheins, des "Beliebens" und der "Bequemlichkeit", wie es weiter heißt, und Sachverstand somit von Übel. Ja, für einen Kinematiker sind Erklärungen beliebig, weil er mangels Sachverstand (oder weil er ihn nicht benutzen darf) nichts von Sachen und ihren Ursachen weiß oder wissen darf, z.B. nichts von der Schwerkraft der Sonne, welche die Erde auf ihrer Bahn um sie hält, und der daher lieber von Raumwirkungen anstelle von physikalischen Wirkungen im Raum spricht, wie es überhaupt opportun ist, die (schmutzige) Sache Materie am besten gleich gar nicht erst zu erwähnen. Es genüge, wenn man alles berechnen kann (mathematische Physik). Dieses gewollte Unverständnis aber kann doch nicht das Ziel einer hohe Ansprüche erhebenden und dem Steuerzahler teuer kommenden Wissenschaft sein, auch wenn es immer noch ihre Losung ist, die in unseren Tagen erst an ihren Rändern wegzubröckeln beginnt, während man im Gegenzug immer jüngere Schulkinder immer nachdrücklicher mit dem Relativismusvirus ihres gesunden Menschenverstandes zu berauben bemüht ist, um einen leicht zu lenkenden Menschentypus ohne Verstand und Sachverstand heranzuziehen, der auch den Politikern gelegen kommt, die jetzt schon ungeniert Steuergeschenke des hochverschuldeten Staates an die oberbayerische Hotellerie als "Wachstumsbeschleunigung" deklarieren. Da kann mit der Wachstumsbeschleunigung doch nur der Schuldenberg gemeint sein, den dann alle einmal abtragen müssen, was noch sehr schmerzlich werden wird.
Der Physiker Erhard Scheibe hat in seinem Buch von 2006 "Die Philosophie der Physiker" festgestellt, dass es in der "modern" sein wollenden Physik im Geiste Machs schicklich geworden ist, über die Kausalität die Nase zu rümpfen und so zu tun, als käme sie in ihr nicht mehr vor (S.210), und fragt selbst, ob es dann nicht der Zeit wäre, alle Physiker aus Gutachtergremien, die für die Gesellschaft Ursachenforschung betreiben sollen, z.B. zum Waldsterben, zum Ozonloch, zum Klimawandel, zur Reaktorsicherheit usw., wegen Inkompetenz (fehlenden Sachverstand) zu entfernen und vielleicht überhaupt die Forschungsmittel der Physik radikal zu kürzen. Das würde aber auch jene echten Forscher treffen, die für sich immer noch still bemüht sind, ihren Forschungsgegenstand geistig zu durchdringen, was ihnen von den Theoretikern mit ihren falschen Vorgaben jedoch nicht leicht gemacht wird. (s. hierzu z.B. Zeilinger auf I/B13)
Ein geisteswissenschaftliches Pendant zur mathematischen Physik ist die zur gleichen Zeit aufblühende analytische Philosophie, die sich nur mit den gesprochenen Sätzen als solchen und mit Sprachspielen befasst, aber nicht mehr mit dem Inhalt und Sinn des Gesagten. Für sie macht es keinen Unterschied ob man sagt, dass der Hund mit dem Schwanz wedelt oder der Schwanz mit dem Hund, weshalb es besser wäre, gleich ursachenfrei zu sagen "es wedelt", (in der Kosmologie dann: "es kreist") so auch hier den menschlichen Geist vom Weltverständnis abschneidend. Diese mit dem Neupositivismus beginnende postmoderne Beliebigkeit untergräbt alles, was Naturwissenschaftler in Jahrhunderten an Aufklärung herausgefunden haben, so dass uns die neue Hinwendung zum Glauben nicht zu wundern braucht, zu der auch der Glaube an Einstein als einen neuen Messias gehört, der aber selbst alle Autoritäten hasste und der sich am Ende des Lebens von Zweifeln geplagt fragte, "ob ich überhaupt auf dem rechten Wege bin," denn "da ist kein einziger Begriff, von dem ich überzeugt wäre, dass er standhalten wird." (Brief an Solovine anlässlich Einsteins 70. Geburtstag)
©HILLE 2010
"Nichts ist schädlicher einer guten Einsicht in die Cultur,
als den Genius und sonst nichts gelten zu lassen.
Das ist eine subversive Denkart, bei der alles Arbeiten für die Cultur aufhören muß."
Friedrich Nietzsche (1844-1900) - aus seinem Nachlass Frühling-Sommer 1878"Was wir heute erleben,
ist nicht der Untergang des Abendlandes,
sondern das ehemalige Abendland nach dem Untergang."
Horst SchneiderAller geistiger Niedergang zeigt sich zuerst am falschen Gebrauch der Begriffe.
Wo eine Rolle des Beobachters beim Forschen bestritten wird,
wird damit überhaupt die Eigenständigkeit des Geistigen bestritten
und damit alles, was das Menschsein ausmacht.
Dazu gehört Poppers Vergleich menschlichen Forschens mit den Probierbewegungen von Amöben.
(s. auch oben Paulina Borsook zu Autismus)Kommentar
Die anonymen Einsteinfreunde, bei denen ich das Zitat über den gesunden Menschenverstand als eine Sammlung von Vorurteilen fand, sind auf dessen Verachtung auch noch mächtig stolz und können das Zitat daher gar nicht oft genug bringen. Ihre Verkehrtheit geht so weit, dass sie jeden, der diesen gesunden Menschenverstande anmahnt, zumindest für geistig angekränkelt (sie nennen sie "cranks") bis verrückt halten und ihn aus ihrer Deckung heraus mit Häme überschütten. Dabei sind sie es doch, denen durch den Relativismusvirus wichtige Gehirnregionen abgeschaltet wurden und die sie mit ihrem Unverstand prahlen lässt. Und mit dem Sachverstand ging dabei gleich auch noch der Anstand verloren. Aber es ist auch klar, dass es um eine Theorie nicht zum Besten bestellt sein kann, die solche anonymen Verleumder wie esowatch.com nötig hat. Doch es soll noch schlimmere geben, die blinden Hass auf Kritiker der Einsteinschen Theorie pflegen, der leicht den Volksverhetzungsparagraphen erfüllen würde, weshalb sie ja im Dunkeln bleiben. Dabei merken sie gar nicht, dass ihre Pamphlete und ihr Verhalten allein schon der beste Beweis dafür sind, wie wenig das, was sie meinen verteidigen zu müssen, noch mit ehrlicher Wissenschaft zu tun hat. "Wann immer sich Menschen mit einem starken gemeinsamen Glaubenssystem zusammenschließen, tritt meistens das Schlechteste zutage." (Jaron Lanier, Computerpionier über Mobbing im Netz, SPIEGEL 4/2010) Alles Geistige und dessen Setzungen leugnend, gibt es für Relativisten keine festen und verbindlichen Werte, Größen, Normen und Konventionen und somit auch keine Verantwortung für alles Denken, Reden und Tun. Sie sind überzeugt: "Gesunder Menschenverstand ist eine Sammlung von Vorurteilen." Für sie ist alles materiell, relativ und beliebig. Eine ganz und gar kulturlose und zutiefst inhumane Sicht. Entsprechend anarchisch und zügellos ist ihr Verhalten. - Ich habe es lange nicht für möglich gehalten, dass jemand z.B. Zeit und Uhr nicht unterscheiden kann, noch dazu wenn derjenige studiert hat, hatte es eher für eine ideologische Verweigerung gehalten. Aber dann musste ich feststellen, dass auch viele Gegner der Relativitätstheorie dazu einfach nicht fähig sind, so dass es sich hier eher um einen allgemeinen Bildungsnotstand handelt, wahrscheinlich unter dem Einfluss von Naturwissenschaftlern, ist doch vielen von ihnen jede erkenntnistheoretische Überlegung schon ein Verrat am Materialismus, der nichts von einer eigenständigen Rolle des Geistigen wissen will, weshalb kritische Überlegungen nicht opportun sind. Daher ist es kein Wunder, wenn man heute das Maß des Messens, für das zu Messende hält, als könnte man ohne Maßvorgaben messen (s. I/B16 "Ausreden ohne Ende?"). So blöd war die Menschheit noch nie. In allen Kulturen rund um den Globus und zu allen Zeiten hat man gewusst, dass Maße vom Menschen zweckmäßig gesetzt und hoheitlich verordnet werden müssen, um Handel, Technik und Baukunst zu ermöglichen. Doch wohin steuert eine hochtechnisierte Gesellschaft, wenn selbst ihrer Intelligenz nicht nur jedes Grundverständnis für wissenschaftliches Denken abgeht, sondern wenn sie es auch noch massiv unterdrückt und bekämpft? Die Folge ist, dass wirklich intelligente Studenten mit Ehrgeiz sich anderen Aufgabenbereichen zuwenden und sich so der Fachkräftemangel in den naturwissenschaftlichen und Ingenieurdisziplinen mehr und mehr verstärkt, weshalb auf Dauer "ganze Industriezweige in Deutschland verschwinden werden" (DPG-Präsident Litfin, Nobelpreisträger Laughlin aber auch die Bundesregierung - s. I/B11a unter diesem Titel). Ja, diese Zivilisation wird überhaupt verschwinden, wenn bei ihren Eliten weiterhin Sachverstand verachtet und unterdrückt und der Eigenwert des Geistigen geleugnet wird. Und da wollen wir in Unkenntnis der Ursache dieser Verblödung und Inhumansierung ewig so weiter machen und sogar die Jugend damit mehr und mehr infiltrieren, um sie vermeintlich für die Wissenschaft zu begeistern? Jetzt gibt es sogar ein Buch (von Peter Tille) "Albert Einstein und die Relativitätstheorie für Vorschulkinder"! Die Relativitätstheorie also plötzlich kinderleicht, wo sie doch bisher selbst den studierten Fachleute als schwerverständlich galt, weil sie die Konstanten leugnet, auf denen menschliches Verstehen beruht? Eine in Mathematik begabte Zwölfjährige ist schon so weit, dass sie uns "demnächst die Relativitätstheorie erklären wird", wie eine stolze Schulbehörde verlauten lässt, wo aber bald vormalige Vorschulkinder bereits bei ihrer Einschulung sie ihrer neuen "Tante" erklären können sollen, ebenso wie jetzt bereits den Umgang mit PC und Internet (dazu passend die Trickserie für Kleinkinder "Disneys kleine Einsteins" auf S-RTL, wo auch schon mal eine Lokomotive ohne Schienen durch die Wüste und über Sanddünen fährt - Einstein macht's möglich). (Pseudo-)Wissen ohne Weisheit, dabei wäre aber gerade die aus dem Selbstverständnis kommende Weisheit das Allerwichtigste, was wir brauchen, um verständige Menschen sein zu können und uns das Überleben zu sichern - denn dazu haben wir ja den Verstand. Es wäre aber schon viel erreicht, wenn Schüler bei Schulabschluss als ein gutes Beispiel für rationales Denken Newtons Kriterien gebende Axiome wirklich verstünden (s. u.a. meinen DPG-Vortrag von 2007 auf ZEIT UND SEIN "Newtons Philosophie der Physik - zeitlos!") So wie man zuerst definierte Maße braucht, um messen zu können, so braucht man zuerst solide Kriterien, um urteilen zu können, will man nicht nur unkritisch Meinungen pflegen. Wer aber soll sie Newtons Weisheit lehren, wenn die Didaktiker der Physik nur auf Einstein getrimmt werden? Ist nach dem Untergang der Denkkultur da auch der reale Untergang unvermeidlich? Die es besser wissen, müssen ja schweigen, um nicht für geisteskrank erklärt und aus ihren Ämtern gemobbt zu werden. Aber vielleicht hilft uns in der größten Not einmal der aus dem Selbstbehauptungswillen kommende Pragmatismus der Chinesen, der sich über Ideologien hinwegsetzt, ist der Westen dazu doch schon zu dekadent. - Weil mir erst jetzt immer mehr klar wurde, dass viele Zeitgenossen einfach unfähig sind, Schein und Sein und damit Geistiges und Reales, z.B. Zeit und Uhr oder Masse und Materie zu unterscheiden, dass also bei der schweigenden Mehrheit oft weniger das Fehlen eines guten Willens vorliegt dieses zu tun, habe ich Anfang 2010 diesen Text doch noch geschrieben, obwohl ich Ende 2009 meine Homepage für abgeschlossen hielt. Und erst jetzt habe ich erkannt, warum seit langem in der Physik anstelle von Sachbegriffen so hartnäckig Mess- und Rechengrößen verwendet werden: eine Sachbetrachtung ist einfach nicht mehr oppoturn, will man doch im Sinne von Mach sich aus Denkökonomie völlig geschichtslos das Denken so einfach wie möglich machen - was dann jedoch die Probleme erst schafft, mit denen man sich seitdem herumschlägt. Aber nicht so sehr dass man eine Scheinphysik pflegt ist problematisch, sie kann ja durchaus instrumentalistisch eingesetzt werden und wird es auch, sondern dass man ihren Modellcharakter als solchen nicht wahrnimmt, denn dazu müsste man ja gedanklich Sein und Schein unterscheiden können. Unter Berufung auf Einsteins unverstandenes "Genie" bedient man sich gedankenlos eines eingeübten Jargons, ohne zu wissen was das ist, über das man redet. Alles bleibt im nebulösen Unbestimmten, was eben nicht nur den Untergang der abendländischen Denk- sondern auch der abendländischen Sprechkultur einschließlich des zivilisierten Umgangs mit Andersdenkenden ausmacht - eine neue geistige Barbarei, die Nietzsche kommen sah, wenn nur noch das Wort eines "Genius und sonst nichts" gilt, was menschlicher Geist bisher an weisen Einsichten herausgefunden hat. Ersparte Gedanken bringen eben keine Zinsen. - Die nachfolgende metako(s)mische Sicht einer Frau auf traumwandelnde Physiker tut bei all dem hier aufgezeigten geistigen Elend in deren Fach hoffentlich nicht nur mir da richtig gut. Wenn wir schon wegen der mit vielen Steuergeldern aufgepäppelten bornierten Blödleute zum geistigen oder gar realen Untergang verdammt sind, weil wir durch die auferlegte Selbstblindheit mit unserem Denken, Reden und Tun immer zerstörerischer in die Welt hineinwirken, dann doch wenigstens mit einem Lächeln. - Zuvor und zur Einstimmung noch ein tragisches Ereignis unserer Zeit:Professor in der Klausur: "Student Müller, kennen Sie Newtons Axiome?" Student: "Herr Professor! Heute früh habe ich sie noch alle gekannt. Ganz bestimmt! Aber jetzt habe ich sie leider vergessen." Professor: "Verdammt, da hat nun endlich mal einer Newtons Axiome gekannt und jetzt hat auch er sie vergessen!"
letzte Ergänzung: 17.07.2010
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