© GÜNTHER FAUST 2001
Grenzfragen
Spruch 38 vom Nov.2003
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Getreu dem goethischen Faust, der seine menschlichen Grenzen sprengen wollte, hat sich der ehemalige Bergmann Günther Faust, in der Nähe der Grenzen des Dreiländerecks Niederlande /Belgien /Deutschland wohnend, viel mit Grenzfragen befasst.
So ist Günther Faust hier nicht nur mit seinen Sprüchen, sondern auch im Text I/C3 "Gottes Urknall? Für ein Universum ohne Grenzen in Raum und Zeit" unter 7. mit einer Idee zur Antimaterie als Auslöser des "Urknalls" vertreten. In einem Leserbrief vom Januar 1996 warnte er in tiefer Besorgnis vor forscherischen Aktivitäten zur Antimaterie, weil Militärs wissenschaftliche Erkenntnisse immer gleich zum Bau neuer, noch schrecklicherer Waffen nutzen, auch wenn es den Forschern selbst nur um die reine Erkenntnis geht. So schrieb er den "Jülicher Nachrichten" u.a.: "An anderer Stelle habe ich es schon einmal gesagt: "Der Mensch ist das einzige Tier, welches keine, wie auch immer geartete Grenze respektiert." Wo immer sich ihm ein Hindernis bietet, er versucht es zu überwinden. Nichts ist ihm heilig. Nicht die Zeugung, nicht der Tod, nicht die Tiefen der Meere, nicht die Höhen der Berge, nicht der Himmel und nicht der Weltraum, und obwohl er selbst der Evolution unterworfen ist, greift der Mensch verändernd in die Evolution ein. Schon als er sich zum ersten Mal ein Netz machte, begann er die Erde auszubeuten. Der Faustkeil war die erste Waffe, die er selber schuf. Und dieser Mensch soll nicht darüber nachdenken, wie er Antimaterie zu einer Waffe machen kann, die alles bis dahin Dagewesene an Schrecklichkeit und Zerstörungskraft übertrifft? Koste es was es wolle, bei der Kernspaltung, der Kernfusion, der Eroberung des Weltalls oder der Schaffung von Antimaterie...."
Mit der Instrumentalisierung allen Seins für seinen Kampftrieb hat der Mensch einen Weg eingeschlagen, der ihn direkt in den Abgrund führt, wenn er sich nicht selber Grenzen setzt. Sollte es aber wirklich so sein, wie Günther Faust im Juli 2004 schrieb: "Der eigene Horizont ist die (einzige) Grenze, die der Mensch nicht zu überschreiten vermag", womit er ein grundsätzliches Problem anspricht, so bestünde wenig Hoffnung für die Zukunft der Menschheit. Aber es gibt auch Gegenbeispiele, auch wenn z.Zt. die amerikanische Militärmaschine und repressive Regime im Nahen und Fernen Osten für die Muslime der ganzen Welt eine Herausforderung sind, zur Wahrung ihrer Kultur und Rechte ihrerseits mit allen Mitteln des Terrors zurückzuschlagen, da sie offen es ja nicht können. Der "Kampf gegen den Terror" ist nur zu gewinnen, wenn der Westen und die angesprochenen Regime die Ursachen des Terrors bekämpfen: ihre Arroganz gegenüber der muslimischen Welt. Doch auch der Islam muss wieder lernen, dass nur ein friedliches Miteinander und die Respektierung fremder Werte in der Lage ist, diese Welt lebenswert zu erhalten. Die Mehrheit der Menschen in Europa lehnt aus schmerzlicher Erfahrung heraus jeden Staat ab, in dem nur eine einzige "Wahrheit" gilt, weil sie den Menschen immer dazu verführt, andere Menschen zu unterdrücken oder umzubringen. Nicht die Relgionen sind dabei das Problem, sondern die Menschen, die sie für ihre Zwecke benutzen. Das wird sich nie ändern, solange nicht allgemein gelernt wird, über den eigenen Horizont und Nutzen hinauszudenken, wozu diese Seite Hilfestellung geben wollen.
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